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Stormarn Ein Sandfang soll den Poggensee sauber halten
Lokales Stormarn Ein Sandfang soll den Poggensee sauber halten
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20:18 11.03.2016

Problem erkannt: Auch die anderen Mitglieder des Oldesloer Umwelt- und Energieausschusses teilen die Sorge von Hans Jochim Stolten (CDU), dass bei größeren Überschwemmungen im Herbst und Frühjahr zu viel Schlick und Sand in den Poggensee gerät. Was die Lösung anbelangt, so gehen die Meinungen indes auseinander.

Wie berichtet, schlägt Stolten vor, den See mit einer Rückstauklappe zu versehen, um den Rückfluss schmutzigen Bachwassers bei höheren Pegeln zu verhindern. Nur so funktioniere dann auch der Tiefenabfluss ganzjährig, der für die Belüftung des Sees sorge. Andere Mitglieder des Gremiums plädieren allerdings für den Einbau eines Sandfangs, um die Verschmutzung einzudämmen.

Ausschussvorsitzender Wilfried Janson (Grüne) etwa bestreitet, dass der Tiefenabfluss tatsächlich das ganze Jahr über funktionieren muss. Nur in den wärmeren Monaten sei er unbedingt erforderlich.

Denn dann sinke das kältere Wasser, das eine höhere Dichte habe, auf den Seegrund ab und werde dort nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff angereichert. Hinzu komme, dass sich dann in diesen unteren Schichten Nitrate, Phosphor und andere Nährstoffe sammelte. „Im Herbst und Frühjahr haben die Überschwemmungen sogar einen positiven Effekt. Das Wasser vermischt sich stärker und wenn etwas abfließt, gelangen auch mehr Nährstoffe hinaus als hinein“, erklärt Janson. Mit einer Rückschlagklappe bleibe diese reinigende Wirkung aus.

Janson hält es deshalb für sinnvoller, einen Sandfang in die Poggenbek einzubauen, um bei Hochwasser ein Zurückströmen des Schmutzes in den See zu verhindern. Denn dann funktioniere das sonst bestehende Gefälle in Richtung Bach nivelliert und die Fließrichtung kann sich in Richtung Poggensee umkehren.

Ein Beschluss wurde im Umweltausschuss allerdings noch nicht gefasst. Zur nächsten Sitzung soll der Planer eingeladen werden, um Details zum Bau des Sandfangs und zu den Kosten darzulegen. Stolten hatte kritisiert, dass das Projekt zu teuer wird. Nach Ausführungen der Verwaltung soll die Genehmigungsplanung 20 000 Euro kosten, die Herstellung des Sandfangs 60000 Euro und die Ingenieurleistungen noch einmal 10 000 Euro. Die Frage steht nun im Raum, ob diese technische Lösung nicht günstiger zu haben ist.

Von dvd

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