Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Ferienpass und Jugendtreff: So wird der Sommer zum tollen Erlebnis
Lokales Stormarn Ferienpass und Jugendtreff: So wird der Sommer zum tollen Erlebnis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:41 20.08.2017
Basteln mit dem Ferienpass. Auch Katharina (l.) und Maya nutzen die interessanten Angebote. Quelle: Fotos: M. Thormählen
Anzeige
Reinfeld

„Das bringt richtig Spaß“, sagen Katharina (9) und Maya (7). Die Schwestern sind bei einer Aktion des Reinfelder Ferienpasses aktiv und bei den Bastelarbeiten fleißig – kleine Schachteln sollen mit bunten Bildern verziert werden. „Wir haben das Angebot für Grundschüler verstärkt, und das wird sehr gut angenommen“, zieht Jugendpflegerin Katrin Göhlert eine erste Bilanz. Auch während der unterrichtsfreien Zeit herrscht Trubel im Jugend- und Freizeittreff.

Zur Galerie
Mit vielen Angeboten wird für Kinder in Reinfeld die Ferienzeit noch schöner gestaltet. Und auch im Jugendtreff herrscht zurzeit großer Trubel.

Eigentlich hätte die Stadt in diesem Jahr keinen Ferienpass auflegen dürfen. Reinfeld befindet sich in einer so genannten Interimswirtschaft – das heißt, freiwillige Leistungen wie etwa eine Ferienpassaktion sind gestrichen. Doch Bürgermeister Heiko Gerstmann setzte sich dafür ein, und die Kommunalaufsicht des Kreises Stormarn gab auch noch ihre Zustimmung.

Und die Kinder und Jugendlichen danken es ob ihres großen Interesses. Die Erkundung des Hühnerhofes an der Bundesstraße 75 sei auf eine tolle Resonanz gestoßen, sagt Katrin Göhlert. Zum ersten Mal unterstützt der Travenhof das städtische Ferienprogramm. „Dafür haben wir noch einen weiteren Termin. Die Kinder können selbst erleben, wo die Eier herkommen“, so die Jugendpflegerin.

Um Impressionen aus der Natur geht es auch bei der vom Hegering Reinfeld-Zarpen organisierten Wildbeobachtung. Die Kinder im Alter ab acht Jahren sind abends mit einem Jäger im Revier unterwegs. Sie können dabei verschiedene Wildtiere kennenlernen. „Das ist total toll“, meint Katrin Göhlert. Erfreulicherweise seien jetzt schon Jungen und Mädchen bei den Aktionen dabei, deren Mütter selbst die damaligen Ferienprogramme in Anspruch genommen hatten.

Die Reinfelder Jugendpflege in den Räumen am Bischofsteicher Weg kann sich dabei auf eine große Unterstützung durch die Immanuel-Kant-Schule verlassen. Bereits vor dem Start in die großen Ferien, wenn die neuen Fünftklässler in der Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe angemeldet werden, gibt es nach den Worten von Katrin Göhlert die ersten Hinweise, doch auch mal bei den Kursen des Ferienpasses vorbei zu schauen. „Glücklicherweise sind viele Kinder dabei, die immer wieder kommen. Sie haben die Angebote des Ferienpasses kennen und schätzen gelernt“, lautet die Erfahrung der Jugendpflegerin. Dankenswerterweise werden auch die diesjährigen Aktionen von Vereinen und Institutionen unterstützt.

Aber nicht nur bei Terminen mit den Themen „Rund um die Frisur“, „Erste Hilfe für Kinder“ oder einer Fledermaus-Nacht im Naturerlebnis Grabau sind die jungen Reinfelder hellwach – sie besuchen auch in diesen Wochen in Scharen den Jugendtreff im Obergeschoss des Mensagebäudes. Während der Schulzeit halten sich bis zu 60 Besucher in den Räumen auf.

Die Einrichtung soll jetzt mit reduzierten Öffnungszeiten auskommen, weil Katrin Göhlert sich vor allem um die Veranstaltungen des Ferienpasses kümmern muss. „Es gibt ungewöhnlich viel Zulauf im Jugendtreff. Diese große Resonanz spielt dem Wunsch nach erweiterten Räumlichkeiten und einem möglichen offenen Jugendzentrum in die Hände“, sagt die Jugendpflegerin. Dies müsse auch personell begleitet werden und bedeute mehr Aufwand von Seiten der Stadtverwaltung.

Wie berichtet, sollen die Kinder der Erich-Kästner-Schule in Räumen der nahen Gemeinschaftsschule unterrichtet werden. Die dann von den Schüler nicht mehr genutzten Klassenzimmer könnten dann in ein Jugendzentrum umgewandelt werden. Diese Pläne können allerdings erst umgesetzt werden, wenn die Reinfelder Interimswirtschaft nach der Vorlage einer Eröffnungsbilanz und der Verabschiedung eines städtischen Haushaltes beendet werden kann.

Und auf diese Handlungsfreiheit warten nicht nur die Stadtverordneten. Bis es so weit ist, steht für die Jugendpflege das aktuelle Ferienprogramm im Mittelpunkt – leider auch mit einer Absage. Die für den 22. August geplante Fahrradtour, die zum Bauspielplatz in Bad Oldesloe führen sollte, muss ausfallen. „Ich kann nämlich nicht dabei sein, weil mein Fahrrad gestohlen wurde“, sagt Katrin Göhlert.

Stormini kommt 2018 nach Reinfeld

Eigentlich ist Reinfeld als Karpfenstadt bekannt – doch im kommenden Jahr kommt noch der Zusatz Kinderstadt dazu. Denn Stormini wird im Sommer 2018 ihre Zelte aufschlagen. Die Organisatoren haben sich bereits einen Eindruck verschafft, wenn die Kinder ihr Leben selbst in die Hand nehmen – zumindest für die Dauer einer Woche. Bürgermeister Heiko Gerstmann und eine Delegation aus Reinfeld besuchten die jüngste Kinderstadt in Reinbek. Rund 250 Mädchen und Jungen aus Stormarn und eine fast gleich große Zahl an Betreuern werden im Juli 2018 Stormini in Reinfeld bewohnen. Ihre Zelte werden vermutlich auf den Gelände am Bischofsteicher Weg aufgestellt. Die Beköstigung erfolgt in der Turnhalle. Rund 100 Kinder aus Reinfeld werden vermutlich dabei sein.

 Michael Thormählen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige