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Gefährlicher Job zwischen Kneeden und Steinfelder Hude

Bad Oldesloe Gefährlicher Job zwischen Kneeden und Steinfelder Hude

Manche brettern mit 100 Stundenkilometern durch die Radweg-Baustelle bei Bad Oldesloe.

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Hier wird es eng: Die Ampel auf der Bundesstraße in Höhe Kneeden ist allerdings so geschaltet, das es keine langen Wartezeiten gibt.

Quelle: Fotos: Uwe Krog

Bad Oldesloe. Eine provisorische Ampel regelt derzeit den einspurigen Verkehr in Höhe des Waldstücks Kneeden auf der B 75 bei Bad Oldesloe. Aktuell verlegen die Männer der Firma Dau aus Ludwigslust die Gosse, wie das in der Fachsprache heißt, damit das Regenwasser vom neuen Radweg abfließen kann.

Danach festigen sie den Unterbau, bevor des letzte Stück asphaltiert wird. Auf einen Fertigstellungstermin will sich Schachtmeister Norbert Jahn aber nicht festlegen. Dennoch ist davon auszugehen, dass der neue Radweg in wenigen Wochen befahrbar ist. Das etwa 800 Meter lange und zwei Meter breite Stück an der Nordseite der Bundesstraße schließt die letzte Radweglücke zwischen Bad Oldesloe und Reinfeld. Kurz vor Baubeginn bezifferte die Behörde die Kosten auf eine Viertelmillion Euro. Mit dem Bau solle die Attraktivität des Radfahrens gesteigert und dem wachsenden Rad-Tourismus Rechnung getragen werden.

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Ingolf Scherbarth bedient den Rüttler, Matthias Schmidt den Bagger.

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Für die Arbeiter ist der Job allerdings gefährlich. Statt mit gedrosseltem Tempo und vorsichtig an der Baustelle entlang zu fahren, hätten einige „bestimmt 100 drauf“, berichtet einer. Hinzu kommt, dass sie blitzschnell Lücken im Verkehrsfluss nutzen müssen, wenn Baggerfahrer Matthias Schmidt etwa um abgestellte Baufahrzeuge herumrangieren und auf die noch befahrbare Seite ausweichen muss.

Einige Autofahrer zeigten überhaupt kein Verständnis für die Ampelschaltung. Radfahrer hingegen, berichten die Arbeiter, würden freundlich grüßen. „Die freuen sich auf den neuen Radweg“, weiß

Rohrleger und Rüttlerspezialist Ingolf Scherbarth.

Erst vor zwei, drei Tagen war sogar die Polizei auf der Baustelle. Allerdings nicht wegen Fehlverhaltens von Autofahrern, sondern weil auf der Baustelle wieder Dieselkraftstoff aus einem Bagger abgepumpt worden war. 600 Liter sollen die Diebe insgesamt gestohlen haben.

Seit Sommer wird neben der Bundesstraße gebuddelt. Ist dieser Weg bis Steinfelder Hude fertig, fehlt noch ein kurzes Stück auf Reinfelder Stadtgebiet, um gefahrlos neben der Bundesstraße auf dem Drahtesel von Oldesloe nach Lübeck zu gelangen. Am Kalkgraben wird der Radler durchs Stadtgebiet geleitet. Erst ab Schiefenkamp ist das Fahren neben der B 75 wieder möglich. Auf dem fehlenden Stück werde nach Kenntnis von Bürgermeister Gerhard Horn, das Landesamt für Verkehr auch keinen Radweg bauen. Das wäre angesichts der Topographie zu aufwendig.

Hier gilt Nutzungspflicht
Im Oktober soll der neue Radweg fertig sein. Sehr zu Erleichterung vieler, die zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe per Drahtesel unterwegs sind. Das Radfahren auf der Bundesstraße 75 in dem Bereich ist lebensgefährlich. Allerdings gibt es immer noch Radler, die sich um den bereits vorhandenen Fahrradweg in Richtung Reinfeld nicht scheren. Sie fahren unverdrossen und oftmals nicht einmal am Rande weiterhin auf der Straße. Und handeln damit regelwidrig. Auf diesem Radweg gilt die Nutzungspflicht, heißt es von der Stormarner Verkehrsaufsicht. Vor allem wegen der hohen Verkehrsdichte.

Uwe Krog

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