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Stormarn Elektriker sortiert Schwerdtfeger-Nachlass
Lokales Stormarn Elektriker sortiert Schwerdtfeger-Nachlass
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20:28 15.07.2016
Praktikant Arvid Hagge an seinem Arbeitsplatz. Quelle: S. Walter/hfr
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Bad Oldesloe

Die Zeit vergeht wie im Fluge: Anfang Juni kam Arvid Hagge als Praktikant für fünf Wochen ins Stormarner Kreisarchiv. Der gelernte Elektriker wollte mal etwas ganz Neues ausprobieren: „Ich interessiere mich für Geschichte und Familienforschung und finde den Beruf schon länger sehr spannend. Nun passte es zeitlich und ich dachte mir, versuch es mal“, sagt der 21-Jährige.

Als Familienforscher hat man schon eine gewisse Vorahnung von den Vorgängen in einem Archiv, aber wie viele und welche Arbeiten hier genau zu verrichten sind, das ahnte auch er nicht. Gespräche mit der Verwaltung führen, welche Akten übernommen werden und die anschließende Bewertung der Akten, das sind die ersten Schritte im Archiv. Danach folgen dann die Reinigung der Akten, das Verpacken in spezielle Archivmappen und die Vergabe von Signaturen und natürlich das erfassen in der Datenbank. „Das Verpacken der Akten war etwas ganz Neues für mich. Ich wusste gar nicht, wie viel Arbeit dahintersteckt“, berichtet Arvid. Auch einfache Verwaltungsaufgaben gehören dazu, wie zum Beispiel das Verfassen von Vermerken und das Beantworten von Nutzeranfragen.

Gleich in der ersten Woche hat Arvid begonnen, den Nachlass des Klaus-Dieter Schwerdtfeger aus Trittau zu ordnen. Der Bestand des Eisenbahnforschers umfasst rund 16 000 Aufnahmen. Es werden zunächst nur das Entstehungsdatum und der Ort, an dem das Foto entstand, in die Datenbank eingetragen. Eine wichtige Aufgabe hierbei ist, private Fotografien mit einer Sperrfrist zu versehen, um die persönlichen Schutzrechte zu wahren. Klaus-Dieter Schwerdtfeger hat ab den 1960er Jahren viele Bahnhöfe, Gleisabschnitte und Lokomotiven in Stormarn, anderen Teilen Deutschlands und sogar im Ausland dokumentiert und somit einen sehr wertvollen Bestand an Farbdias hinterlassen.

Um die Recherche im Bestand noch einfacher zu machen, müssen die Bilder in einem späteren Arbeitsschritt noch genauer inhaltlich beschrieben werden. Kreisarchivar Stefan Watzlawzik freut sich über die Unterstützung des Praktikanten: „Wir sind einen großen Schritt weiter. Für alle, die sich für Eisenbahn in Stormarn interessieren, ist dies eine wertvolle Quelle.“

LN

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