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Stormarn Ganzer Waggon für Reinfelder Karpfen
Lokales Stormarn Ganzer Waggon für Reinfelder Karpfen
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20:24 01.11.2013
Jens Löper lässt die Geschichte der Bahn aufleben. Wer wusste denn schon, dass die Teichwirtschaft einen eigenen Fischwaggon hatte? Quelle: ukk
Das Museum

Neuer Garten 9 lautet die Adresse in Reinfeld, wo an diesem Wochenende das 100-jährige Bestehen des Heimatmuseums gewürdigt wird.

Heute ab 15 Uhr mit einem Empfang für geladene Gäste. Ex-Bürgermeister Diethelm Harmuth und Michael Sachse sind dabei, die ehemaligen Bürgervorsteher Detlev Andresen und Hans-Peter Lippardt. „42 Leute haben zugesagt“, berichtet Britta Lammert vom Stadtmarketing.

Ebenso hat Hans-Jürgen Schauenburg von der Firma Frank-Heimbau sein Kommen angekündigt. Die Firma hat die Seniorenresidenz am Herrenteich gebaut und unter anderem durch die Einrichtung des Mühlenmuseums im Claudius-Hof zur Kultur in der Stadt beigetragen. Anja Rademacher als Leiterin des Museums und ihre Unterstützer Bernd Prange, Walter Cohrs und Heinz Diedrichsen werden die Gäste begrüßen. Die Feierstunde heute ist ein gesellschaftliches Ereignis in Reinfeld.

Die Gäste kommen einen Tag eher in den Genuss der von Jens Löper gestalteten Sonderausstellung „Die Bahnstrecke Hamburg-Lübeck“ als die breite Öffentlichkeit. Die offizielle Eröffnung ist nämlich erst morgen um 11 Uhr.

Dazu hat Löper, der Autor eines Buches, das den gleichen Namen wie seine Ausstellung trägt, in mühevoller Kleinarbeit ein Abbild des Geschehens auf der Schiene zwischen Hamburg und Lübeck zusammengestellt. Bilder der Strecke, der Bahnhöfe und typischen Fahrzeuge, Gleispläne, Gebäudezeichnungen, Zuglaufschilder, Vergrößerungen und Modelle von typischen Zuggarnituren. Zu sehen ist ebenso, unter Glas gesichert, ein Wendezug mit der legendären Lokomotive V 200 vorneweg sowie Silberlingen und Doppelstockwagen der ehemaligen Lübeck-Büchener Eisenbahn.

Der Modellzug gleicht bis aufs Haar dem dazu gestellten Foto aus der Wirklichkeit. Und, was viele erstaunen wird, ein Modell-Waggon der Reinfelder Teichwirtschaft ist auch dabei. Vor dem Krieg war der Wagen im Einsatz. Sein Heimatbahnhof war Elsterwerda in Sachsen und diente dem Transport lebender Fische. Ein ganz besonderes Exponat schließlich erinnert an den erst im Sommer verstorbenen Günter Graf.

Kurz vor seinem Tod, berichtet Museumsleiterin Rademacher, habe der langjährige Aufsichtsbeamte und Fahrdienstleiter des Reinfelder Bahnhofs, seine alte blaue Bahneruniform und eine Schlusslaterne für Güterzüge gebracht.

Bis März zu sehen
in der Straße Neuer Garten hat bei freiem Eintritt immer sonntags von 10 bis 12 Uhr außer an gesetzlichen Feiertagen geöffnet. Die aktuelle Sonderausstellung ist bis Ende März 2014 zu sehen.

Uwe Krog

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