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Stormarn Flüchtlinge: Kreis schätzt die Zahlen ganz vorsichtig ein
Lokales Stormarn Flüchtlinge: Kreis schätzt die Zahlen ganz vorsichtig ein
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20:19 30.03.2016

Erstmals deutlich weniger Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes — doch der Kreis Stormarn stellt sich bisher noch nicht darauf ein, auch weniger Menschen aus Krisen- und Kriegsregionen betreuen zu müssen: „Ich wage zurzeit noch nicht, weitere Prognosen abzugeben“, betonte die Fachbereichsleiterin für Soziales und Gesundheit im Kreishaus, Dr. Edith Ulferts.

Fast 13000 Plätze gibt es in den zentralen Aufnahmestellen in Schleswig-Holstein, die allerdings aktuell nicht einmal zur Hälfte belegt sind. Im Februar wurden noch mehr als 2000 Flüchtlinge registriert, in diesem Monat kamen nur noch knapp 600 neu hinzu.

„Wir erfahren erst zehn Tage vorher, wie viele Flüchtlinge zu uns kommen“, sagte Edith Ulferts. Kinder und Erwachsene werden dann zur weiteren Betreuung in die Städte und Gemeinden gebracht. Die Zahlen sind sogar deutlich angestiegen. In den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres seien insgesamt 270 Flüchtlinge nach Stormarn gekommen, erklärte die Fachbereichsleiterin in der Kreisverwaltung. Dazu die Daten aus 2016: im Januar 214, im Februar 64 und mit Stand vom 23. März weitere 142: „Es sind also insgesamt 420 Flüchtlinge.“

Edith Ulferts rät auch in den Gesprächen mit Vertretern der Kommunen, „ganz vorsichtig mit den weiteren Schätzungen“ zu sein. Möglich sei, dass bisher nur wenige Flüchtlinge gekommen seien. Prognosen seien für die künftige Entwicklung sehr schwierig.

Die Fachbereichsleiterin wies außerdem darauf hin, dass der aktuelle Rückgang in den zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen nichts über die „politische Großwetterlage“ aussage. Es gebe zurzeit 50 000 Flüchtlinge, die in Lagern auf dem Balkan ausharrten. Die Zahl der Menschen in weiteren Lagern sei noch viel größer. mt

LN

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