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Eltern unzufrieden mit Ferienmodell

Bad Oldesloe Eltern unzufrieden mit Ferienmodell

Das derzeit praktizierte Modell der Ferienbetreuung stößt auf Kritik bei den Eltern der Oldesloer Stadtschule. Sie beklagen, dass ihre Kinder nicht in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, sondern auf fremde Grundschulen ausweichen zu müssen. Die Verwaltung prüft, ob die Schüler eine eigene Betreuung bekommen.

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420 Kinder besuchen die Oldesloer Stadtschule, die – so Marion Cornehl – Großartiges leistet bei der Integration von jungen Migranten.

Quelle: Foto: Von Dahlen

Bad Oldesloe. Das derzeit praktizierte Modell der Ferienbetreuung stößt auf Kritik bei den Eltern der Oldesloer Stadtschule. Sie beklagen, dass ihre Kinder nicht in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, sondern auf fremde Grundschulen ausweichen zu müssen. Der Plan sieht vor, dass alle Ferienkinder im Herbst die Klaus-Groth-Schule besuchen, im Sommer die Grundschule West und im Frühling Stadtschule.

LN-Bild

Verwaltung prüft, ob Kinder der Oldesloer Stadtschule eine eigene Betreuung bekommen.

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Als Vorsitzende des Elternbeirats macht sich Marion Cornehl dafür stark, dass eine andere Regelung eingeführt wird. „Wir sind als Familie nicht betroffen, da ich mich selbst zu Hause um die Kinder kümmere. Aber ich bin Sprachrohr aller anderen Eltern“, sagt sie. Und für die Kinder der Stadtschule sei das aktuelle Modell in der Tat eine große Zumutung. Sie würden während der Ferien komplett aus ihrem sonst vertrauten Bereich herausgerissen. Nicht nur, dass sie sich an jeweils neue Orte gewöhnen müssten, auch das Personal sei ihnen völlig fremd. Während die Kinder der beiden anderen Schulen im normalen Betrieb schon von Erziehern der Oase betreut würden und ihnen diese also bekannt seien, müssten sich die Mädchen und Jungen der Stadtschule komplett umstellen. Da sie eine gebundene Ganztagsschule besuchten, würden sie außerhalb der Ferien von städtischem Personal betreut. Abgesehen davon sei es auch ein logistisches Problem. Denn in der Ferienzeit gebe es kaum Busverbindungen.

Zur relativ zentral gelegenen Grundschule West zu gelangen sei immer noch möglich, aber berufstätige Eltern, die kein Auto hätten, seien kaum in der Lage, ihre Schützlinge vor der Arbeit noch zur Klaus-Groth-Schule zu bringen.

Laut Marion Cornehl geht es insgesamt um zehn bis 20 Kinder, die in den Ferien versorgt werden müssen. „Unser Wunsch wäre es, dass sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können und sich das städtische Personal um sie kümmert“, sagt sie. Um das Begehren publik zu machen, übergab sie den Mitgliedern des Oldesloer Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses (BSKA) unlängst eine Liste mit Unterschriften der betroffenen Eltern.

„Ich fand es etwas unglücklich, dass die Eltern fordern, anstatt sich an den Ausschuss zu wenden mit der Bitte, prüfen zu lassen, ob es nicht anders geht“, sagt Angela Fehrmann, die für die CDU im BSKA sitzt. Es sei sicher zielführender, sich nicht so massiv in Position zu bringen. Ob dem Wunsch der Eltern entsprochen werden könne, müsse letztlich vom Gesichtspunkt der Praktikabilität geprüft und aufbereitet werden.

Ausschussvorsitzender Matthias Rohde von den Freien Bürgern für Bad Oldesloe (FBO) findet den Wunsch der Eltern überzogen. „Ich weiß nicht, ob sich das mit dem vorhandenen Personal realisieren lässt.

Denn die städtischen Angestellten brauchen ja auch Urlaub“, gibt er zu bedenken. Für zehn bis 20 Kinder der Stadtschule jetzt eine zusätzliche Betreuung zu organisieren, sei ein Heidenaufwand.

Die Sozialdemokraten wiederum zeigten Verständnis für den Wunsch der Eltern. „Man sollte ihren Bedarf nicht einfach vom Tisch wischen. Frau Cornehl schließlich hat viele Unterschriften beigebracht“, sagt BSKA-Mitglied Torben Klöhn (SPD). Nun sei es an der Verwaltung, zu prüfen, wie man den Argumenten der Eltern gerecht werden könne. „Es ist eben die Frage, ob man immer nur in eine Richtung denkt oder mal nach Alternativen sucht“, sagt Klöhn.

Auf Antrag der SPD-Fraktion, die mit acht Ja-Stimmen und drei Enthaltungen angenommen wurde, soll die Verwaltung nun prüfen, ob es eine praktikable Lösung für das Problem der Ferienbetreuung gibt.

 Dorothea von Dahlen

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