Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Eiszeit-Museum im alten Speicher?
Lokales Stormarn Eiszeit-Museum im alten Speicher?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:17 07.04.2016
Anzeige
Ahrensburg

. Sigrid Kuhlwein (SPD), Vorsitzende des Schul-, Kultur- und Sportausschusses beim Kreis Stormarn, könnte sich den alten Speicher in Ahrensburg als Ort für ein Archäologisches Museum vorstellen.

Dort könnten die Fundstücke aus der Zeit der Rentierjäger im Ahrensburger Tunneltal gezeigt werden. Ausgrabungen hatten die Stätte als eine einzigartige Fundstätte zur Rentierjägerkultur bestätigt.

Zuvor hatte sie bereits angeregt, eine Machbarkeitsstudie zu einem Museum oder einem Erlebnisort auf den Weg zu bringen. Im Kreis der Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte des Kreises Stormarn fand ihr Vorschlag am Dienstag breite Zustimmung. „Die Funde im Ahrensburger Tunneltal gehören zu den wichtigsten in Europa“, erklärte Burkhard von Hennigs, ehemaliger Kreisbaudirektor in Stormarn. „Aber die Menschen können dazu nur in Schleswig etwas erfahren, weil die Funde in Schloss Gottorf liegen.“ Für einen dermaßen wichtigen kulturellen Schwerpunkt müsse es auch einen Ausstellungsort nahe des Fundgebietes geben.

„Für mich persönlich ist so ein Projekt vorstellbar“, erklärte Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach, „man muss aber abwarten, ob die Stadtverordneten das Projekt mittragen. Zunächst einmal müsste der Kreis zu einer Entscheidung kommen und dann an die Stadt herantreten.“ Für den Speicher hinter dem Kulturzentrum Marstall gegenüber dem Schloss, den die Stadt kürzlich zurück gekauft hat, liege noch keine konkrete Nutzung vor. Das 120 Jahre alte, als erhaltenswert eingestufte Gebäude hatte die Stadt 1999 für eine Million Mark an das Parkhotel verkauft. Die geplante Hotelerweiterung wurde jedoch nie realisiert. Deshalb nutzte die Stadt jetzt ihre Rückkaufoption nach zehn Jahren.

Ein großer Teil der Kosten konnte über das Städtebau-Förderungsprogramm finanziert werden. Für ein Museum hofft Sigrid Kuhlwein auf Zuschüsse beispielsweise von Kulturstiftungen und der EU.

Bettina Albrod

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Oldesloes Geschäftsleute sind alarmiert.

07.04.2016

Den Start der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst wollen Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am kommenden Montag ...

07.04.2016

Reinfelder Therapie-Theater braucht neuen Platz für sein Equipment.

07.04.2016
Anzeige