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Stormarn Ehrenamtler bekommen Auslagen erstattet
Lokales Stormarn Ehrenamtler bekommen Auslagen erstattet
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20:16 22.03.2016

Viele Oldesloer engagieren sich in ihrer Freizeit, betreuen Hilfsbedürftige oder tragen in anderer Form zum Gemeinwohl bei. Wichtig ist nicht nur, dass ihre Arbeit eine ideelle Wertschätzung erfährt, manch einer verausgabt sich auch finanziell, um andere zu unterstützen. Deshalb haben die Oldesloer Stadtverordneten während ihrer Sitzung am Montagabend erstmals eine Richtlinie verabschiedet, nach der Ehrenamtliche eine Entschädigung für ihre Auslagen erhalten können.

„Wir wollen die engagierten Leute unterstützen. Es soll keine Sache des Portemonnaies sein, anderen zu helfen. Für einige entscheidet ein Zehn-Euro-Schein schon, ob sie dazu in der Lage sind oder nicht“, begründete Hauptausschussvorsitzende Angela Fehrmann (CDU) die neu geschaffene Möglichkeit der Entschädigung.

Insgesamt 3000 Euro sind für diesen Zweck in den Haushalt der Kreisstadt eingestellt worden. Damit eine gerechte Verteilung erfolgt, sind pro Person und Jahr maximal 100 Euro vorgesehen. Dieses Geld soll auf möglichst unbürokratische Weise an die Zielgruppe weitergereicht werden. Die Mitglieder des Hauptausschusses, die im Vorfeld bereits über die Rahmenbedingungen diskutiert hatten, waren sich darüber gleich einig. Deshalb wurde auch darauf verzichtet, die Antragsteller vor einem größeren Gremium anzuhören, so wie es zurzeit noch bei der Kulturförderung gang und gäbe ist.

Wer Auslagen geltend machen will, kann sich direkt an die Stadtverwaltung wenden. Auch müssen die Belege für Einkäufe oder Fahrkarten im öffentlichen Nahverkehr dort nicht extra abgegeben werden. Es reicht, wenn sie den Sachbearbeitern vorgelegt werden. Das Abheften und Lagern entfällt. Kosten für Telefon und Internet sollen nicht berücksichtigt werden, da heutzutage viele über eine Flatrate verfügen. Auch die Fahrt mit dem privaten Pkw wird nicht erstattet.

Der Passus, dass Mitglieder von Vereinen von der Aufwandsentschädigung ausgeschlossen werden sollen, so wie es im ersten Entwurf der Richtlinie stand, war indes auf Kritik gestoßen. Die Verwaltung hatte zur Begründung zunächst angeführt, dass diese Gruppe von Ehrenamtlichen eine zahlungskräftige Institution im Hintergrund hätten und keiner Unterstützung bedürften.

Doch mehrere Stadtverordnete hatten zu bedenken gegeben, dass die meisten engagierten Oldesloer in irgendeinem Verein organisiert seien und somit von vornherein ausgegrenzt würden. Letztlich wurde die Einschränkung gestrichen. Die Antragsteller müssen bei der Verwaltung nachweisen, dass sie nicht doppelte Zuschüsse für ihre finanziellen Auslagen bekommen.

Von dvd

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