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Stormarn Fitness für Körper und Geist
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21:44 02.03.2018
Sven Hübner und Rainer Liedtke (r.) trainieren an einem frei stehenden Boxsack. Quelle: Foto: Sandra Freundt
Bad Oldesloe

Knapp sechs Jahre ist es jetzt her, dass eine kleine Gruppe von acht Personen – darunter auch Sven Hübner – in ihrer bisherigen Karateschule nicht mehr zufrieden war und einen neuen Wirkungskreis suchte. Über Frank Funk, den Abteilungsleiter der Jiu Jitsu-Sparte im VfL, fand man ein neues Zuhause. „Frank fragte mich, ob ich mir vorstellen könne, eine Karate-Sparte, die es bisher im Verein noch nicht gab, im VfL aufzubauen und gleichzeitig als Trainer zu agieren. Da hab ich spontan zugesagt“, erinnert sich der heute 48-jährige Hübner. Er selbst betreibt den Karatesport seit 1994.

„Mich fasziniert, dass ich mich bei dieser Kampfkunst mal so richtig auspowern kann, mich biegen und drehen und auf einem Bein stehen kann. Das sorgt nicht nur für ein gutes Gefühl, sondern gibt mir auch Selbstvertrauen für den Beruf“, beschreibt der IT-Manager seine Leidenschaft für den Sport. Als Träger des 2. Dan, sogenannter Nidan, darf er Prüfungen bis zum Braungurt abnehmen und plant für sich selbst, spätestens 2019 die Prüfung zum 3. Dan abzulegen.

Doch auch für seine Sparte im VfL hat sich der Vater von zwei Kindern einiges vorgenommen: „Ich würde gern ein Kangeiko durchführen“, sagt Sven Hübner. Das ist die traditionelle japanische Bezeichnung für eine besondere Winterübung: Man trifft sich an sechs Tagen frühmorgens – vorzugsweise zwischen 5.30 und 6.30 Uhr – für 60 Minuten zum Karatetraining. „Die Freude, sich selbst besiegt zu haben“, heißt das Motto dieses Kangeiko, welches mit einer Urkunde und einem Sektfrühstück abschließt. „Die beste Art, sich fit zu halten“, betont Hübner, der bereits an solch einer Kangeiko teilgenommen hat, tatsächlich mit den Füßen im Schnee. „Das würde ich heute den Teilnehmern jedoch nicht zumuten, wir würden dann in der Halle trainieren“, betont er. Da die Hallenzeiten aber genauestens eingeteilt sind, ist die Durchführung eines Kangeikos nicht so einfach. „Ich denke daher, es 2019 durchzuführen, ist realistisch, dann bleibt noch genug Zeit zum Planen.“

Sven Hüber möchte zudem mit dem Gerücht, Karate-Training bestehe nur aus Hieben und Tritten sowie sich schlagenden Gegnern, aufräumen. „Karate ist vielmehr eine Kombination aus Fitness, Gelenkigkeit, Kraft, Koordination und Gleichgewicht, stellt also insgesamt ein perfektes Training, auch für die 50 Plus-Generation dar“, betont der engagierte Trainer. Vielfältige Bewegungsabläufe in der Grundschule und den sogenannten Katas (verschiedene Kampftechniken gegen imaginäre Gegner) schulen darüber hinaus auch die „grauen Zellen“ und stärken die visuelle Merkfähigkeit.

Eine Karatestudie aus dem Jahr 2011 besagt zudem, dass sich Karate nach den Regeln des Deutschen Karateverbandes auch positiv auf die Herz-Kreislauf-Funktion ausübt und die Reaktionen verbessert.

„Man muss ja als älterer Mensch keine Fußtritte mehr in Kopfhöhe machen. Und Bretter und Steine zerschlagen wir hier schon mal gar nicht“, sagt Anke Dorl. Die 58-Jährige betreibt die Kampfkunst als „gesundheitsorientiertes Training“ und sieht es daher als seniorengerecht an. „Wir wollen einfach Spaß haben und uns fit und gelenkig halten“, beschreibt sie selbst die Trainingseinheit.

Internet: www.vfl-oldesloe.de

Training für alle

Training findet stets montags von 19.45 Uhr bis 21.30 Uhr in der Masurenweghalle in Bad Oldesloe statt. Wer den Sport ausprobieren möchte, meldet sich bei Sven Hübner unter Telefon 045 31/89 85 40 oder per E-Mail unter svenhuebner@t-online.de an.

Die Sparte besteht aus 15 Mitgliedern zwischen 29 und 59 Jahren vom Blau- bis zum Braungurt. „Davon darf man sich als Anfänger aber nicht abschrecken lassen, bei uns ist jeder willkommen, das Training wird entsprechend abgestimmt“, betont Sven Hübner.

Aufgrund seines Berufes kann der Karatetrainer nicht früher in der Halle sein, so dass es für Kinder noch keine Trainingseinheit gibt. „Das ist aber in Planung", sagt der sportbegeisterte Trainer. Daher können sich an Karate interessierte Kinder und deren Eltern gerne mit ihm in Verbindung setzen. sf

Sandra Freundt

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