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Ehrung für Oldesloer Tausendsassa

Bad Oldesloe Ehrung für Oldesloer Tausendsassa

Der Silberne Schlüssel der Stadt Bad Oldesloe ging an Ehrenamtler Bodo Rahnenführer. Der 65-Jährige wurde beim Neujahrsempfang im Kultur- und Bildungszentrum mit der Auszeichnung überrascht und war sichtlich gerührt.

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Oldesloes Ehrenbürger Walter Busch (89, l.) gratulierte seinem einstigen Schüler Bodo Rahnenführer (65) als einer der Ersten zur Verleihung des Silbernen Ehrenschlüssels.

Quelle: Fotos: Susanna Fofana

Bad Oldesloe. Normalerweise ist Bodo Rahnenführer (65), der sich in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert, ausgesprochen gut informiert. Doch beim Neujahrsempfang der Stadt Bad Oldesloe im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) tappte er komplett im Dunkeln. Erst zu Beginn der Laudatio von Bürgerworthalter Rainer Fehrmann, als die Worte „Weihnachtsmann“ und „Fotoapparat“ fielen, wurde ihm klar, dass es um ihn ging.

LN-Bild

Der Silberne Schlüssel der Stadt Bad Oldesloe ging an Ehrenamtler Bodo Rahnenführer.

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„Da wurde ich sehr nervös“, gestand er, und die Freude und Rührung über die Ehrung waren ihm sichtlich anzumerken. Bürgerworthalter Fehrmann, Bürgermeister Jörg Lembke und Andreas Reichardt, Geschäftsführer der Asklepios-Klinik, die den Silbernen Ehrenschlüssel in diesem Jahr sponsorte, gratulierten als Erste. Nur knapp vor Oldesloes Ehrenbürger Walter Busch, der ab 1957 die ersten vier Schuljahre Rahnenführers Klassenlehrer war.

Busch war zum Jubiläum 750 Jahre Stadt Bad Oldesloe selbst neben Manfred Brembach, Barbara Schleth und zwei anderen mit Oldesloes Ehrenschlüssel ausgezeichnet worden. In der wiederbelebten Tradition waren mit der „Bücherfrau“ Luise Vollmer und Claudia Franke von Efa zunächst zwei Frauen ausgezeichnet worden. Die Überraschung für den ersten Mann in der neuen Runde war „top gelungen“. Sogar seine Frau Karin wahrte das Geheimnis und lockte ihn geschickt ins KuB.

Der ahnungslose Gatte begleitete sie eigentlich nur zum Fotografieren. Und lichtete unter anderem die begabte junge Pianistin Diana Klem (12) auf der Bühne ab – kurz bevor das Geheimnis gelüftet wurde. Die Musikerin und Tochter der Künstlerin Natalya Klem gefiel sogar Bürgermeister Jörg Lembke am Flügel richtig gut. „Zu ihrem Konzert würde ich auch gehen“, lobte er die Schülerin. Er hatte nicht damit gerechnet, dass so viele Gäste zum ersten Neujahrsempfang im Oldesloer KuB kommen würden, und schickte einige der rund 300 Gäste aus dem übervollen Saal nach oben auf die Empore, wo sie einen guten Überblick über Ehrung, Reden und diverse Musikbeiträge der Oldesloer Musikschule hatten.

Zum allerersten Mal war Stormarns Landrat Henning Görtz beim Oldesloer Neujahrsempfang dabei. Seit fast 30 Jahren, seitdem es Neujahrsempfänge in Bargteheide gibt, war er stets dort anzutreffen. „Ich war immer da“, erzählt er. „Ein neuer Saal, ein neuer Bürgermeister, Bad Oldesloe als Kreisstadt“ waren seine Gründe, dieses Mal in Bad Oldesloes neuen Kulturtempel zu kommen. Das KuB sei „eine ganz tolle Sache“, lobte er und gratulierte zu dem neuen Zentrum, das vielen Einrichtungen und Vereinen eine Heimat bietet.

In seiner Rede definierte der Landrat unter anderem einige Ziele des Kreises Stormarn, wie die Schaffung von Wohnraum. Das 150. Kreisjubiläum mit 150 Veranstaltungen sei das fröhliche Thema in diesem Jahr. Und solle zudem mehr Zusammengehörigkeitsgefühl im Kreis Stormarn schaffen. In Bad Oldesloe sei das Stormarn-Gefühl schon vorhanden. In den Hamburger Umlandgemeinden weniger. Dort würden sich Stormarner manchmal wundern, „dass sie keine Wahlbenachrichtigungen für Hamburg bekommen“.

Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke dankte seinen Mitarbeitern für „die angenehme Aufnahme ins neue Amt,“ der Politik für ihr Engagement, auch wenn sie nicht immer seine Ziele haben, den Bürgern, dass sie ihn gewählt haben und sich engagieren sowie seiner Familie für die Unterstützung. Aktuell habe Bad Oldesloe 25 500 Einwohner, darunter 3270 aus rund 100 anderen Nationen. Mit dem KuB sei der Stadt „wirklich der große Wurf gelungen“. Auch das noch in der Renovierung befindliche Rathaus „wird klasse“. Er habe gemeinsam mit dem Landrat die Gelegenheit gehabt, dort einen ersten Blick hineinzuwerfen.

Mehrere Künstler der Oldesloer Musikschule bildeten an der Harfe, am Flügel und am Mikrofon den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs. Die 16-jährige Harfenistin Leoni Coenen spielte unter anderem eine Eigenkomposition, Anna-Maria Alfarano (14) sang „Skyfall“ zur Klavierbegleitung von Natalya Klem.

Die Zeit vor und nach dem offiziellen Part nutzten die Bürger zum Small-Talk, für gegenseitige Neujahrswünsche und zum Knüpfen neuer und Festigen bestehender Kontakte. Die meisten Gäste waren sich einig: Diese Premiere war wirklich gelungen.

Engagement als Fotograf, Maler, Kümmerer und Vorweggeher

„Ich mache weiter so“, versprach Bodo Rahnenführer den Oldesloern nach der Ehrung.

Ohne Fotoapparat ist der Rentner und frühere Postzusteller eigentlich nie unterwegs. Stadtfeste, Kurparkfeste und andere kulturelle Anlässe in der Kreisstadt lichtet er fleißig ab – zum Beispiel für die Stadt-Homepage.

Ein weiteres Steckenpferd ist die Malerei. Um seine Kenntnisse auch anderen zugute kommen zu lassen, gründete er vor zehn Jahren einen privaten Malclub. Mit sechs Hobbymalern startete der Prima-Club, das Jubiläum wurde gerade mit 20 Gästen gefeiert. Einmal die Woche wird gemeinsam gemalt. Zunächst im Café am Markt, dann im Oldesloer Hof. Seit einem Jahr finden die Mal-Treffs donnerstags um 16 im „Treffpunkt“ in der Hamburger Straße 146 statt. Infos: www.primaclub.de

Auf seine Initiative geht die Kette mit den Hochzeitsschlössern auf dem Marktplatz zurück.

Er kümmert sich um Werke und Nachlässe älterer Oldesloer Künstler und darum, dass die Erlöse der Ausstellungen dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Ist als Weihnachtsmann bei städtischen Veranstaltungen und in Altenheimen unterwegs.

Als Vorweggeher zeigt der gebürtige Oldesloer bei fast allen Trauerfeiern den Weg zum Grab. sus

 Susanna Fofana

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