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Stormarn Fünf Chefärzte sollen Asklepios neue Strukturen geben
Lokales Stormarn Fünf Chefärzte sollen Asklepios neue Strukturen geben
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20:21 12.01.2016

Neben Patienten geben sich zurzeit auch die Handwerker in der Asklepios-Klinik Bad Oldesloe die Klinke in die Hand. „Bis Mitte 2017 werden wir alle Bauvorhaben abgeschlossen haben“, sagte Geschäftsführer Philip Wettengel (38). Dann werde sich das Krankenhaus als eine hochmoderne Einrichtung präsentieren.

Wettengel allerdings wird den Abschluss der Sanierungsarbeiten nicht mehr feiern können, denn er verlässt die Stadt Ende des Monats und wechselt zu einem anderen Klinikkonzern. Seine Nachfolge in Bad Oldesloe übernimmt Andreas Reichardt (31), der gestern bereits einen Blick auf das nächste große Projekt warf. Noch im ersten Quartel dieses Jahres werde die neue Intensivstation eröffnet, die Betten für acht Patienten habe.

Dieser Bereich wird von Dr. Rolf Busack (60) als Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin geleitet. Er hat diese Position seit 1996 inne: „Ich habe schon damals die Intensivstation aufgebaut, und jetzt folgt die neue. Wir sind hervorragend aufgestellt und ich freue mich, dass wir in einer neuen Aufstellung Gas geben können.“

Die weiteren vier Chefärzte sind erst seit wenigen Tagen oder auch Wochen dabei. Asklepios hat jetzt den Bereich der Inneren Medizin geteilt. Dr. Frank Hennersdorf (49) leitet seit September als Chefarzt die Kardiologie und die Angiologie: „Ich strebe vor allem eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen an.“ Dies sei wichtig, weil es in der Region keinen Herzspezialisten gebe. Chefarzt für Gastroenterologie ist seit Jahresbeginn Dr. Peter Wellhöner (50). Nach seinen Worten ist das Oldesloer Krankenhaus jetzt in der Lage, alle Behandlungen bei Magen- oder Darmkrebs vollständig abzusichern. Auch der neue Geschäftsführer gewinnt der Neustrukturierung der Inneren Medizin positive Seiten ab. „Wir sind modern aufgestellt und können die Versorgung für Oldesloe und Umgebung verbessern“, sagte Andreas Reichardt.

Die Chefärzte sind sich einig, die internen Strukturen der Asklepios- Klinik besser miteinander verzahnen zu wollen. Sie zeigten sich optimistisch, dass dieser Prozess innerhalb kurzer Zeit abgeschlossen sein könne. „Wir wollen die bestmögliche Versorgung unserer Patienten. Und wenn wir davon überzeugt sind, dass dies in anderen Krankenhäusern besser möglich ist, dann raten wir auch zu einer Verlegung des Patienten“, betonte Dr. Wellhöner.

Die chirurgische Abteilung wird seit Oktober von Dr. Georg Aschmotat (54) geleitet. Der Chefarzt nimmt Eingriffe an Darm, Gallenwegen und Beckenboden bis zu Bruchoperationen vor. Für den Bereich der Notfallmedizin stehen ihm zwei Oberärzte zur Seite.

Auf die Eröffnung eines Herzstückes seiner Abteilung bereitet sich Dr. Ulrich Kuipers als Chefarzt der Geriatrie vor. Noch in diesem Jahr soll der Betrieb in der Tagesklinik mit zehn Plätzen anlaufen. Kuipers kümmert sich mit seinem Team um die Versorgung älterer Patienten, die nach Operationen oder anderen Behandlungen wieder mobilisiert werden sollen. „Dabei spielt das gezählte Alter keine Rolle. Es kommt vielmehr auf das biologische an“, sagte Dr. Kuipers.

Die Klinik an der Oldesloer Schützenstraße gilt mit 182 Betten als Krankenhaus für die Grund- und Regelversorgung in Stormarn. Es gibt außerdem die Fachabteilung Orthopädie sowie die Belegabteilung Urologie. Pro Jahr werden 7000 Patienten stationär sowie 9000 ambulant behandelt. Die Pflegedienstleitung liegt seit April in Händen von Bianca Nitsche (30).

15 Millionen Euro investiert
Gründlich saniert und umgestaltet wurden Behandlungsräume und Krankenzimmer der Asklepios-Klinik in Bad Oldesloe. „Ingesamt geht es um Investitionen von 15 Millionen Euro“, erläuterte der scheidenden Geschäftsführer Philip Wettengel. Sieben Millionen Euro seien als Fördermittel vom Land gekommen, den größeren Teil habe der Klinikkonzern selbst finanziert.
Sein Nachfolger Andreas Reichardt wies darauf hin, dass Asklepios vor kurzem seine bisherigen Pflegeheime verkauft hat. Dies sei auch geschehen, um sich auf „das Kerngeschäft zu konzentrieren“. Unter anderem sei geplant, die Wirbelsäulenchirurgie als eine eigene Sektion aufzubauen. Geschaffen werde in Bad Oldesloe auch ein Inter-Mediat-Center mit 18 Betten — eine Station, die zwischen der Intensivstation und den üblichen Krankenstationen angesiedelt werde. mt

Michael Thormählen

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