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Stormarn Gasalarm: Drei Leichtverletzte nach Arbeitsunfall
Lokales Stormarn Gasalarm: Drei Leichtverletzte nach Arbeitsunfall
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23:30 04.11.2016
Drei Mitarbeiter des Unternehmens wurden leicht verletzt und mussten von einem Notarzt betreut werden. Quelle: dpa
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Trittau

Einen Betriebsunfall hat sich gestern bei der Firma Rotexmedica in Trittau ereignet. Ein Angestellter hatte beim Befüllen eines Tanks die Anschlüsse verwechselt und etwa 300 Liter Lauge in einen Tank mit 200 Litern Säure geleitet. Dabei wurde eine heftige chemische Reaktion ausgelöst.

Schnell stand fest, dass es sich bei den beiden Substanzen offensichtlich um Salzsäure und zum anderen um Natriumhydroxidlösung handelte. Die Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe alarmierte neben der örtlichen Feuerwehr gleich mehrere weitere Feuerwehren sowie den Löschzug Gefahrgut(LZG) des Kreises.

„Wir wissen noch nicht, wie das passieren konnte“, sagte der Leiter der Herstellung bei Rotexmedica, Kai-Uwe Harms. Eigentlich sei das nicht möglich, da die Tanks unterschiedliche Anschlüsse hätten. Die 156 Mitarbeiter, die gerade im Haus waren, wurden allesamt zunächst in ein trockenes Lager gebracht. Nachdem der Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst beendet war, konnten sie nach Hause gehen. Von der 156 Mitarbeitern mussten allerdings fünf in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert werden. Sie alle hatten über Atemwegs- und Augenreizungen geklagt.

„Die gesamte Produktion steht seit dem Vorfall still. Alles was bisher begonnen wurde, müssen wir vernichten“, erklärte Herstellungsleiter Harms. Wie hoch der Schaden sei, konnte er noch nicht sagen.

Dass der Vorfall so glimpflich abgelaufen ist, sei auf die Sicherheitsvorkehrungen der Firma zurückzuführen, bestätigte der stellvertretende LZG-Bereitschaftsführer Matthias Stark. „Alle Sicherheitsmaßnahmen bei Rotexmedica haben gegriffen. Wir haben am Ende nur gemessen und beobachtet“, so Stark im Gespräch mit den LN.

Rotexmedica wird nun eine Spezialfirma bestellen, die das Flüssigkeitsgemisch aus Säure und Lauge abpumpen und entsorgen wird. Dann müssen die Räume auch von einer Spezialfirma gereinigt werden, ehe die Produktion im Betrieb wieder anlaufen kann. „Möglicherweise können wir am Montag die Produktion wieder aufnehmen“, so Herstellungsleiter Harms.

Für die etwa 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Löschzug Gefahrgut war der Einsatz nach eineinhalb Stunden beendet.

 jeb

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