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Stormarn Ein Feuerwehrbeamter geht in den Ruhestand
Lokales Stormarn Ein Feuerwehrbeamter geht in den Ruhestand
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18:02 29.10.2018
Bernd Link mit dem Logo der Feuer - und Rettungswache 33 der Berufsfeuerwehr Hamburg auf der Veddel. Dort wird Bernd Link heute in den Ruhestand verabschiedet. Quelle: jeb
Hamburg/Westerau

Wenn Brandamtsrat Bernd Link (60) heute in die Feuer-und Rettungswache 33 der Hamburger Berufsfeuerwehr kommt und zum morgendlichen Appell antreten lässt, wissen alle Mitarbeiter der Wache genau, dass er das zum allerletzten Mal macht. Jetzt geht Link nach 41 Dienstjahren in den verdienten Ruhestand.

Bernd Link geht in den Ruhestand

Die Wache hat 98 Mitarbeiter, von denen täglich 22 im Dienst sind. Eigentlich gehören 32 Mitarbeiter zu jeder der drei Wachabteilungen, doch einige haben entweder Freizeit, sind im Urlaub oder krank. Bernd Link hat zu all seinen Mitarbeitern einen guten Draht. „Wir duzen uns alle, aber jeder weiß, dass wir alle an einem Strang ziehen und nur einer zu sagen hat. Und sie wissen, dass sie mit allen Problemen immer zu mir kommen können“, sagt Link. Er sei zwar als Chef der Wache nur am Tage da, aber bei Problemen komme er natürlich auch außerhalb seiner Dienstzeiten dort hin.

Auch auf den Löschbooten der Feuerwehr unterwegs

Link hat am 29.November 1977 bei der Berufsfeuerwehr in Hamburg angefangen. Vorher hat er in Bergedorf eine Lehre zum KFZ-Mechaniker absolviert. In vielen Wachen hat Link in seiner langen Karriere beider Berufsfeuerwehr Hamburg seinen Dienst ausgeübt. In Bergedorf, bei der Wache Innenstadt, am Berliner Tor, in Wilhelmsburg und auch an der Landesfeuerwehrschule hat Link als Ausbilder gearbeitet. Durch seine vielfältige Ausbildung gehörte er auch eine Zeit lang zu der Besatzung der Feuerlöschboote. Dafür hat Link die notwendigen nautischen Patente erworben. Bis zum Jahr 1992 hat er den Hamburger Branddirektor Kipping als Schiffsführer gefahren.

1995 Ausbildung zum gehobenen Dienst

Doch Link war noch nicht am Ende seiner Laufbahn angekommen. Er wollte weiter nach oben und machte im Jahr 1995 die Ausbildung zum gehobenen Dienst. Er war dann erst an der Feuerwache Süderelbe, ist dann aber wieder für drei Jahre an der Wache Innenstadt gelandet. Letztendlich war er insgesamt neun Jahre an dieser Wache tätig. Von dort ist er nach zunächst nach Barmbek, dann nach Billstedt jeweils als Wachabteilungsführer gewechselt. 2001 wurde er Fachbereichsleiter für Technische Hilfe an der Landesfeuerwehrschule, wechselte dann zum Bereich Brandschutz und ging dann zurück an die Wache in Wilhelmsburg.

„Ich hätte verlängern können.“

Seine beiden letzten Stationen im Leben als Beamter der Hamburger Berufsfeuerwehr verbrachte Bernd Link in Bergedorf, wo er sechs Jahre blieb. Die letzten beiden Jahre war er dann Chef auf der Veddel. „Ich hätte auch verlängern können, aber das wollte ich dann doch nicht. Alles hat mal seine Zeit, wo man einen Schlussstrich ziehen muss. Ich gehe lieber mit einem weinenden und einem lachenden Auge als mit einem Grummeln davon“, so Link.

Seit 2017 Amtswehrführer des Amtes Nordstormarn

So ganz ohne Feuerwehr geht es dann aber doch nicht. Schon immer wollte Link sein enormes Wissen an die jüngere Generation weiter geben. Und das will er auch weiterhin tun, wenn es denn gewünscht ist. Für die Feuerwehren des Amtes Nordstormarn und seine Heimatgemeinde Westerau ist er ein Glücksfall. Als er vor einem Jahr mit 55 von 59 Stimmen zum Nachfolger von Albert Iken gewählt wurde, hat man offenbar schon gewusst, welch gute Entscheidung man mit dieser Wahl für die Freiwilligen Feuerwehren getroffen hat. Und auch die 1. Brandschutzbereitschaft des Kreises Stormarn hat Link von Iken übernommen. Auch hier profitieren die Feuerwehren von der Führungsstärke und dem Wissen ihres Amtswehrführers.

Kochen ist eine seiner Leidenschaften

Zu Hause will er jetzt als Pensionär viel mehr Zeit mit seiner Frau verbringen. Gerade wenn die sich um ihre Pferde kümmert, will Link ihr zur Hand gehen. „Aber auf ein Pferd setze ich mich nicht. Niemals“, sagt der 60-Jährige. Dafür werde er das Kommando im Haushalt und besonders in der Küche übernehmen. Er koche gern und werde seine Frau hier deutlich entlasten. Auch die ein oder andere kleine Reise sei geplant. Und er werde einen Teil seiner Freizeit mit seinem neuen Hobby, der Jagd, verbringen. „Ich bin gern in der Natur und beobachte dort alles mögliche. Aber ich bin kein „Schießjäger“. Natürlich werde ich auch mal das ein oder andere Tier erlegen, aber das ist nicht vorrangig“, sagt Link.

Jens Burmester

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