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Stormarn Fluglärm: Elmenhorst Spitzenreiter
Lokales Stormarn Fluglärm: Elmenhorst Spitzenreiter
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20:29 17.01.2017

ist Spitzenreiter bei der Zahl der Beschwerden über Fluglärm in Stormarn: Laut einer aktuellen Statistik gab es kreisweit 51 689 Beschwerden in 2016, davon mit 28 237 die meisten aus der kleinen Gemeinde Elmenhorst mit rund 2500 Einwohnern. Auf Platz zwei liegt Ahrensburg mit knapp 20000 Beschwerden. 825 Einwendungen kamen aus Bargteheide, 535 aus Jersbek. Seit einer Gesetzesänderung wird seit Juli auch die Zahl der Beschwerdeführer erfasst. Das zeigt, dass in Elmenhorst 99 Menschen seit Juli für die hohe Zahl der Beschwerden zuständig sind.

In Elmenhorst war die Zahl der Überflüge stark gestiegen, nachdem eine Änderung der Flugrouten eingeführt worden war. Dort hat sich eine Facebookgruppe mit dem Namen „Fluglärmgeplagte Gemeinde Elmenhorst“ gebildet. „Um eines vorweg klarzustellen“, heißt es dort. „Elmenhorst beteiligt sich nicht an einem ,Klick- Krieg’ im Internet, unsere Beschwerden liegen der Behörde für Umwelt und Energie in Papierform vor! Den Umlandgemeinden ist mit den Veränderungen der Anflugrouten eindeutig zu viel aufgebürdet worden.“ Auch in Jersbek hat sich eine Initiative gegen den Fluglärm gebildet, Ahrensburg und Großhansdorf sind schon seit Jahren in der Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein aktiv.

Laut Jahresstatistik 2016, die der Hamburg Airport im Januar veröffentlich hat, ist der Fluglärm trotz steigender Passagierzahlen nicht gestiegen. „In den vergangenen zehn Jahren hat die Geräuschbelastung rund um den Hamburger Flughafen kaum zugenommen, obwohl die Passagierzahlen um fast 27 Prozent gestiegen sind“, heißt es dort. Die Lärmkontur des Dauerschallpegels bleibe auch im Jahr 2016 weiter deutlich unter der zulässigen Obergrenze von 20,39 Quadratkilometern. „Seit 1997 hat sich dieser so genannte Lärmteppich damit um rund ein Drittel verkleinert.“ Der pro Passagier verursachte Lärm sinke seit Jahrzehnten. Auch die pro Flugbewegung verursachte Geräuschbelastung sei im vergangenen Jahr um rund ein Prozent gesunken. Für 2017 kündigt das Unternehmen weitere Schritte zur Senkung des Lärmschutzes an. So soll das kontinuierliche Sinkflugverfahren erweitert werden, das für weniger Lärmbelästigung sorgt, und eine Erhöhung der nach Lärmklassen gestaffelten Start- und Landegebühren werde geprüft. ba

LN

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