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Stormarn Gastronachwuchs mit besten Berufsaussichten
Lokales Stormarn Gastronachwuchs mit besten Berufsaussichten
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20:41 10.08.2017
Prüfung bestanden: Es strahlen die ehemaligen Auszubildenden im Stormarner Hotel- und Gaststättengewerbe. Quelle: Fotos: Rüdiger Jacob
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Bad Oldesloe

Sie haben es geschafft: Die Mühen der Ausbildung haben sich ausgezahlt. 89 ehemalige Lehrlinge aus den Kreisen Lübeck, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg können sich jetzt mit den Berufsbezeichnungen Koch, Hotelfachkraft, Restaurantfachkraft, Fachkraft im Gastgewerbe und Fachkraft für Systemgastronomie schmücken. Eltern, Verwandte und Freunde der neuen Berufsinhaber, Lehrer und Vertreter der ausbildenden Betriebe kamen gestern zur großen Freisprechungsfeier in das Lübecker Hotel Hanseatischer Hof, Event & Congress Carrèe, wo die scheidenden Azubis immer wieder Glückwünsche und ihre IHK-Prüfungszeugnisse bekamen.

Dehoga hat Azubis der gastgewerblichen Ausbildungsberufe freigesprochen.

112 Auszubildende waren zur Prüfung angetreten. 23 von ihnen haben es nicht geschafft. Spitzenreiter bei den Durchfallern waren die Köche. Hier lag die Quote derer, die es nach drei Jahren Lehrzeit nicht gewuppt haben, bei 37 Prozent. „Keine Frage, hier muss nachgebessert werden“, sagte Ulrich Hoffmeister, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Lübeck, der ankündigte, betroffenen Ausbildungsbetrieben „zu helfen und sie zu sensibilisieren.“ Die Berufsausbildungsstandards bezeichnete Hoffmeister als die besten in der Welt. Deutsche Gastrokräfte zählten zur Spitze überhaupt.

In seinem Grußwort bedankte sich Lübecks erster stellvertretender Stadtpräsident Klaus Puschaddel (CDU) bei den neuen Fachkräften für ihr Engagement im Gastrogewerbe, welches Schleswig-Holstein beste Noten einfahre. „Das ist Ihr Beitrag“, sagte Puschaddel. Jens Musche, Dehoga-Kreisvorsitzender, bescheinigte den Ausgelernten „beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt, auch und gerade im Ausland.“ In dieses Horn stieß auch Lutz Frank, Schleswig-Holsteins Dehoga-Vizepräsident: „Glückwunsch zu Ihrem Etappensieg. Wir brauchen Euch, und zwar jeden Einzelnen“, sagte Frank mit Blick auf den allgemeinen Fachkräftemangel. „Bildet Euch aber auch weiter. Die Welt steht Euch vor der Tür.“

Bei Stefan Schwank, der seine dreijährige Ausbildung zum Koch im Forsthaus Seebergen in Lütjensee absolviert hat, war es eine der Kochsendungen, die den 19-Jährigen für den Beruf in der weißen Zunft motiviert hat. „Ich weiß noch genau, dass ich die Sendung zusammen mit meiner Oma geguckt habe“, sagt der Jungkoch, der auch in Kochkluft zur Freisprechung nach Lübeck gekommen war. „Und eigentlich war es Omas Idee, dass ich eine Ausbildung zum Koch mache“, erinnert sich Schwank augenzwinkernd. „Ja, es ist auch mal stressig“, sagt er. „Aber ich bin spätestens dann wieder locker und entspannt, wenn ich sehe, wie Gäste mit einem Lächeln das Lokal verlassen.“

Auch für Fabienne de Schepper gibt es nur „positiven Stress.“ Die 19-Jährige, die im Waldhaus Reinbek den Beruf der Hotelfachfrau gelernt hat, will hoch hinaus. Besser gesagt, weit weg: „Ich habe Pläne, auf einem großen Kreuzfahrtschiff zu fahren“, sagt de Schepper. „Jeder Tag sieht anders aus.“ Das liebt sie an ihren Beruf besonders.

LN suchen Gastgeber-Helden

Die LN suchen nach den „Helden von hier“! Der Helfer von nebenan, der Retter in der Not: Sie bestimmen, wer Ihr persönlicher LN-Held ist.

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Rüdiger Jacob

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