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Ein Dorf will wachsen und macht einen Schritt in die Zukunft

Hamberge Ein Dorf will wachsen und macht einen Schritt in die Zukunft

Alteingesessene Hamberger und Neubürger sollen funktionierende Gemeinschaft bilden.

Viele Projekte angeschoben: Bürgermeister Pauli Beeck (r.) und sein Stellvertreter Albert Iken hoffen auf eine positive Entwicklung.

Hamberge. Wie die ersten Hamberger vor gut 850 Jahren lebten, das ist kaum überliefert – jetzt allerdings weist der Orte eine moderne Infrastruktur auf, die keinen Vergleich mehr zu scheuen braucht. „Und dazu gehört auch das Glasfaserkabel für das schnelle Internet“, sagt Bürgermeister Paul-Friedrich „Pauli“ Beeck (69).

Und so rasant wie die Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologie ist sie auch in der Gemeinde spürbar. „Wir haben zurzeit 1530 Einwohner“, stellt Albert Iken (65) fest. Und der stellvertretende Bürgermeister ist davon überzeugt, dass sich diese Zahl weiterhin nach oben bewegen wird: „Wir haben nämlich auch einen Babyboom.“ Gerade junge Familien fühlten sich in dem Ort äußerst wohl. Und wer für sich und die Seinen ein Nest bauen will, der konnte im Bereich des Bebauungsplanes 6 zum Zuge kommen. Am Ortsausgang in Richtung Lübeck sind nämlich 38 Parzellen für Häuslebauer ausgewiesen worden.

In diesen Wochen laufen noch die notwendigen Erschließungsarbeiten für die Grundstücke, für die rund 150 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden müssen. Erfreulicherweise, so Albert Iken, könnten viele Flächen auch an frühere Hamberger vergeben werden: „Es ist doch erstaunlich, wie viele ehemalige Kinder jetzt als Bauherren wieder zurückkommen.“

Für Pauli Beeck gibt es dafür eine simple Erklärung: „Wir sind ein sehr lebendiges Dorf mit vielen jungen Leuten. Und unser Umzug beim Dorffest ist rund einen Kilometer lang – da ist richtig was los.“ Der 69-Jährige hat sein gesamtes Leben in Hamberge verbracht – vom Schulbesuch und den sportlichen Aktivitäten als Fußballer im heimischen Sportverein bis zur Bewirtschaftung des seit Generationen in Familienhand existierenden landwirtschaftlichen Betriebes: „Und ich habe nicht einen Tag bereut.“

Für den Bürgermeister liegen die von Neubürgern erkannten Vorteile auf der Hand: „Es geht schnell auf die Autobahnen 1 und 20 und damit sind Arbeitsplätze gut zu erreichen.“ Nach wie vor besteht die Forderung, dass Hamberge einen Autobahnanschluss bekommen sollte. „In Berlin ist die Baumaßnahme genehmigt worden, jetzt müssen wir dafür Druck beim Land aufbauen“, gibt der Bürgermeister die Richtung vor. „Wir warten schon seit 20 Jahren auf das Projekt“, meint Albert Iken. Pauli Beeck ist allerdings so weit Realist, dass er erkannt hat: „Wenn dieser Anschluss kommt, werde ich nicht mehr Bürgermeister sein.“

Dabei ist in den kommenden Jahren mit weiteren Neubürgern zu rechnen, die auf den Autobahnen unterwegs sind. Im zweiten Abschnitt des B-Planes 6 werden nämlich noch einmal 37 Grundstücke für Wohnhäuser erschlossen – bis zu 100 Familien könnten letzten Endes die Neubauten an der Bundesstraße 75 beziehen. „Da gehen wir aber etwas vorsichtiger ran“, sagt der Bürgermeister.

Denn die Infrastruktur müsse zeitgleich verbessert werden. So investiere die Gemeinde 1,4 Millionen Euro in den Ausbau der Kindertagesstätte, und eine weitere Million werde für die Erweiterung der Grundschule ausgegeben. Für diese Projekte müsse allerdings auch eine Verschuldung in Kauf genommen werden. „Unsere Schule ist mit mehr als 100 Kindern zweizügig und damit wieder eigenständig“, stellt der Bürgermeister fest. Sie war in der Vergangenheit eine Außenstelle der Matthias-Claudius- Schule in Reinfeld.

„Wir machen mit der aktuellen Entwicklung einen großen Schritt“, sind Bürgermeister und Stellvertreter überzeigt. Beide gehen davon aus, dass auch in Zukunft das Dorfleben dank einer großen Harmonie liebenswert bleiben werde. „Die jungen Familien werden sich ja in der Kita, später in der Grundschule und auch im Sportverein begegnen“, sagt Pauli Beeck. Und hoffentlich in der freiwilligen Feuerwehr. „Wir haben zurzeit 32 Aktive und möchten noch einige aufnehmen“, hofft Albert Iken, der auch Amtswehrführer in Nordstormarn ist. Damit werde die Bindung zu Hamberge noch stärker.

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Michael Thormählen

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