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Stormarn Feuerwehr sucht neue Mitstreiter
Lokales Stormarn Feuerwehr sucht neue Mitstreiter
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20:39 30.08.2016

Wenn es nach Ingo Kersten gehen würde, dann könnten sich in den nächsten Jahren ruhig neue Familien im Ort ansiedeln. In der freiwilligen Feuerwehr, dessen Chef er seit 2001 ist, lichten sich nämlich die Reihen. „Wir können gut Nachwuchs gebrauchen“, sagt der Wehrführer.

Ingo Kersten vor dem Einsatzfahrzeug, das im Torhaus des Instituts untergebracht ist.

Das jüngste Mitglied ist gerade dem Alter der Jugendwehr in Westerau entwachsen. Dort lernen alle Jungen und Mädchen aus den Ortsteilen der Gemeinde das Rüstzeug, um später in ihrem Heimatdorf aktiven Brandschutz zu betreiben. Der 19-Jährige vermag den Altersdurchschnitt aber nicht wesentlich zu senken. Einige von Kerstens Kameraden überschreiten bald die 67 und stehen vor dem Übertritt in die Ehrenabteilung. „Wenn sich dann nichts tut, sieht es düster aus für uns. Das geht anderen auch so. Deshalb haben wir ja amtsweit viel Werbung für die Feuerwehren gemacht“, sagt der Trenthorster.

In den Abend- und Nachtstunden ergänzen sich die Feuerwehren aus den einzelnen Ortsteilen im Alarmfall. Aber lange Zeit war es gerade tagsüber ein Problem in Trenthorst, den Brandschutz zu garantieren. Zum Glück meldeten sich drei Mitarbeiter des Ökoinstituts, die in ihren Heimatorten in der Feuerwehr organisiert sind und nun mit Trenthorst eine Doppelmitgliedschaft eingegangen sind.

„Wir haben ihnen einen Satz Schutzkleidung zur Verfügung gestellt, damit sie nichts mitbringen müssen“, erzählt Kersten.

Wie wichtig die Rufbereitschaft der Feuerwehrleute im Ort ist, hatte sich kürzlich erst gezeigt, als ein Schweinestall auf dem einstigen Gut Wulmenau bis auf die Grundmauern abbrannte und viele Tiere dabei verendeten. „Das war einer der größten Einsätze im Ort, seit ich bei der Feuerwehr bin“, sagt Ingo Kersten.

Ihm zufolge stellt aber auch das Forschungsinstitut an sich eine besondere Herausforderung dar. In den Laboren lagerten Chemikalien, die im Havariefall untereinander oder auf Löschwasser besonders reagierten. Deshalb sei es möglicherweise nötig, den Löschzug Gefahrgut bei der Leitstelle anzufordern. „Denn wie bei einem Fettbrand kann Wasser das Feuer unter Umständen noch verschlimmern“, sagt Kersten. Bei „normalen“ Bränden sei die Wehr indes gut ausgestattet. Das Tragkraftspritzenfahrzeug, das aus dem Jahr 1999 stamme, habe immerhin 500 Liter Wasser für den Erstangriff an Bord.

Gern denkt Kersten an die Zeit zurück, da er und seine Leute Veranstaltungen in Trenthorst organisiert haben wie das Vogelschießen oder Laternenumzüge. „Heute wohnen hier ja nicht mehr so viele Kinder. Deshalb haben wir das eingestellt“, sagt der 41-Jährige. Die Funktion, Feste auszurichten, hat inzwischen der Förderverein vom Trenthorster Institut übernommen, wobei es keine reinen Dorffeste sind, sondern meist Veranstaltungen mit Gästen von außerhalb.

LN

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