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Stormarn Freude über Fortschritt der S4
Lokales Stormarn Freude über Fortschritt der S4
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13:30 07.11.2018
Die S4 soll die stark befahrene Strecke zwischen Hamburg und Bad Oldesloe entlasten. - Quelle: Lutz Roeßler
Bad Oldesloe

Die geplante S-Bahn 4 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist vom Bund als Verkehrsprojekt mit höchster Priorität bewertet worden. Damit wurde laut CDU-Bundestagsabgeordnetem Norbert Brackmann (CDU), Wahlkreis Herzogtum Lauenburg-Stormarn-Süd, ein Durchbruch für einen zügigen Ausbau der S-Bahnlinie 4 bis Ahrensburg erreicht. Die bislang ungeklärte Finanzierungsfrage der S4 von Hamburg bis Bad Oldesloe habe damit eine entscheidende Hürde genommen, heißt es in einer Pressemitteilung dazu. Der Bund habe die Wirtschaftlichkeit des dritten Gleises von Hamburg nach Ahrensburg bestätigt. Damit werde das Projekt vom Potenziellen in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgestuft.

„Das 3. Gleis wird mittels Aufstufung in den Vordringlichen Bedarf nun vollständig aus Bundesmitteln finanziert, wodurch es aus den Investitionskosten der S4 Ost herausgerechnet werden kann“, sEntlastung, o Brackmann. Damit werde die Gesamtmaßnahme S4 Ost wirtschaftlich, eine wichtige Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung durch Fördermittel des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) des Bundes. „Mit dem 3. Gleis können sich nun Hamburg, Schleswig-Holstein, Deutsche Bahn und Bund zügig auf eine vollständige Finanzierung für die S4 Ost vertraglich festlegen.“

Bund beteiligt sich auf zwei Wegen

Da es sich bei der S4 Ost um ein Projekt mit einem Nutzen für den Fern-, Güter-, und Nahverkehr handele, sei eine eindeutige Zuordnung der Kosten zu den unterschiedlichen Verkehrsarten nicht möglich. Brackmann: „Der Bund wird sich mit der Entscheidung auf zwei Wegen an der Finanzierung der S4 beteiligen. Zum einen wird der Bund vollständig das 3. Gleis von Hamburg bis Ahrensburg mit Bundesmitteln finanzieren. Zum anderen wird der Bund seinen Anteil an den Kosten der S4 Ost über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) erbringen.“ In welchem Umfang und welcher Anteil auf Hamburg und Schleswig-Holstein entfalle, werde in einer Gesamt-Finanzierungs-Strategie festgelegt werden.

Landrat Dr. Henning Görtz begrüßt die Entscheidung. „Ich freue mich, dass die Finanzierung steht“, erklärte Görtz, „die S4 ist ein Zukunftsprojekt für Stormarn.“ Die Bahnlinie zwischen Hamburg und Lübeck sei so belastet, dass der Nahverkehr immer unzuverlässiger werde. „Auch der Hamburger Hauptbahnhof ist überlastet“, so Görtz. „Da muss es etwas ganz Neues geben. Eine moderne S-Bahn mit einer häufigeren Taktung ist das, was Stormarn braucht.“ Auch Tobias von Pein (SPD), Landtagsabgeordneter in Stormarn-Mitte, lobt die Entscheidung. „Mich freut die Entscheidung sehr. Es war von Anfang an klar, dass dieses große Projekt nur mit Unterstützung aus Berlin umgesetzt werden kann. Den Rückenwind brauchen wir. Jetzt ist wichtig, dass in der Umsetzung die Stormarner Interessen berücksichtigt werden, gerade wenn es um das Thema Lärmschutz geht.“

Für Dr. Nina Scheer, SPD- Bundestagsabgeordnete für Herzogtum-Lauenburg und Stormarn-Süd, hat die Entscheidung zukunftsweisende Bedeutung. „Die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs und damit auch die Realisierung von S-Bahnstrecken wie der S 4 beziehungsweise deren weiterer Ausbau sind zentrale Bausteine einer Verkehrswende, für bessere Luft in Ballungsräumen, eine verbesserte Mobilität und auch Teilhabe. Insofern begrüße ich die Entscheidung zur S 4.“

Gute Nachricht für Stormarn

„Die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums zum zügigen Ausbau der S-Bahn-Linie 4 bis Ahrensburg und Bad Oldesloe ist eine gute Nachricht für Stormarn und für ganz Schleswig-Holstein“, findet auch der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU) vom Wahlkreis Ostholstein-Stormarn-Nord. Mit der vollständigen Übernahme der Baukosten für den Abschnitt von Hamburg bis Ahrensburg leiste der Bund einen bedeutenden Beitrag zur Finanzierung. „Wichtig ist, dass es zügig zu einer Vereinbarung zwischen allen Beteiligten zur Finanzierung des weiteren Streckenabschnitts kommt, sodass das Projekt so zeitnah wie möglich realisiert werden kann.“ Der Landtagsabgeordnete Tobias Koch (CDU), Wahlkreis Stormarn-Mitte, meint dazu: „Die Finanzierungszusage des Bundes für den Bau des dritten Gleises zwischen Ahrensburg und dem Hamburger Hauptbahnhof ist der Durchbruch für die S4. Ohne Ausbau wäre der wachsende Verkehr auf der Route Hamburg-Kopenhagen nach der Fertigstellung des Fehmarn-Belt-Tunnels nicht zu bewältigen. Im Interesse der Pendler im Hamburger Umland hat sich der Landtag deshalb immer wieder für eine stärkere Finanzierung durch den Bund eingesetzt. Es ist phantastisch, dass diese Bemühungen jetzt von Erfolg gekrönt sind."

Konstantin von Notz, Bundestagsmitglied für die Grünen: „Wir begrüßen die Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums ausdrücklich, den Ausbau der S4 zukünftig prioritär behandeln und auch tatsächlich finanzieren zu wollen. Dafür haben wir uns als Grüne seit langem eingesetzt. Der dreigleisige Ausbau der Strecke zwischen Hamburg und Ahrensburg wird nicht nur zu einer enormen Entlastung des Hauptbahnhofs führen, er trägt auch der Erkenntnis Rechnung, dass immer mehr Pendler vom privaten Pkw auf den ÖPNV Umsteigen. Um eine ökologische und damit zukunftsfähige Gestaltung des Pendlerverkehrs zu ermöglichen, ist der Ausbau des ÖPNV im Hamburger Umland unumgänglich. Ich freue mich, dass hier ein echter Fortschritt in der Verbesserung der Pendler-Situation für sehr viele Menschen aus der Region endlich erreicht werden konnte."

Bettina Albrod

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