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Stormarn Ein Bauhof für zwei Gemeinden
Lokales Stormarn Ein Bauhof für zwei Gemeinden
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19:12 27.05.2016
Richtfest beim Bauhof: In der Mitte Lütjensees Bürgermeisterin Ulrike Stentzler mit Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch. Quelle: Pantelmann

Der Weg zu einem gemeinsamen Bauhof war nicht einfach: Seit 20 Jahren hat die Gemeinde Lütjensee einen Bauhof diskutiert. „Sehr einsam haben wir damals für eine Kooperation mit Nachbargemeinden gefochten“, erinnerte Lütjensees Bürgermeisterin Ulrike Stentzler beim Richtfest, als sie mit Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch vor dem gemeinsamen Bauhof in der Carl-Zeiss-Straße in Trittau stand.

Die Dringlichkeit für einen Bauhof war bei beiden Gemeinden gleich groß. „Ein professionelles Gebäude für eine professionelle Arbeitsgrundlage beider Bauhof-Teams“, so die Freude von Oliver Mesch über die Kooperation. Dieses neue Modell stellte er zukunftsweisend als eine Art „Grundsteinlegung“ heraus, die sich auf Amtsebene ausdehnen könnte. „Der Samen für ein Kooperationsmodell. Wir wollen zeigen, wie es in der Zukunft unter gemeinsamer Leitung laufen kann.“ Bekannt für seinen versteckten Humor deutete er das Gemeindewappen im Blumengeschenk von Großensees Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers als richtungsweisend.

Die Gemeinde Lütjensee beschäftigt vier Mitarbeiter sowie einen Asylbewerber als Praktikanten. „Wir haben keine Leistung fremd vergeben, machen auch die Grünpflege selbst“, hob Ulrike Stentzler hervor. Freude zeigte sie darüber, dass die Arbeitsgruppe überzeugt werden konnte. Jetzt könnten Mitarbeiter kooperieren. Hinzu komme, dass ihre Gemeinde bisher weder ein Lagersystem noch Sozialraum oder einen Unterstand für vier Fahrzeuge hatte.

Die Baukosten von rund 1,6 Millionen Euro sowie die laufenden Kosten teilen sich zu 30 Prozent Lütjensee sowie zu 70 Prozent Trittau. Eine Stelle für einen Bauhofleiter oder auch Leiterin wurde bereits ausgeschrieben. Da zunehmend in ehemals typischen Männerberufen auch Frauen beschäftigt werden, wurden dementsprechend auch die Toiletten in diesem Bauhof berücksichtigt. Die Gemeinde Trittau wird noch zwei Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen für die Grünpflege einstellen.

Der Bauhof könnte vorausschauend auf den Platzbedarf für weitere Gemeinden erweitert werden. Auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück im nordwestlichen Trittauer Industriegebiet ist die 20 mal 35 Meter große Halle errichtet. Etwa ein Drittel der Fläche ist ein beheizbarer Bereich mit Sozialräumen und Fahrzeug-Waschanlage. Ein begehbarer Lagerboden ist ebenfalls vorhanden. Die Fertigstellung soll Ende August sein. Separat dazu gibt es auf dem Gelände eine Salzhalle, die bereits Ende 2015 gefüllt wurde. Margret Pantelmann

LN

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