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Esylux will mit natürlichem Licht den Büroalltag aufhellen

Ahrensburg Esylux will mit natürlichem Licht den Büroalltag aufhellen

Grüne Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz und Jürgen Trittin informierten sich bei dem Ahrensburger Unternehmen, das Produkte für mehr Energieeffizienz entwickelt.

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Optimale Verhältnisse für optimales Arbeiten: (v. l.) Entwicklungschef Claudius Noack mit Jürgen Trittin und Konstantin von Notz im Showroom.

Ahrensburg. Wenn durch die große Kuppel des Berliner Reichtagsgebäudes das Sonnenlicht in den Plenarsaal fällt, dann müssten die Bundestagsabgeordneten eigentlich besonders motiviert und kreativ sein – das jedenfalls ist der Grundgedanke des Ahrensburger Unternehmens Esylux, das die Energiesituation in Gebäuden verbessern will. „Biologisch wirksames Licht steigert Vitalität und Konzentrationsvermögen“, erläuterte Entwicklungsleiter Claudius Noack.

LN-Bild

Grüne Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz und Jürgen Trittin informieren sich bei dem Ahrensburger Unternehmen, das Produkte für mehr Energieeffizienz entwickelt.

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Der Wissenschaftler stellte gemeinsam mit den Geschäftsführern Peter Kremser, Oliver Segendorf und Jürgen Kitz den beiden Grünen-Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz und Jürgen Trittin das Konzept des international tätigen Mittelständlers vor. „Das Licht, das wir auf den Markt bringen, soll sich dem Tageslicht annähern“, sagte Oliver Segendorf. Und dafür gebe es gute Gründe, die auch durch die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien untermauert würden. Nach den Worten von Claudius Noack machen beispielsweise Schüler, die unter einem biologischen Licht lernen, weniger Fehler als Schüler, die in ihren Klassenzimmern die üblichen Lampen vorfinden.

Esylux setzt dabei moderne Steuerungssysteme ein. Bei ausreichendem Tageslicht kann die Beleuchtung in Räumen reduziert werden. Im anderen Fall, so Claudius Noack, könne zusätzliches Licht Mitarbeiter in Büros aktivieren: „Wir stellen den Mensch in den Mittelpunkt. Und es gibt bereits Untersuchungen, nach denen biologisches Licht in Krankenhäusern die Heilungschancen von Patienten verbessert.“

Das Ahrensburger Unternehmen richtet seinen Fokus auf Nicht-Wohngebäude – und davon existieren in Deutschland rund drei Millionen. Dabei gehe es nicht nur um die eine verbesserte Lichtsituation, auch die Energie müsse weit konsequenter genutzt werden, wie Oliver Segendorf betonte. Seit rund 20 Jahren sei der Stromverbrauch in Deutschland unverändert geblieben: „Mit unserer Technologie könnten bis zu 80 Prozent des Strombedarfs in Bürogebäuden eingespart werden. Damit wären zwei Atomkraftwerke überflüssig.“ Mit Hilfe von Präsenz- und Bewegungsmeldern könne die Beleuchtung im Büro geregelt werden – selbst an einzelnen Arbeitsplätzen. „Da braucht niemand mehr darauf zu achten, dass das Licht ausgeschaltet wird. Das passiert von allein. Und die Klimaanlage wird auch so geregelt, wie es sinnvoll ist“, so Oliver Segendorf.

Jürgen Kitz sprach sich für gewerbeübergreifende Allianzen aus – Investitionen in Gebäuden für Fenster, Dämmung oder Präsenzmelder sollten gemeinsam geplant und umgesetzt werden. Peter Kremser wies auf einen weiteren finanziellen Aspekt hin: Ausgaben im Bereich der Energieeffizienz hätten sich für den Auftraggeber nach drei Jahren amortisiert.

Doch viele Unternehmen rechneten nach den Feststellungen von Jürgen Trittin immer noch anders. „Deren Einkäufer nehmen weiterhin das Billigste“, sagte der ehemalige Bundesumweltminister. Die Technik sei stets weiter entwickelt als die aktuelle Anwendung. Jürgen Kitz wünschte Änderungen der Rahmenbedingungen mit Hilfe einer steuerlichen Förderung. Auch wenn innerhalb der Grünen dieses Thema teilweise kontrovers diskutiert werde – für Jürgen Trittin „ist eine Steuerersparnis das wichtigste Förderungsinstrument, denn nur wer Geld hat, kann auch investieren“.

Ein Mittelständler auf dem globalen Markt

250 Mitarbeiter beschäftigt Esylux an seinem Standort in Ahrensburg, An der Strusbek. Hier ist das Unternehmen seit 1993 ansässig. Produziert werden Präsenz- und Bewegungsmelder, Außenleuchten und Rauchmelder sowie Steuerungssysteme. Qualifizierte Mitarbeiter werden selbst ausgebildet, auch ein Dualer Studiengang ist möglich.

17 Handelspartner gibt es weltweit, dazu zwölf Tochterunternehmen. Esylux könnte nach Angaben der Geschäftsführung auch von TTIP, dem Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Nordamerika profitieren – falls es denn noch käme. Denn gerade die USA hätten einen Markt mit einem großen Potenzial, um Energie effizienter zu nutzen.

 Michael Thormählen

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