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Erntezeit: Biker besonders gefährdet

Bad Oldesloe Erntezeit: Biker besonders gefährdet

Auch Motorradfahrer genießen das Wetter und die schöne Landschaft in Stormarn. Appelle von Polizei und Kreisbauernverband: Gegenseitige Rücksichtnahme von allen Verkehrsteilnehmern ist nötig.

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Nach dem tödlichen Unfall eines 28-jährigen Motorradfahrers in Schlamersdorf bitten Polizei und Kreisbauernverband alle Verkehrsteilnehmer um gegenseitige Rücksichtnahme.

Quelle: Fotolia (Symbolbild)

Bad Oldesloe. „Das war ein schlimmer Zufall, weil auf der anderen Straßenseite ein zweiter Trecker stand, der auf das Feld wollte.“ Auch der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes, Hans-Joachim Wendt, zeigt sich tief erschüttert über den Tod eines 28-jährigen Motorradfahrers. Der junge Mann war auf der Landesstraße 83 bei Sühlen ums Leben gekommen. An dem schrecklichen Unfall waren zwei landwirtschaftliche Fahrzeuge beteiligt.

Nach den bisherigen Ermittlungen war der 28-Jährige in Richtung Sühlen mit seinem Krad der Marke Suzuki unterwegs. Ein 18 Jahre alter Mann wollte mit seinem landwirtschaftlichen Gespann von einem Feld nach rechts in Richtung Sühlen abbiegen. Der Biker versuchte, auszuweichen und kam dabei auf die Gegenfahrbahn. Hier prallte er in einen wartenden landwirtschaftlichen Zug eines 19-Jährigen. Der Kradfahrer wurde bei dem Zusammenstoß so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen erlag.

„Mir ist auch nicht wohl dabei, wenn ich mit meinem Trecker vom Feld auf die Straße einbiege. Gerade auch dann, wenn durch einen Knick die Sicht sehr eingeschränkt ist“, gestand Stormarns Bauernchef ein. Dieser Bereich sei oft nur schwer einzusehen, weil es vor dem Fahrersitz eine langen Motorblock gebe: „Man muss da ganz vorsichtig sein. Der Trecker ragt etwas auf die Straße, bevor der Fahrer sie überhaupt einsehen kann.“ Vorgeschrieben sei auch, dass es einen Einweiser auf der Straße geben müsse, wenn der vordere Bereich eines Landwirtschaftliche Fahrzeuges über eine bestimmte Länge hinausgehe. Dies sei aber bei den meisten Traktoren nicht der Fall, so Hans-Joachim Wendt.

Er selbst war bisher nicht an einem Verkehrsunfall beteiligt: „Da habe ich immer Glück gehabt.“ Doch der Vorsitzende und auch der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, Peter Koll, sind sich bewusst, dass es gerade in der warmen Jahreszeit immer zu brenzligen Situationen kommen kann – gerade die landschaftlich reizvollen Strecken seien bei Motorradfahrern besonders beliebt. Doch hier sind fast zeitgleich auch die großen und langsamen Erntefahrzeuge unterwegs. „Wir weisen unsere Mitglieder immer wieder darauf hin, Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen“, so Peter Koll.

Wichtig sei auch, dass Landwirte ihren Reinigungspflichten nachkämen, wenn sie mit ihren Treckern und Anhängern die Fahrbahnen verschmutzten.

Kreis- und Landesstraßen übten in Stormarn eine große Anziehungskraft auf Motorradfahrer aus. Dabei sei aber wichtig, dass die Tempolimits eingehalten werden, wie Hans-Joachim Wendt und Peter Koll betonten. Und diese Hinweise sollten auch noch in den kommenden Wochen beachtet werden – zurzeit laufe die Kartoffelernte, dann folgten Mais und Zuckerrüben. „Bis Mitte Oktober sind wir unterwegs“, erläuterte Peter Koll.

„Gerade zur Erntezeit ist mit einem erheblichen landwirtschaftlichem Verkehr zu rechnen. Alle Verkehrsteilnehmer sollten deshalb besonders aufmerksam sein“, betonte Kathrin Bertelsen, Sprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg, die auch für den Kreis Stormarn zuständig ist. Zahlen zu Fast-Zusammenstößen von Erntefahrzeugen und Bikern gebe es allerdings nicht. Dies seien subjektive Einschätzungen.

Einer der mit seinem Motorrad besonders vorsichtig fährt, ist der Oldesloer Martin Dittmar: „Ich genieße die Touren, und da kommt es nicht darauf an, ob ich fünf Minuten später oder früher am Ziel bin.“ Wichtig sei, sich nicht immer auf die eigene Vorfahrt zu verlassen: „Was nützt mir, dass ich im Recht war, aber im Krankenhaus liege?“ Auf jeder engen Straße könne jetzt auch ein Trecker unterwegs sein.

 Michael Thormählen

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