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Ferientermin-Chaos nervt Eltern

Bad Oldesloe Ferientermin-Chaos nervt Eltern

Initiative „Eltern für Eltern“ beklagt mangelnde Absprachen von Kitas und Schulen. Vorfreude auf die Ferien - bei vielen Eltern in Bad Oldesloe kann davon keine Rede sein. Für sie kommt die Vorbereitung auf die schöne Zeit im Jahr eher einer Nervenprobe gleich. 

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Sebastian Schulz von der Initiative Eltern für Eltern mit Antje Richartz und ihren beiden Kindern Magnus und Helene. FOTO: VON DAHLEN

Bad Oldesloe. Familien mit Kindern im Krippen-, Kita- und Schulalter müssen Organisationstalente sein, um sicherzustellen, dass ihre Schützlinge betreut werden können, während sie selbst keinen Urlaub haben.

Personalnot

Kitas am Limit! Der Aktionsbündnis der Kita in Schleswig-Holstein präsentiert eine Studie zu Personalausfällen am Dienstag, 22. November, ab 13 Uhr im Hohen Arsenal in Rendsburg. Demnach fehlen Fachkräfte, Ausfälle durch Krankheit sind programmiert.

„In der Krippe geht das Drama schon los“, sagt etwa Antje Richartz vom Verein Eltern für Eltern. Als ihr Sohn Magnus noch den Elementarbereich des Kindergartens besuchte, kam die jüngere Schwester in die Krippe. Beide Einrichtungen hatten übers Jahr andere Schließzeiten. Ganz extrem erlebten die Richartz den Übergang von der Kita zur Schule ihres Sohns. Der Kindergarten schloss in der letzten Juliwoche und an den ersten beiden Augustwochen. Die Schule öffnete aber erst am 1. September. Da er noch nicht eingeschult war, hatte er noch keinen Anspruch auf eine Ferienbetreuung. Diese Zeitspanne zu überbrücken war eine große Herausforderung.

„Mein Mann und ich, wir sind beide berufstätig und die Großeltern wohnen nicht in der Nähe. Wenn man den Familienurlaub nicht getrennt verleben will, steht man vor einem Problem“, erklärt Antje Richartz. In der Not sprangen mal ihre Eltern, mal die ihres Mannes ein. Schiefgehen darf dabei nichts. „Man macht sich ständig Sorgen. Wenn das Telefon geht, denkt man oft, es ist vielleicht etwas passiert. Denn die Eltern sind auch nicht mehr so fit“, sagt die junge Mutter.

Seit Magnus die Schule besucht, hat sich die Lage nicht wirklich entspannt. Zwar freut es Antje Richartz, dass die Kita der Tochter in der ersten Sommerferienhälfte schließt. Doch gerade dann wird in Bad Oldesloe die Ferienbetreuung für Schulkinder angeboten. Für die restlichen drei Wochen müssen die Richartz wieder die eigene Familie einspannen, damit Magnus den Tag über nicht allein ist.

Als Mitglied der Initiative Eltern für Eltern weiß Antje Richartz inzwischen, dass es vielen Müttern und Vätern in Bad Oldesloe so ergeht. Bei einer Online-Umfrage, an der sich 227 Personen beteiligten, haben 90 Prozent angegeben, dass sie während der Ferien und Schließzeiten auf eine Betreuung angewiesen sind. Der größte Bedarf bestand bei Eltern mit Kindern, die jünger als fünf Jahre alt sind. „Wir setzen die Befragung fort bis Ende des Jahres“, kündigt Sebastian Schulz an, der bereits fürs Bürgermeisteramt kandidiert hat und sich innerhalb der Initiative um politische Themen kümmert. Zudem seien Gespräche mit den Trägern geplant, um einen gemeinsamen Konsenz zu finden.

Auf das Problem angesprochen findet Carsten Geyer, Geschäftsführer der beiden Kita Stoppelhopser, klare Worte. „ Man kann es keinem recht machen“, sagt er. Dass zwischen Ende der Kita-Zeit und Einschulung ein Leerlauf liege, ergebe sich draraus, dass die Ferien von Jahr zu Jahr anders liegen. In der Kita beginne die Aufnahme neuer Kinder stets mit dem neuen Wirtschaftsjahr, also am 1.

August, aber gestaffelt, um den Kleinen die Eingewöhnung zu erleichtern. Pro Gruppe würden nur zwei Kinder aufgenommen. Die Schließzeit und damit diese Phase nach hinten zu verschieben sei nicht zumutbar.

Aus seiner Warte liegt das Problem woanders. „Wenn wir mehr Personal hätten und die Verfügungszeit auf 50 Prozent erhöht würde – ähnlich wie bei Lehrern – brauchten wir keine Schließzeiten“, sagt er.

„Kitas sind komplett unterfinanziert. Das ist eine Katastrophe. Aber keiner sagt was. Die Pädagogen halten durch und steuern auf den Burnout zu.“ Laut Geyer hat sich deshalb die Initiative „Am Limit“, die nächste Woche eine Studie zur Personalsituation an Kitas vorstellen wolle. dvd

LN

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