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Stormarn Frischzellenkur für Bad Oldesloe
Lokales Stormarn Frischzellenkur für Bad Oldesloe
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19:12 06.07.2017
Bad Oldesloe

Einen unverstellten Blick haben Studenten der Fachhochschule (FH) Lübeck auf die Problemzonen Bad Oldesloes geworfen. Was verändert werden könnte, damit die Vorzüge der Stadt sichtbarer werden, stellten die angehenden Stadtplaner jetzt der Öffentlichkeit vor.

19 Studenten der FH Lübeck stellten Vorschläge zur Verschönerung der Kreisstadt vor.

Anregungen begrüßt

Die 19 Studierenden des Studiengangs Architektur/Städtebau und Ortsplanung unter der Leitung von Prof. Frank Schwartze lassen die Anregungen der Bürger in ihre Konzepte einfließen. Sie werden später auf der Homepage der Stadt Bad Oldesloe veröffentlicht.

Viele Oldesloer interessierten sich für die Ideen der jungen Leute und beteiligten sich lebhaft an den Workshops, die sich speziellen Themen zuwandten. Nahezu alle Studenten schwärmten von der pittoresken Lage der Stadt, die von Wasser umflossen ist, bedauerten aber, dass es Gebiete gibt, in denen Flusslandschaft gar nicht erlebbar ist. Das müsste sich nach Ansicht der Studenten ändern.

So schlug eine Arbeitsgruppe vor, Stege sowie einen uferbegleitenden Rundweg anzulegen, der um die ganze Stadt herumführt. Als bislang noch nicht ausgeschöpftes Potenzial wurde zudem die Landzunge westlich vom Pferdemarkt genannt, die sich ideal als Strand zum Verweilen eigne. Von der Brücke aus sei die schöne Wassertreppe zu sehen, ein Weg führe aber nicht dort hin, hieß es.

Großen Handlungsbedarf sehen die Studenten im Norden der Stadt. Die Wegeverbindungen vom dortigen Bürgerpark in die Innenstadt zum Bürgerpark müssten verbessert und ein Areal fürs Stadtgärtnern angelegt werden. Zudem gebe es Gebäude, wie das der Telekom, das nicht mehr genutzt werde und eine Öffnung der Stadt Richtung Norden blockiere.

Kritik übten die Studenten an der unregelmäßigen Pflasterung in der Innenstadt. Sie müsse einheitlicher gestaltet werden, einschließlich des Marktplatzes, der ohnehin nicht als barrierefrei gelten könne. Für die Hagenstraße schlagen sie eine komplett plan verlaufende Ebene ohne Absätze und Bürgersteige vor, die sich Fußgänger, Radfahrer und Autos gleichberechtigt teilen. Der Omnibusbahnhof würde demnach in Richtung Apotheke vorverlegt.

Einen etwas schweren Stand hatten Adrian Macke und Aaron Memis. Ihr Vorschlag, den Parkplatz an der Hagenstraße zu bebauen, stieß auf Widerstand. „Damit killen Sie die Innenstadt“, sagte etwa der Oldesloer Lars Cornehl und legte dar, dass die Transportwege zu weit seien, wenn die Leute auf dem Markt einkaufen. Dieter Tabbert pflichtete ihm bei. „Die Hinweise sind für uns sehr gut und bringen uns weiter“, sagte Adrian Macke.

Letztlich zeigten sich jedoch Gäste alle begeistert von dem recht produktiven Nachmittag. „Ich habe die Diskussion als sehr wertig empfunden und würde mich freuen, wenn wir daran anknüpfen könnten“, lobte etwa Bauamtsleiter Thilo Scheuber.

Dorothea V. Dahlen

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