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Stormarn Ernährungs-Docs beraten in Ahrensburg
Lokales Stormarn Ernährungs-Docs beraten in Ahrensburg
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22:02 12.01.2017
20 Naturheilkundler präsentieren sich bei den Gesundheitswochen in Ahrensburg. Quelle: Fotos: B. Albrod/m. Wilfling (hfr)
Ahrensburg

Im Rahmen der „Gesundheitswochen 2017 – Spektrum der Naturheilverfahren“ sind sie am 26. Januar in der Stadtbücherei zu Gast. Der Termin ist ausgebucht, aber ein weiterer soll folgen. Freie Plätze gibt es dagegen noch für alle Angebote, die vom 16. bis zum 28. Januar zu verschiedenen Themen rund um Naturheilverfahren gemacht werden.

Netzwerk soll entstehen

Zusammenarbeit ist Ziel der Gesundheitswochen, indem aus der Vortragsreihe ein Netzwerk mit gegenseitigem Austausch entstehen soll. Das Programm gibt es online unter www.ahrensburg.de.

Über 20 Heilpraktikerinnen, Ernährungsberaterinnen oder Psychotherapeutinnen sind dabei, um mit Vorträgen ihr Fachgebiet zu erklären. Auch zwei Schulmediziner, die Naturheilverfahren anbieten, sind mit im Boot. Zum Abschluss gibt es einen „Markt der Möglichkeiten“ am 28. Januar in der Stadtbücherei Ahrensburg, bei dem Interessierte sich über die verschiedenen Arten der Heilbehandlungen informieren können. „Es gibt in der Region eine Fülle von naturheilkundlichen Verfahren, die angeboten werden“, erläutert Andreas Bäuerle, Leiter der Ahrensburger Volkshochschule, die Gesundheitswochen, die die VHS in Kooperation mit Stadtbücherei, Flora Forum und der Naturheilpraxis Christiane Brüwer erstmals in Ahrensburg anbietet.

20 Referenten stellen ihre Verfahren vor wie „Klopfakupressur“, „Naturheilkunde für Schul- und Lernprobleme“, „Dagegen ist ein Kraut gewachsen“, „Die Kraft der inneren Bilder“ oder „Computergesteuerte Regulationsmedizin und ThetaHealing“. Begleitet wird das Programm von einer Wanderausstellung zum Thema Giftpflanzen mit einem Quiz. Wo die einen Naturheilkunde skeptisch sehen, berufen sich andere auf verblüffende Heilerfolge. „Die klassische Schulmedizin wird heute durch Naturheilverfahren ergänzt“, erklärt der Arzt Dr. Jörn Reckel, der sich seit 30 Jahren auf den Darm spezialisiert und ein Buch dazu geschrieben hat. „Moderne Schulmedizin behandelt nur die Symptome, wichtig ist es, die Ursachen eines Leidens herauszufinden.“ Die Zusammenhänge möchte er den Patienten erklären.

Eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen steht als Konzept dahinter und will ein Gegengewicht zu einer Medizin setzen, in der dem Arzt pro Patienten nur wenige Minuten zur Untersuchung bleiben.

Maya Kersten, Psychologin und Heilpraktikerin, verweist auf die naturwissenschaftlich orientierte Gesellschaft von heute. „Westliche Menschen tun sich mit Naturheilkunde schwer, das Wissen der weisen Frauen ist mit der Inquisition verloren gegangen“, sagt sie. „Was indigenen Völkern erhalten geblieben ist, fehlt in unserer Welt.“

 Bettina Albrod

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