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Ferienpass: Stadt verschickt keine „Bettelbriefe“ mehr

Bad Oldesloe Ferienpass: Stadt verschickt keine „Bettelbriefe“ mehr

Der Rotstift ist gespitzt. In den politischen Gremien von Bad Oldesloe wird um jeden Euro gerungen. Auch die Mitglieder des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses übten sich im Spagat, den Etat zu konsolidieren, dabei wichtige freiwillige Aufgaben aber nicht zu vernachlässigen.

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„Diese Bettelbriefe sind in höchstem Maße bedenklich.“ Jörg Lembke Bürgermeister

Bad Oldesloe. Um finanzielle Unterstützung hatte der Verein Frauen helfen Frauen gebeten, der Opfern von Vergewaltigung und Misshandlung einen Notruf sowie eine psychosoziale Betreuung bietet.

 

LN-Bild

„Was haben Sie denn reingeschrieben in die Firmen-Briefe?“ Annika Dietel SPD-Stadtverordnete

Gleichstellungsbeauftragte Marion Gurlit hatte sich dafür verwendet, einen Basisbetrag von 26 000 Euro zu gewähren, der über in den nächsten fünf Jahre jeweils um zwei Prozent erhöht werden sollte.

„Wir konnten uns von der guten Arbeit des Vereins überzeugen und würden den Antrag unterstützen“, sagte Annika Dietel (SPD). Auch er schätze die Leistung von Frauen für Frauen, pflichtete Bürgermeister Jörg Lembke ihr bei, räumte aber ein, der Verein sei ebenso für andere Kommunen tätig, so dass auch diese etwas beisteuern könnten. Gisela Bojer als Vertreterin des Vereins gab an, die Stadt Reinfeld habe eine Unterstützung abgelehnt. Stellungnahmen vom Kreis und der Stadt Bargteheide stünden noch aus. Dem Fünfjahres-Vertrag stimmten die Ausschussmitglieder letztlich zu, einer jährlichen Erhöhung der Summe jedoch nicht.

Auf den Prüfstand kam auch der Kulturetat. Der Entwurf für 2018 enthält unter anderem 10 000 Euro zur Anschaffung einer Tonanlage für das Oldesloer Bürgerhaus. „Es wird am häufigsten für politische Veranstaltungen genutzt und ist am schlechtesten ausgestattet“, merkte Kulturmanagerin Inken Kautter an. Sie wurde gebeten, eine preisgünstigere Variante vorzuschlagen. Auf Wunsch einiger Bürger, sind zudem 7000 Euro für Bildern eingeplant, mit denen die Wände des KuBs dekoriert werden sollen. Laut Kautter wird oft kritisiert, dass es dort wie auf dem Krankenhausflur aussieht. Mit diesem Posten erklärten sich die Ausschussmitglieder einverstanden.

Stirnrunzeln rief zunächst hervor, dass der Ansatz für die Miete von Räumen im KuB von vormals 30 000 Euro auf 7000 Euro zurückgefahren wurde. Hinrich Stange (FBO) fragte, ob es Pläne gebe, die Einnahmen zu steigern. „Wenn wir das Recht hätten, das KuB lukrativ zu vermieten, könnten wir viel Geld verdienen“, entgegnete Inken Kautter. Doch die grundlegende Idee des Hauses sei es, ein Zentrum für die Allgemeinheit zu sein. Deshalb hätten auch alle Vereine und Institutionen der Stadt Priorität bei der Miete. Erst, wenn alle Anfragen hiesiger Nutzer befriedigt seien, könnten der Saal oder andere Räume auch von Externen gebucht werden. Das gesamte „Kulturpaket“ wurde letztlich einstimmig angenommen, ebenso wie die Pläne der Sachbereiche Volkshochschule und Bibliothek – Letztere ohne vorherige Debatte.

Zur Sprache kam auch, dass sich die Verwaltung neuerdings nicht mehr direkt an Unternehmen wendet, um Mittel für den Ferienpass einzuwerben. „Diese Bettelbriefe sind in höchstem Maße bedenklich. Wir sind schließlich eine Behörde“, sagte Bürgermeister Jörg Lembke. Natürlich dürfe die Stadt Spenden entgegennehmen, aber das geschehe auf freiwilliger Basis und nicht durch offensives Auftreten und Einwirken auf die Unternehmen. Annika Dietels Frage: „Was haben Sie denn reingeschrieben in die Briefe?“ sorgte für Heiterkeit. Lembke setzte nach mit der Bemerkung, das Image der Stadt bessere sich nicht, „wenn wir Drückerkolonnen durch die Straßen schicken. Ein entscheidendes Argument gegen die Briefe führte Boris Bouchon, Leiter des Sachbereichs Jugendarbeit, an. Die Briefaktion stelle einen immensen Arbeitsaufwand dar, abgesehen von den Kosten, die die Spenden fast aufzehrten.

Von Dorothea von Dahlen

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