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Stormarn Frau stirbt nach Wohnungsbrand
Lokales Stormarn Frau stirbt nach Wohnungsbrand
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18:37 28.09.2017
Quelle: jeb
Delingsdorf

Gegen 12.35 Uhr wurden Rettungsdienst und Feuerwehren zu einem Wohnungsbrand im Rosenweg in Delingsdorf gerufen. Feuerwehrsprecher Frank Marten gab an, dass den Wehren mitgeteilt worden sei, dass das Bett eines Pflegepatienten brennen sollte. Die ersten Einsatzkräfte rüsteten sich mit Atemschutz aus, währen dann auch schon die ersten Kräfte des Rettungsdienstes eintrafen.

Deutlich war zu sehen, dass dichter Qualm aus den Fenstern quoll. Während der Rettungsdienst einen Behandlungsplatz aufbaute, drangen die Atemschutzgeräteträger in das kleine Einfamilienhaus ein, denn es wurden noch die beiden Bewohner vermisst.

Andere Einsatzkräfte verlegten Schlauchleitungen auch in den Garten des Hauses. Dort waren von der Hitze schon die Fensterscheiben an der Terrasse geborsten. Es dauerte nicht lange, da hatten die Feuerwehrmänner die beiden Personen im Wohnzimmer des Hauses gefunden.

Leider kam für die Frau, die sie zuerst aus dem Haus holten, jede Hilfe zu spät. Sie war ihren schweren Brandverletzungen und wohl auch einer Rauchgas-Vergiftung noch vor Eintreffen der Rettungskräfte erlegen. Wenig später brachten sie auch den Ehemann nach draußen. Der 77-Jährige lebte noch und wurde sofort von den Sanitätern und einem Notarzt behandelt.

Lange Zeit kämpften die Retter um das Leben des Mannes. Auch der Rettungshubschrauber „Christoph 29“ aus Hamburg war inzwischen unweit der Einsatzstelle gelandet. Doch der ältere Mann wurde schließlich mit dem Rettungswagen unter Notarztbegleitung in die Uniklinik nach Lübeck gebracht. Auch er hat, wie seine Frau, größere Brandverletzungen und offenbar auch eine Rauchgasvergiftung.

Nachdem Beamte der Schutzpolizei erste Befragungen vor Ort durchführten, rückte später auch die Kripo aus Ahrensburg an. Doch die Kripobeamten konnten nicht in das Brandhaus, da die Feuerwehr noch zu hohe Belastungen durch Giftgase und -partikel in der Luft befürchtete. Frühestens heute Mittag wollen die Beamten nun in das Haus gehen, um nach einer möglichen Brandursache zu suchen.

Wolfgang Laatz, Wehrführer der Feuerwehr Klein Hansdorf, die ebenfalls vor Ort war, machte deutlich, dass die beiden älteren Menschen wohl mindestens 20 Minuten in dem brennenden Haus gelegen haben müssen, ehe sie von den Einsatzkräften ins Freie geholt wurden. Eine Faustregel besagt, dass man nach 17 Minuten ohne Sauerstoffzufuhr einen irreparablen Schaden am Gehirn davonträgt.
Das Delingsdorfer Brandhaus wurde von der Polizei beschlagnahmt und ein Tischler musste die kaputten Scheiben mit Holzplatten verschließen. Der Einsatz der Feuerwehr war nach etwa drei Stunden beendet.

Von Jens Burmester 

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