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Stormarn Freiwillige Feuerwehr Ahrensfelde löst sich auf
Lokales Stormarn Freiwillige Feuerwehr Ahrensfelde löst sich auf
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22:13 16.06.2017
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensfelde wollen sich der Wehr in Trenthorst/Wulmenau anschließen. Links Bürgermeisterin Petra Jürß, dahinter Amtswehrführer Albert Iken. Quelle: Foto: Jeb
Ahrensfelde

Aber auch die Mitgliederzahl ist mit derzeit 13 noch unterhalb der gesetzlichen Mindeststärke von mindestens 18 Mitgliedern. Und auch die Perspektive ist in dem 120 Seelen zählenden Ortsteil Westeraus nicht besonders rosig. Ähnlich sieht es aber auch in Trenthorst/Wulmenau aus. Auch dort gibt es zurzeit nur zwölf Aktive. Und da die Feuerwehr Ahrensfelde nicht ganz verschwinden soll, haben alle Beteiligten gemeinsam mit der Amtswehrführung zusammengesessen und mehrmals den weiteren Weg beraten.

Drei Ortswehren

Die Gemeinde Westerau hat etwa 800 Einwohner, von denen je 120 in Ahrensfelde und Trenthorst/Wulmenau leben.

Westerau hat zurzeit noch drei Ortsfeuerwehren: Westerau, Ahrensfelde und Trenthorst/Wulmenau.

Aktive Mitglieder in den Einsatzabteilungen: Ahrensfelde hat noch 13, Trenthorst/Wulmenau 12 sowie Westerau die meisten mit 34 Mitgliedern.

Die Auflösung ist nur der erste Schritt für eine Zusammenarbeit mit der Nachbarwehr Trenthorst/Wulmenau. „Es war für beide Ortsfeuerwehren ein logischer Schritt, eine Zusammenarbeit anzustreben“, erklärte der stellvertretende Amtswehrführer Bernd Link, selbst Mitglied der Feuerwehr Ahrensfelde.

Laut Brandschutzgesetz haben die Ahrensfelder ihre Auflösung bei zwei Mitgliederversammlungen im Abstand von vier Wochen bestätigt, so dass dann nun nach einer weiteren Frist von mindestens sechs Monaten in einer weiteren Sitzung offiziell die Auflösung beschlossen werden kann. Gemeindewehrführer Bernd Link freute sich, dass alle Ahrensfelder Feuerwehrmitglieder nach Trenthorst übertreten wollen.

Dort werden sie von der Freiwilligen Feuerwehr und deren Ortswehrführer Ingo Kersten mit offenen Armen empfangen. Zu Einsätzen werden schon lange alle drei Ortswehren, zu denen auch die Wehr Westerau zählt, gemeinsam alarmiert. Das Feuerwehrgerätehaus in Ahrensfelde und auch das Löschfahrzeug bleiben erhalten.

Geplant ist auch, dass im kommenden Jahr nach der Fusion ein neuer Vorstand aus Mitgliedern beider Ortswehren gewählt werden soll. Wie die Feuerwehr sich dann künftig nennt, ist noch nicht entschieden. „Der Ort Ahrensfelde sollte aber schon im Namen vorhanden sein“, so Gemeindewehrführer Link.

Amtswehrführer Albert Iken begrüßte die Initiative der Feuerwehrleute, denn sie kämen so der Aufsichtsbehörde des Kreises Stormarn zuvor, die demnächst aufgrund der nicht erfüllten Mindeststärke und eines fehlenden Wehrführers in Ahrensfelde hätte einschreiten müssen. Auch Westeraus Bürgermeisterin Petra Jürß begrüßte den Zusammenschluss.

 Jens Burmester

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