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Finanzspritzen für gute Werke

Bad Oldesloe Finanzspritzen für gute Werke

Spendenparlament schüttete über 5000 Euro für gemeinnützige Projekte aus.

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Zuwendungen wurden ausgeteilt an (unten v.l.): Thorsten Bormann (Verein Horizonte), Petra Stunz (St. Josef), Nicole Kempe (Kita Stoppelhopser) und Sylvia Heinsohn (Hospizbewegung). Das Spendenparlament vertraten u.a. Peter Kuhlen (oben l.) und Monika Hentschel.

Quelle: Foto: Dvd

Bad Oldesloe. Das Füllhorn mit 5615 Euro Inhalt gossen am Dienstag Mitglieder des Oldesloer Spendenparlaments über gemeinnützige Projekte aus. „Es ist unglaublich, wie stark sich die Oldesloer sozial engagieren“, sagte Wulf Siebel vom örtlichen Spendenparlament. Er muss es wissen. Denn seit 20 Jahren gibt es die Organisation, die hilfsbedürftige soziale Einrichtungen finanziell unterstützt. „Und manche kannte ich vorher gar nicht“, gab Siebel zu, der für die Prüfung der Anträge zuständig ist.

Hamburger Idee

105 Mitglieder zählt das Oldesloer Spendenparlament. Die Idee stammt vom einstigen Chef des Diakonischen Werks und Landespastor in Hamburg Dr.

Stephan Reimers. Nach diesem Vorbild wurde 1998 das „Oldesloer Spendenparlament“ gegründet. Der Jahresbeitrag kostet 60 Euro.

Anberaumt war das Treffen im Café des Oldesloer KuBs. Und das hatte seinen Grund. Der Verein „Horizonte – Ambulante Hilfen“ als Betreiber gehörte selbst zu den Empfängern einer Finanzspritze und bekommt 1515 Euro zur Anschaffung einer Waschmaschine und einer Gefriertruhe. Im Café bekommen Menschen, die den Anforderungen des Arbeitsmarkts aufgrund psychischer Probleme nicht gewachsen sind, die Chance, einer Beschäftigung nachzugehen. „Die Eingliederungshilfe des Kreises hatte uns gezielt gefragt, ob wir den Betrieb als Träger eröffnen wollen“, berichtete Heilpädagoge Thorsten Bormann.

18 Klienten des Vereins können ihm zufolge beim Café mitmachen. Erste Erfolgsmeldungen habe es bereits gegeben. Teilnehmer hätten berichtet, dass die Arbeit sie wieder psychisch stabilisiert habe.

Sehr erfreut über die beim Parlament beantragten 800 Euro zeigte sich auch Petra Stunz. Die Erzieherin im Kinder- und Jugendhaus St. Josef ermöglicht 20 von den insgesamt 180 in der Einrichtung lebenden Schützlingen regelmäßigen Reitunterricht. Die Hälfte von ihnen ist inzwischen so versiert, dass sie ihr erstes Reitabzeichen absolvieren wollen. Dazu fahren sie während der Ferien nach Sarkwitz bei Scharbeutz. Nach einer Woche theoretischem und praktischem Unterricht legen sie die Prüfung ab. Dazu hatte Petra Stunz, die über eine reitpädagogische Zusatzausbildung verfügt, einen Zuschuss beantragt.

Vorstandsmitglied Detlef Martens machte zudem darauf aufmerksam, dass sich die Belegung von St. Josef im Zuge der Flüchtlingsbewegung seit Herbst 2015 verdoppelt habe und dies schon eine große Herausforderung für alle darstelle. Die Oldesloer Bevölkerung habe dankenswerter Weise sehr viel Zeit aufgebracht, um etwa beim Sprachunterricht zu helfen.

„Ja, bei uns machen Kinder und Jugendliche von fünf Nationalitäten mit“, bestätigte Petra Stunz. „Wir reden manchmal auch mit Händen und Füßen. Aber zum Glück verstehen Pferde jede Sprache.“

Über neue Turnmatten dürfen sich demnächst die 90 Mädchen und Jungen in der Kindertagesstätte Stoppelhopser im Rümpeler Weg in Bad Oldesloe freuen. Leiterin Nicole Kempe hatte einen Antrag beim Spendenparlament über 1300 Euro gestellt, um das dringend benötigte Zubehör anschaffen zu können. „Unsere alten Matten sind inzwischen zwischen 15 und 20 Jahre alt und beginnen schon an einigen Stellen zu reißen. Wir haben im Turnraum Schaukeln an der Decke hängen und zum Schutz brauchen die Kinder dringend eine weiche Unterlage“, erzählte sie.

Die höchste Zuwendung aus dem Spendenfonds von 2000 Euro erhält die Hospizbewegung Oldesloe und Umgebung. Damit soll die Ausstattung finanziert werden, die nötig ist, um die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zu verbessern. Wie Sylvia Heinsohn darlegte, ist geplant, einen Pavillon zu kaufen, eine Leinwand und Abspielgeräte.

Die Mitgliedsbeiträge und von Jubilaren zu besonderen Anlässen gestifteten Geldbeträge werden laut Wulf Siebel zwei Mal im Jahr an Bedürftige verteilt. Das Spendenparlament beschließt demokratisch, wer in den Genuss kommt.

 Dorothea von Dahlen

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