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Stormarn Ehepaar und zwei Hunde sterben Flammentod
Lokales Stormarn Ehepaar und zwei Hunde sterben Flammentod
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14:10 22.12.2012
Erst nachdem Schwarzenbeker Feuerwehrmänner von der Drehleiter aus das Dach geöffnet hatten, konnten die Flammen erstickt werden.

Zwei Menschen sind bei dem Feuer in einem Grander Einfamilienhaus gestern Morgen ums Leben gekommen. Außerdem starben dabei zwei Hunde.

Als erste treffen gegen 8 Uhr Beamte der Polizeistation Trittau und des Polizeibezirksreviers ein. Doch sie können nichts tun, denn das ganze Haus ist verqualmt. Fast zeitgleich sind auch die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Sie gehen unter Atemschutz in das Haus und machen eine schreckliche Entdeckung. Auf der Treppe finden sie einen Mann leblos vor, im Obergeschoss liegt eine Frau, ebenfalls leblos. Sofort eingeleitete Reanimationsversuche bleiben erfolglos. Das Ehepaar (48 und 45) ist tot. Später finden Feuerwehrleute zwei tote Hunde im Erdgeschoss.

Nachdem Flammen aus dem Fenster im Obergeschoss des Rotklinkerbaus geschlagen waren, haten die Nachbarn den Notruf gewählt. Die Leitstelle in Bad Oldesloe löste Großalarm für die Feuerwehren aus Grande, Witzhave und Rausdorf aus. Später werden weitere Wehren nachalarmiert. Sogar die Drehleiter aus Schwarzenbek wird angefordert.

Jetzt stehen die Nachbarn schockiert an der Granderheiderstraße. Sie blicken auf das Einfamilienhaus gegenüber, aus dem dicke Rauchschwaden dringen. Einige Feuerwehrleute legen Schlauchleitungen von verschiedenen Hydranten zur Einsatzstelle, andere rüsten sich mit Atemschutzgeräten aus. Die Polizei hat die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt.

Währenddessen versuchen die anderen Kräfte, die Flammen, die sich offenbar in der Zwischendecke zu einem massiven Schwelbrand ausgedehnt haben, unter Kontrolle zu bekommen. Doch die Arbeiten gestalten sich äußerst schwierig.

„Erst nachdem die Schwarzenbeker Feuerwehrmänner von der Drehleiter aus das Dach geöffnet hatten, konnten die Flammen erstickt werden“, sagt Einsatzleiter Jochen Weno hinterher. Zwei Stunden, nachdem die Feuerwehren alarmiert wurden, war das Feuer unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch deutlich länger an.

„Zur Zeit kann noch niemand sagen, wie es zu dem Brand gekommen ist“, sagt Polizeisprecherin Sonja Kurz am Einsatzort. Die Kriminalpolizei aus Ahrensburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Brandstelle ist beschlagnahmt. Das Haus ist völlig ausgebrannt.

Die Polizei schätzt den Brandschaden auf etwa 50 000 Euro. Die Leichen sollten noch gestern obduziert werden. Ob in dem Einfamilienhaus Rauchmelder vorhanden waren, ist nicht bekannt. „Ich habe keine Rauchmelder gehört und auch die Hunde haben nicht angeschlagen“, sagt Nachbarin Käthe Grabowski.

Die Menschen in der Granderheiderstraße hat das Unglück heftig aufgewühlt. Das Kriseninterventionsteam des ASB betreute noch während des Einsatzes die Feuerwehrkräfte und Nachbarn. jeb

LN

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