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Stormarn Feuer in Bargteheide - Wohnblock im Traberstieg evakuiert
Lokales Stormarn Feuer in Bargteheide - Wohnblock im Traberstieg evakuiert
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08:58 08.01.2013
Quelle: jeb

Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in Bargteheide: „Zunächst löste die Leitstelle in Bad Oldesloe um 22.44 Uhr nur „Feuer Mittel“ aus“, erklärt Feuerwehreinsatzleiter Sven-Arne Werner.

Doch 13 Minuten später wurde Vollalarm gegeben und die Stufe „ManV 2“ (Massenanfall von Verletzten oder Betroffenen Stufe 2) ausgelöst. Damit wurden nicht nur weitere Wehren aus der näheren Umgebung alarmiert, sondern auch der Leitende Notarzt (LNA), der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) und die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Kreises Stormarn in Marsch gesetzt.

Während sich die Feuerwehrfahrzeuge in der Bahnhofsstraße und im Traberstieg aufbauten und zur Verfügung hielten, fuhren die SEG-Einheiten auf den Parkplatz eines nahe gelegenen Einkaufsmarktes.

Unterdessen aber lief vor dem Wohnblock im Traberstieg die Evakuierung der Bewohner auf Hochtouren. Doch das gestaltete sich durchaus schwierig. Über die Drehleiter und über angelehnte Steckleitern suchten Feuerwehrkräfte an den Fenstern des Wohnblocks nach Bewohnern, die sich in ihren Wohnungen aufhielten.

Gleichzeitig gingen Feuerwehrkräfte unter Atemschutz gegen den Brandherd im Keller des Gebäudes vor. Ein schwieriges Unterfangen, da Keller und auch Treppenhaus sowie Flure in der betroffenen Haushälfte stark verqualmt waren. Der dichte Rauch drang auch über die Kasematten der Haushälfte nach draußen.

Insgesamt 50 Wohneinheiten gibt es in dem zweigeschossigen Wohnblock im Traberstieg Nummer sieben. 36 Bewohner zählte die Feuerwehr, die die Anwesenden dann mit einer Liste aus dem Melderegister verglichen.

Für die Betroffenen wurde vor dem Haus ein Zelt aufgebaut, in dem die Menschen versorgt wurden. Einer von ihnen, Holger Siebert, war allein aus dem Haus gegangen, nachdem der Qualm bereits durch die Ritze seiner Wohnungstür kroch. „Ich habe mir mein blaues Handtuch genommen, mir das vor den Mund und die Nase gehalten und habe das Haus verlassen“, sagt Siebert.

Eine Frau atmete bei der Evakuierung etwas Rauch ein und hatte anschließend Probleme mit dem Kreislauf. Nach einer ambulanten Behandlung durch den Rettungsdienst ging es der Frau wieder besser.

Später wurde auch ein Feuerwehrmann mit Kreislaufproblemen ambulant behandelt. Weitere Verletzte gab es glücklicherweise nicht.

Nachdem das Feuer im Keller gelöscht und das Haus dank riesiger Lüfter wieder rauchfrei war, brachten Einsatzkräfte der Feuerwehr alles aus dem Keller nach draußen, was zuvor gebrannt hatte. Darunter befand sich auch ein Heizpilz, der aber offensichtlich nichts mit der Brandursache zu tun hatte. Die Beamten des Zentralen Kriminaldauerdienstes fanden an den Verriegelungen der Kellerverschläge deutliche Hebelspuren. Die Kellerzugänge wurden zum Einsatzende mit neuen Schlössern gesichert und der Brandort beschlagnahmt. Gestern wollten Beamte der zuständigen Ahrensburger Kripo die weiteren Ermittlungen aufnehmen.

Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens konnte die Polizei gestern noch keine Angeben machen. Die Bewohner konnten noch in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren. In der Vergangenheit war es bereits mehrfach zu Großeinsätzen wegen eines Feuers wie in dieser Nacht gekommen.

Jeb

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