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Stormarn Filmemacher dreht „Stormarn 150“
Lokales Stormarn Filmemacher dreht „Stormarn 150“
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18:24 08.07.2017
Rolf Schwarz ist mit Kamera im Kreis unterwegs und hält Typisches aus Stormarn für seinen Film fest. Quelle: Foto: B.albrod
Rehhorst

Der Held des Films sieht gut aus, ist vielseitig und auch noch reich: Der Kreis Stormarn spielt die Hauptrolle in einer Dokumentation, die der Filmemacher Rolf Schwarz (53) aus Rehhorst aus Anlass des 150. Kreisgeburtstages gerade dreht. „Ich hatte gelesen, dass der Kreis Jubiläum hat, und da hatte ich die Idee, einen Film über Stormarn zu machen“, sagt Schwarz. Er erstellte ein Konzept, stellte sich beim Kreis vor und bekam den Auftrag. „Der Film wird ein Kaleidoskop“, beschriebt Schwarz sein Vorgehen, „viele Menschen kommen darin zu Wort, die im Kreis eine Rolle spielen.“

Premiere in Bargteheide

Auf Initiative der Kreiskulturabteilung wird in Kooperation mit Regisseur Rolf Schwarz aus Willendorf ein Filmportrait über Stormarn entwickelt. Der Film soll als generationsübergreifendes Projekt entstehen. Premiere hat er am 6. Oktober im Kleinen Theater in Bargteheide bei „Stormarn Kino Tage“.

Künstler, bekannte Persönlichkeiten, Orte, Politiker – kleine Einzelepisoden beantworten die Frage: „Was ist für Sie Stormarn?“. Die Frage hat der Filmemacher unter anderem Kreispolitikern gestellt, er war damit im KuB, in der Trittauer Wassermühle, bei der Solidarischen Landwirtschaft in Zarpen, bei der Flüchtlingshilfe in Ahrensburg oder beim Archiv. „Ich verzichte auf einen Kommentar im Off und lasse die Menschen im Film selber zu Wort kommen“, so Schwarz. „Es soll kein Geschichtsfilm werden, sondern einer, der im Hier und Jetzt gedacht ist.“ Die Geschichte spielt höchstens eine Nebenrolle, beispielsweise, wenn an den ersten Landrat in Reinbek erinnert wird oder an die Schneekatastrophe im Norden. „Damals war die Kreisleitstelle ganz neu, gerade mal zwei Monate alt, und hatte gleich sehr viel zu tun. Ich habe einen Augenzeugen gefunden, der damals dabei war.“

Und was ist für ihn selber Stormarn? „Die Natur“, antwortet Schwarz, der vor zehn Jahren von Lübeck nach Rehhorst gezogen ist. „Hier lebt man in einer herrlichen Landschaft. Ich habe erst über die Recherche gemerkt, was für ein gutes Klima im Kreis herrscht, und ich lerne sehr viele Menschen kennen.“ Allen voran Kreiskulturreferentin Tanja Lütje, die direkte Kooperationspartnerin ist. „Wir stimmen uns über die Themen ab. Der Kreis finanziert das Projekt.“ Gezeigt wird der fertige Film am 6. Oktober im Kleinen Theater in Bargteheide.

Für Schwarz ist es nicht ungewöhnlich, dass seine Filme im Kino laufen. Seit 20 Jahren ist er mit Beiträgen bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck vertreten, die waren auch der Auslöser für seine Liebe zum Filmen. „Ich bin Tontechniker und war vor 20 Jahren bei den Nordischen Filmtagen dabei. Von denen war ich begeistert.“ Zu Hause griff er zur Kamera und drehte seinen ersten Film „Filetstück“, eine Dokumentation über ein alternatives Wohnviertel in Lübeck. „Dann ist der Film tatsächlich bei den Nordischen Filmtagen gezeigt worden.“ Seitdem war Schwarz schon oft dort vertreten. „Wer filmen möchte, muss es einfach machen“, hat der Autodidakt gemerkt.

Mittlerweile ist er Profi, arbeitet freiberuflich als Ton- und Videomann beim Kampnagel-Theater in Hamburg und hat eine eigene Filmfirma, in der er Imagefilme, Dokumentationen und Feature-Filme dreht. Eine Stunde lang soll der Stormarn-Film werden, viele Szenen hat er schon im Kasten, die in seinem Studio geschnitten und mit Musik unterlegt werden. Dabei werden bekannte Gebäude im Hintergrund zu Komparsen. „Ich habe bei der Arbeit viel Neues im Kreis entdeckt“, erklärt Schwarz, der immer auf der Suche nach Ideen ist, „das ist ein toller Nebeneffekt.“

Bettina Albrod

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