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Ein „Markttreff“ für Bargfeld-Stegen?

Bargfeld-Stegen Ein „Markttreff“ für Bargfeld-Stegen?

Bürger planen in einer Werkstatt die Nahversorgung und das Ortszentrum mit - Land muss Antrag bewilligen.

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Der Supermarkt in Bargfeld-Stegen ist seit knapp zwei Jahren geschlossen.

Quelle: Fotos: B. Albrod

Bargfeld-Stegen. Die Gemeinde Bargfeld-Stegen möchte einen „MarktTreff“ an Stelle des leer stehenden Supermarktes im Ort einrichten. Damit soll eine Lücke in der Nahversorgung geschlossen werden: Seit fast zwei Jahren gibt es keinen Lebensmittelhändler mehr in dem Dorf mit 2960 Einwohnern. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten sind mindestens acht Kilometer entfernt. Hinter dem Konzept „MarktTreff“ steht das Land Schleswig-Holstein, das dadurch Ortszentren im ländlichen Raum schaffen will, die ähnlich wie Tante-Emma-Läden neben der Grundversorgung auch der Kommunikation dienen. An der Gestaltung des „MarktTreffs“ und parallel dazu der des Ortszentrums sollen die Bürger beteiligt werden. Am 7. November gibt es deshalb eine erste „Offene Bürgerwerkstatt“, bei der jeder seine Ideen einbringen kann.

LN-Bild

Bürger planen in einer Werkstatt die Nahversorgung und das Ortszentrum mit - Land muss Antrag bewilligen.

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Bürgerwerkstatt

Wie soll unser Dorf einmal aussehen? Was erwarten wir vom Ortskern? Das sind Fragen, die am 7. November in der 1. offenen Bürgerwerkstatt in Bargfeld-Stegen beantwortet werden sollen.

Start ist 19.30 Uhr im „Lieblings“.

„Seit der Supermarkt geschlossen hat, gibt es keine Möglichkeit mehr für den Kauf von Grundnahrungsmitteln im Ort“, erklärt Bürgermeister Andreas Gerckens (CDU). „Das Gebäude steht jetzt leer, gehört aber wie auch das Grundstück einem Privatmann. Die Gemeinde kann da nichts erzwingen.“ Allerdings habe man über eine Veränderungssperre festgelegt, dass das Grundstück ausschließlich für einen Lebensmittelmarkt genutzt werden dürfe. Dabei hätten Gespräche aber gezeigt, dass Bargfeld-Stegen innerhalb eines Netzes von Supermarkt-Ketten liege und da in ein Loch falle, das kein Anbieter schließen wolle. „Deshalb wollen wir uns um einen ,MarktTreff’ bewerben.“

Dafür müssen verschiedene Bedingungen erfüllt werden. Gerckens: „Bis zu 750 000 Euro Fördergeld stehen zur Verfügung.“ Zwar gilt das Konzept eigentlich nur für Orte bis zu 2500 Einwohner. „Gespräche mit dem Land haben aber ergeben, dass die Grenze gelockert wird“, teilte Gerckens am Mittwoch bei der Gemeindevertretersitzung in Bargfeld-Stegen mit. Hier wurden auch die Ergebnisse des Standort-Checks vorgestellt: Ein „MarktTreff“ darf nur da entstehen, wo nicht wesentlich in die Konkurrenz zu anderen Anbietern eingegriffen wird. In Bargfeld-Stegen werden die Kriterien erfüllt.

„Denkbar wäre ein kleiner Lebensmittelladen unter Einbeziehung der Hofläden in der Umgebung, um Biolebensmittel anzubieten, der Bäcker im Mittelweg könnte dazu ziehen, dazu kämen Dienstleister wie eine Poststelle, Blumenladen oder ein Jugendtreff“, so Gerckens weiter. „Der Markt muss wegen der Konkurrenz qualitativ gut sein.“ Die Studie hat rund 870 000 Euro Umsatz im Jahr aus Jersbek, Bargfeld-Stegen und Nienwohld als Einzugsgebiet ermittelt. Die Gemeinde müsste Haus und Grundstück kaufen, so dass rund 500 Quadratmeter zur Verfügung stünden. „Laut Gutachten spricht für das Konzept, dass die B 75 direkt am ,MarktTreff’ vorbei führt, so dass auch ein Mittagstisch für Durchreisende vorstellbar ist.“ Die Gemeindevertreter sprachen sich einstimmig dafür aus, bei der Aktivregion Mittel für eine Machbarkeitsstudie zu beantragen.

Allerdings steht die Einigung mit dem Eigentümer noch aus. „Wir sind immer im Gespräch“, versicherte Gerckens. In Stormarn wäre das der erste „MarktTreff“, die Pläne dafür sind in Stapelfeld wieder aufgegeben worden. In Todendorf und Tremsbüttel waren die Kriterien dafür nicht erfüllt worden.

Bettina Albrod

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