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Frühlingserwachen in den Gärtnereien

Zarpen/Bad Oldesloe Frühlingserwachen in den Gärtnereien

Meteorologisch hat der Frühling gerade begonnen, auch wenn die Temperatufen noch im Keller sind. Aber es wird wärmer. Das ist sicher.

Susanne von Foller inmitten von Tausenden farbenfroher Frühlingsblumen: „Die Leute können um diese Jahreszeit kein Tannengrün mehr sehen.“

Quelle: Fotos: Uwe Krog

Zarpen/Bad Oldesloe. Meteorologisch hat der Frühling gerade begonnen, auch wenn die Temperatufen noch im Keller sind. Aber es wird wärmer. Das ist sicher. Volker Köhn von der gleichnamigen Gärnerei in Zarpen denkt, dass in etwa zehn Tagen die Stiefmütterchen gepflanzt werden können.

 

LN-Bild

„Die Blumen-Vielfalt“, sagt der Zarpener Gärtner Volker Köhn, „ist heute viel größer.“ Der der Großvater führte diesen Betrieb.

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Er selber und mit ihm die ganze Familie haben vor zwei Wochen begonnen, 5500 Töpfe mit Spezialerde gefüllt, um die in Kürze eintreffenden Pflanzen einzusetzen. Pönktlich zu Hauptpflanz-Zeit.

Zusätzlich bereiten sie an der Zarpener Hauptstraße in ihrem gut siebzig Jahre alten Familienbetrieb 500 Hängeampeln vor. Die ersten Geranien wurden bereits von so genannten Jungpflanzenbetrieben aus Mittel- und Süddeutschland geliefert. Und im Warmhaus treiben schon die Zwiebeln der Tulpen aus. „Nach den vergleichsweise ruhigeren Monaten Januar und Februar geht es für die Gärtnereien jetzt richtig los“, sagt der Juniorchef, der gemeinsam mit Ehefrau Tanja, mit seinen Eltern Elfriede und Hans-Jürgen Köhn auch noch mehr als hundert Gräber in Zarpen und Umgebung pflegt. Jetzt käme es nur darauf an, dass „nicht ein später Winter noch zu Problemen führt“. Vor drei Tagen beim Schneegestöber wäre es fast soweit gewesen.

Im Warmhaus der Gärtnerei von Foller beim Poggensee in Bad Oldesloe warten die Fleißigen Lieschen auf den Sommer, während sich Stecklinge wie Wandelröschen, Schneeflockenblumen, Lavendel, Fuchsien und Geranien noch unter einer Folie in winzig kleinen Töpfen kuscheln.

Die Gärtnerei besteht seit mehr als 50 Jahren. Früher war in der Kleinhofsiedlung, ist sie seit 1990 an der nach dem Ort Poggensee benannten Straße zu finden. Schrittweise ist ein großzügiger Gewächshaus-Komplex entstanden, der für Kunden begehbar ist. „Wegen der Farbenpracht und wegen des Duftes, vor allem wenn die Sonne scheint, sind wir eine Erlebnisgärtnerei“, sagt Susanne von Foller.

Ihre Hauptbeschäftigung besteht derzeit in der Konstruktion österlicher Arrangements mit Hase, Henne und Wachtelei in Schalen und Körben. Die Kunden, berichtet die Floristin, kämen in diesen Tagen, weil sie „nur Tannen nicht mehr sehen können“. Das Auge suche jetzt nach farbigen Motiven. Und die sind in allen Variationen zu haben. Von Follers Gärtner Dirk Lüth findet die Stiefmütterchen in zwei verschiedenen Farben besonders ansprechend: „Sie entstehen, indem verschiedenfarbige Samenkörner zusammengesteckt werden.“ Die Vielfalt sei heute einfach größer geworden, beschreibt der Zarpener Volker Köhn. Es gebe eben nicht mehr nur Geranien.

Und es gibt das Internet, was den Reinfelder Gärtner Michael Fischer davon abhält, Büsche und Hecken ins Angebot aufzunehmen. In den Pflanzen-Portalen würden Wünsche geweckt, die Blumen-Fischer in der Straße am Zuschlag zwingen würde, zahllose Arten vorzuhalten. Schon ohne Baumschule haben er und sein Bruder Kay Fischer alle Hände voll zu tun. „Die Pflanzzeit rollt auf uns zu“, sagen sie.

Priemeln, Perl-Hyazinten und Tulpen seien gefragt. Vor allem aber Stiefmütterchen, die früher im Freiland angebaut worden seien und heute in viel größerer Unterschiedlichkeit in Gewächshäusern gezogen würden. Und genau wie die Kollegen präsentiert das Fischer-Team seine ersten Ostergestecke. Michael Fischer glaubt allerdings, dass sein erfinderischer Bruder noch eine Besonderheit hinzufügen wird. Wie in der vergangenen Adventszeit. Da hatte er Kränze mit Autofelgen entworfen. Und mit Zünd- statt Wachskerzen.

Familien-Sinnbild

Der Name Stiefmütterchen wird so hergeleitet: Die fünf bunten Blütenblätter werden von fünf Kelchblättern getragen. Das unterste Blütenblatt sitzt auf zwei Kelchblättern, die Stiefmutter.

Links und rechts sitzen ihre zwei bunt gefärbten Töchter jeweils auf einem Kelchblatt. Die zwei oberen Blütenblätter stellen die Stieftöchter dar. Sie müssen sich mit einem Kelchblatt begnügen. In manchen Regionen glaubt man auch den Vater zu entdecken. Symbolisiert durch Griffel und Narbe sitzt er eingezwängt von Frauen in der Blütenmitte. Quelle: www.gutefrage.net

Von Uwe Krog

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