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Stormarn Fröhliche Möpse suchen ein Zuhause
Lokales Stormarn Fröhliche Möpse suchen ein Zuhause
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10:51 13.02.2016
Lieben es zu toben, obwohl sie Bandscheibenprobleme haben: „Queeny“ und „Monty“. Quelle: Bianca Grüneberg/hfr
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Bad Oldesloe

Wenn ein Mitarbeiter des Tierheims die Box von „Queeny“ (6) und ihrem Sohn „Monty“ (5) öffnet, dann sind die beiden Möpse völlig aus dem Häuschen, freuen sich wie Bolle über den Besuch eines vertrauten Menschen. Da kann es im Eifer des Gefechts schon mal vorkommen, dass ein Mops die Kurve nicht bekommt und in seinem Wassernapf landet. Oder er vor Freude ein Ködelchen verliert. „Leider haben beide Bandscheibenvorfälle, sind deshalb nicht ganz stubenrein. Und sie sind zuweilen so hippelig, dass sie sich manchmal trotz ihres Handicaps überschätzen“, erzählt Christina Wilkens, 2. Vorsitzendes des Tierschutz-Vereins. Besonders bei „Monty“ ist der Rücken schlimm in Mitleidenschaft gezogen, so dass er fast immer mit seinen Hinterläufen wegknickt. „Aber trotzdem sind die beiden fröhliche und glückliche Hunde“, sagt sie liebevoll über Mutter und Sohn.

Für das Pärchen sucht das Tierheim schon länger eine geeignete Pflegestelle. Seit September des vergangenen Jahres leben die munteren „Knautschgesichter“ im Anna-Heitmann-Weg. „Ihr Besitzer ist gestorben und in der Familie fand sich niemand, der die Tiere übernehmen wollte“, berichtet Wilkens. Seitdem bringen die Möpse mit ihrer quirligen Art immer wieder die Tierheim-Mitarbeiter zum Lachen. „Sie sind super lieb und kuscheln auch gerne.“

„Queeny“ und „Monty“ werden nur zusammen abgegeben. „Sie sind sehr fixiert aufeinander“, sagt die Tierschützerin. Ideal wäre ein ruhiges Zuhause, in dem keine anderen Tiere leben. „Mit den beiden Hunden muss man wegen ihrer Erkrankung nicht lange Gassi gehen. Darum könnten wir uns auch gut Rentner vorstellen.“ Zu weit von Bad Oldesloe entfernt sollten die Möpse ebenfalls nicht leben, da ihre medizinische Versorgung weiter in den Händen des Tierheims liegt. „Beide bekommen Physiotherapie, die sich gut auswirkt.“ Über die Medikamente, die die Vierbeiner täglich einnehmen müssen, solle man sich keine Gedanken machen. „Das kommt alles ins Futter. Das ist überhaupt kein Problem“, erzählt Christina Wilkens. „Queeny“ und „Monty“ sind nicht perfekt. „Aber sie haben es nicht verdient, für immer im Tierheim zu bleiben“, sind sich die Mitarbeiter der Tierschutzeinrichtung einig.

• Kontakt : www.tierschutz-badoldesloe.de und Telefon 0 45 31/878 88.

Verena Bosslet

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