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Stormarn Flieger-Gruß empört Fluglärm-Kritiker
Lokales Stormarn Flieger-Gruß empört Fluglärm-Kritiker
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18:10 04.10.2014
Bargteheide

Der Jumbo vom Typ Boeing 747-8, der seit Freitag den Namen „Schleswig-Holstein“ trägt, hat aus Werbezwecken einen Sonderflug der Lufthansa zwischen Nord- und Ostsee absolviert. Der Rundflug in möglichst niedriger Höhe führte über die zwölf Patenstädte von Jets der Lufthansa im Norden. Dazu gehören auch Lübeck, Bad Segeberg, Norderstedt und Kiel.

Geplant gewesen sei auch ein „low pass“, ein extrem niedriger Überflug des Flughafens Fuhlsbüttel, teilte die Bürgerinitiative Alstertal/Walddörfer (BAW) mit, die erst aus der Zeitung von der Aktion erfahren hatte. Die Initiative kämpft seit Jahren gegen Fluglärm und empfindet den Sonderflug als Provokation. Ein Sprecher der Lufthansa bestätigte, dass es den Flug gegeben hat.

„Ausdrücklich protestieren wir gegen diese provokante Form der Werbung und wir schlagen diesen besonderen Gruß aus und erinnern an die extremen Belastungen durch Fluglärm, insbesondere auch aus diesem Überflug“, heißt es in einer Stellungnahme von Martin Mosel, Sprecher der BAW. „Wir bitten um Aufklärung, ob und wann dieser Überflug bei der Fluglärmschutzkommission (FLSK) beantragt worden ist und wann eine Genehmigung unter welchen Auflagen erteilt wurde“, heißt es weiter. Der „Erfolg“ Einzelner werde über berechtigte Schutzansprüche Vieler gestellt, moniert die BAW.

„Ich bin über diesen Flug auch nicht informiert worden“, erklärte Hamburgs Fluglärmschutzbeauftragte Dr. Gudrun Pieroh-Joußen auf Anfrage. Der Flug habe vermeidbaren Fluglärm verursacht. Das Unverständnis der Bürgerinitiative sei nachvollziehbar.

ba

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