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Eine Lobby für die Jugend: Jetzt startet der Wahlkampf

Bad Oldesloe Eine Lobby für die Jugend: Jetzt startet der Wahlkampf

Lange Zeit hatte die Jugend keine eigene Lobby in der Kreisstadt. Fünf junge Oldesloer erweckten den Kinder- und Jugendbeirat wieder zum Leben, steckten andere mit ihrem Elan an. Die Folge: Zur Wahl des neuen Gremiums haben sich jetzt 13 Kandidaten beworben.

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Diese jungen Leute sowie ein weiterer Bewerber wollen Sprachrohr der Kinder und Jugendlichen in Bad Oldesloe werden.

Quelle: Foto: Von Dahlen

Bad Oldesloe. Nicht alle können aber in den Beirat einziehen. Laut Satzung ist die Zahl der Sitze auf neun beschränkt. Deshalb wird in der Zeit vom 21. bis 23. November an einigen Schulen sowie am „Juze“ in Bad Oldesloe gewählt. Das Prozedere folgt hoch offiziellen Regeln, vergleichbar mit einer Kommunalwahl. Das verleiht den Mitgliedern des Beirats auch das Recht, die Stimme in den politischen Gremien der Stadt zu erheben, um für eigene Interessen einzutreten.

Das war nach den Erfahrungen des amtierenden Beirats nicht immer leicht. „Wir sind des öfteren an Grenzen gestoßen und mussten erst einmal die Strukturen kennenlernen, wie hier Politik gemacht wird“, berichtete etwa Svea Müller (17) in einer Vorstellungsrunde der Kandidaten. Sie stellt sich wie der Beiratsvorsitzende, David Zilesch, erneut zur Wahl. „Aber lasst Euch nicht verunsichern, auch wenn Ihr mal anderer Meinung seid. Es hat aber großen Spaß gemacht, sich zu engagieren“, ermutigte sie ihre Mitbewerber, nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Sehr erfolgreich sei das Kino-Projekt im Travebad gewesen. Dort habe der Beirat die meisten Kinder und Jugendlichen ansprechen und begeistern können.

Svea Müller ließ nicht unerwähnt, dass die Mitarbeiter des Sachbereichs Jugendarbeit von der Stadt eine sehr große Stütze waren, um wieder einen funktionstüchtigen Beirat in der Stadt zu etablieren.

Auch jetzt begleitet Kathrin Stehr die Vorbereitungen für den Wahlkampf, der demnächst in die heiße Phase übergehen soll. Im Vorfeld begleitete sie die jungen Oldesloer zu einer Infoveranstaltung in Kiel, wo das Prozedere der landesweit zeitgleich angesetzten Wahlen für Kinder- und Jugendbeiräte in ganz Schleswig-Holstein erläutert wurde.

Alle Wahlberechtigten zwischen 12 und 21 Jahren haben schon eine Wahlkarte zugeschickt bekommen, die zur Stimmabgabe im Schulzentrum, der Schule am Masurenweg (SAM) oder der Jugendfreizeitstätte zu genau festgelegten Zeiten berechtigt. „Wir werden dort mit mobilen Wahllokalen präsent sein. Im Bürgerbüro ist aber auch schon jetzt Briefwahl möglich“, sagt Boris Bouchon, Sachbereichsleiter Jugendarbeit. Vertreter der Verwaltung und vom Bildungs- Sozial- und Kulturausschuss bilden den Wahlvorstand und nehmen die Stimmzettel entgegen. Am Abend des 23. Novembers werden sie ausgezählt und die Gewinner bekanntgegeben.

Um die Gunst der Wähler bewerben sich die Oldesloerinnen Irina Schmidt (18), Roshin Rechid (14), Svea Müller (17) und Najat Tabakh(13) sowie Lili-Marie Sander (13) aus Rümpel. Die Jungen sind mit acht Kandidaten in der Überzahl. Auch unter ihnen gibt es Bewerber aus den Umlandgemeinden – eine Regelung, die erst unlängst nach einer Satzungsänderung ermöglicht wurde. So treten Klemens Kerssenbrock (16) aus Travenbrück und Lennard Hamelberg (15) aus Seth an. Direkt aus Bad Oldesloe sind David Zilesch (19), Daniel Japs (16), Peter Lange (16), Joel Bashandy (13), Thor Damm (13) und Mohammad Tabakh (20).

Die Beteiligung bei der jüngsten Beiratswahl lag bei 30 Prozent. Damit das Echo dieses Mal größer ist, verteilen die Kandidaten an den Schulen Plakate mit Angaben zu ihrer Person und ihren Zielen. An der Schule am Masurenweg hat es, wie Leiter Matthias Welz berichtet, auch schon eine Infoveranstaltung gegeben. „Ich freue mich sehr, dass Ihr Euch bewerbt und engagieren wollt. Eure Vorgänger haben schon viel bewirkt“, lobte Bürgermeister Jörg Lembke die Kandidaten. Er riet ihnen, sich auch auf eine zweite Amtszeit hin zu orientieren, um die Früchte ihres Engagements ernten zu können. Damit spielte er auf das Projekt StreetWorkout am Exer an, das vor langer Zeit von Jugendlichen angeschoben wurde, aber bis jetzt noch nicht realisiert werden konnte.

Von Dorothea von Dahlen

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