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Stormarn Gefahrguteinsatz neben der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld
Lokales Stormarn Gefahrguteinsatz neben der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld
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11:54 29.05.2018
Quelle: Peter Wüst/RTN
Stapelfeld

Gegen 11.45 Uhr am Montag ging ein Hinweis aus der Bevölkerung bei der Polizei ein, dass ein Fass mit Gefahrgutaufklebern im Ahrensburger Weg in Stapelfeld abgestellt war. Das 50-Liter-Fass stand auf halber Strecke zwischen Alter Landstraße und dem Meiendorfer Amtsweg und in einem blauen Plastiksack verpackt.

Quelle: Polizei

Wegen der zunächst unklaren Lage sperrte die Polizei die Zufahrt zur MVA ab der Alten Landstrasse komplett ab. Spezialisten des Löschzuge Gefahrgut legten ihre Schutzkleidung an, Feuerwehrleute bauten sicherheitshalber parallel eine Wasserversorgung auf. Unter Atemschutz nahm der LZG erste Messungen nach Radioaktivität, oder anderer Gefahrstoffe mit mehreren Messgeräten vor.

Eine zweiter Atemschutztrupp stand zur Absicherung bereit.

Sicherheitshalber forderte die Einsatzleitung den Kampfmittelräumdienst aus Kiel zur Einsatzstelle nach. Messungen des LZG ergaben keine Hinweise auf Radioaktivität. Etwas später gab auch der Kampfmittelräumdienst Entwarnung. Beim Öffnen des Fasses wurde festgestellt, dass dieses mit einer öligen Flüssigkeit gefüllt war. Ein vorläufiger Schnelltest erhärtete die Annahme, dass es sich tatsächlich um eine Art Altöl handelte

Das Fass samt daneben abgelegter Müll und verschmutztem Erdreich wurden von den Feuerwehrleuten in ein Überfass gelegt und entsorgt.

Nach etwa dreieinhalb Stunden Einsatzdauer rückten die eingesetzten Rettungskräfte wieder ab. Der Verursacher ist derzeit noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt.
Im Einsatz waren: FF Stapelfeld, FF Glinde, Löschzug Gefahrgut Stormarn (LZG), Rettungsdienst, Kampfmittelräumdienst Kiel und mehrere Streifenwagen-Besatzungen der Polizei.

Die Polizei hat zunächst ein Strafverfahren wegen des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen eingeleitet. Die Ermittlungen werden durch den Umweltdienst des PABR Bad Oldesloe geführt.

Zeugenhinweise bitte an den Umweltdienst des PABR Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531 / 501-0.

Peter Wüst/RTN

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