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Ein tiefer Riss geht durch die Dorfpolitik in Barnitz

Barnitz Ein tiefer Riss geht durch die Dorfpolitik in Barnitz

Hans-Joachim Schütt und Hans-Jürgen Rienhoff sitzen sich unversöhnlich gegenüber.

Barnitz. Kritik und Vorwürfe: Das Verhältnis zwischen den beiden mächtigsten Männern in der Barnitzer Kommunalpolitik war schon in der Vergangenheit nicht das beste. Zum Auftakt der neuen Legislaturperiode kam es nun zum Eklat, als der bisherige stellvertretende Bürgermeister Hans-Jürgen Rienhoff von der Wählergruppe Bürger für Barnitz (BfB) den im Amt bestätigten

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„Herr Schütt hat mich in der Vergangenheit nicht akzeptiert. Ich habe mit ihm nichts mehr zu regeln.“ Hans-Jürgen Rienhoff, BfB

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Bürgermeister Hans-Joachim Schütt von der Kommunalen Wähler-Vereinigung (KWV) nicht ernennen wollte.

Schütt war während der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung in geheimer Wahl mit sieben Stimmen in seinem Amt bestätigt worden — das ist die Zahl der Gemeindevertreter, mit denen KWV (5) und CDU (2) präsent sind. Die BfB bringt es auf vier Mandate. Deren Orts- und Fraktionsvorsitzender Rienhoff hätte als bisheriger erster stellvertretender Bürgermeister die Aufgabe übernehmen sollen, Schütt erneut zum Bürgermeister zu ernennen. Doch das tat Rienhoff nicht. „Ich habe das verweigert, weil Herr Schütt mich in der Vergangenheit nicht akzeptiert hat“, sagte der Kommunalpolitiker den LN. Und weiter: „Wenn ich eine Fehlhandlung begangen habe, tut es mir leid. Aber ich konnte das nicht, ich habe mit ihm nichts mehr zu regeln.“

Nach den Worten Rienhoffs, der in den vergangenen zehn Jahren Schütts erster Stellvertreter gewesen war, hatte ihn der Bürgermeister nie an wichtigen Gesprächen beteiligt. Und wenn Schütt als Mitglied des Amtsausschusses verhindert gewesen sei, hätte Rienhoff als sein Stellvertreter aus Barnitz nicht an den Sitzungen teilgenommen — den Platz hätte mit dem Vorsitzenden des Bauausschusses ein anderes KWV-Mitglied eingenommen.

„Das Verhalten von Herrn Rienhoff beweist einen mangelnden Respekt vor demokratischen Umfangsformen. Und dass unser Verhältnis nicht das beste ist, ist kein Geheimnis“, so Schütt. Auch als stellvertretender Bürgermeister habe Rienhoff nicht an Entscheidungsprozessen teilhaben müssen: „Er hat keine besonderen Rechte, und ich muss ihn auch nicht mehr mit einbeziehen als andere Gemeindevertreter.“ Das stellvertretende Mitglied für den Amtsausschuss des Amtes Nordstormarn werde aus der Mitte der Gemeindevertretung gewählt — und dies sei Hans-Heinrich Rahn-Marx (KWV) gewesen.

„Herr Schütt hatte vor der Kommunalwahl erklärt, nicht wieder für die Gemeindevertretung kandidieren zu wollen. Später kam dann der Rücktritt vom Rücktritt“, sagte Rienhoff. Er habe nach den bisherigen Erfahrungen mit Schütt nicht noch eine Legislaturperiode „das mitmachen wollen. Ich muss für mich auch in den Spiegel schauen können“. Offensichtlich hatte auch kein anderes BfB-Mitglied Interesse daran, jetzt als Stellvertreter für Schütt anzutreten. Rienhoff dazu: „Es gab keinen anderen Kandidaten aus unserer Wählergruppe.“

„Wir hätten Herrn Rienhoff auch gar nicht gewählt“, sagte Schütt. „Ich habe im Vorfeld der Kommunalwahlen erklärt, nicht wieder kandidieren zu wollen. Dann jedoch hat es Umstände gegeben, die dazu führten, dass ich wieder antrete.“ Dies sei im Übrigen auch der BfB bekannt gewesen. Rienhoff selbst, so Schütt weiter, habe vor 13 Jahren als Bürgermeister zurücktreten müssen:

„Das hat er offensichtlich nicht verwinden können.“

Weil die BfB keinen Kandidaten für das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters nominierte, wurde jetzt Horst Gehrke (CDU) gewählt. „Die Fronten sind verhärtet, und die beiden müssen wieder zueinander finden“, meinte Gehrke. Er hoffe, dass es in Barnitz weiterhin eine sachorientierte Politik mit entsprechenden Entscheidungen der gesamten Gemeindevertretung geben werde.

Übrigens: Ernannt wurde Schütt schließlich vom bisherigen zweiten stellvertretenden Bürgermeister Hans Buck (CDU).

Michael Thormählen

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