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Geflügelgrippe: 1500 Gänse und Hennen in Stormarn getötet

Tangstedt Geflügelgrippe: 1500 Gänse und Hennen in Stormarn getötet

In einer Geflügelhaltung mit Gänsen und Legehennen im Kreis Stormarn sind Erreger einer leichten Form der Geflügelinfluenza nachgewiesen worden. 1500 Tiere wurden deshalb getötet.

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Rolf Winter, Geschäftsführer des Biolandbetriebs in Tangstedt. Auf seinem Hof mussten 1500 Tiere getötet werden, die mit einer leichten Form der Geflügelgrippe infiziert waren.

Quelle: dpa

Tangstedt. Das teilten der Kreis Stormarn und das Landwirtschaftsministerium in Kiel heute Morgen mit.

Eine Gefahr für Menschen und Tiere bestehe durch den Virus nicht. Es handele sich nicht um den Erreger der sogenannte Vogelgrippe H5N1, sondern um das sogenannte Aviäre Influenzavirus Typ A Subtyp H5 N3, das für Tiere nur eine gering krankmachende Wirkung habe.

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften wurde aber die Tötung des betroffenen Geflügelbestandes angeordnet, um zu verhindern, dass sich im Laufe der Zeit das Virus verändert und dabei gefährlicher wird. 1500 Tiere wurden deshalb jetzt getötet:

1200 Legehennen und 300 Gänse.

Um den Bioland-Hof in der Gemeinde Tangstedt sei ein Sperrgebiet im Radius von einem Kilometer errichtet worden, sagte Landrat Klaus Plöger (SPD). Innerhalb dieses Gebietes gebe es nur auf Hamburger Stadtgebiet noch einige wenige private Geflügelhaltungen, sagte der Sprecher der Hamburger Verbraucherbehörde, Rico Schmidt. Es seien keine weiteren Fälle festgestellt worden. Für den Menschen sei der Virustyp H5 N3 ungefährlich, betonte Plöger. „Alles, was Sie in den Kühltruhen haben, können Sie beruhigt essen“, sagte der Landrat an die Adresse der Bürger.

Nach Angaben aus dem Landwirtschaftsministerium ist es das erste Mal, dass in Schleswig-Holstein auf einem Geflügelbetrieb diese Art der Geflügelinfluenza festgestellt wurde. Anfang Dezember wurde demnach das Virus auf einem kleinen Geflügelbetrieb in Hessen nachgewiesen. Im vergangenen Jahr gab es einen Fall in Mecklenburg-Vorpommern, 2010 in mehreren Bundesländern.

Das Virus wurde jetzt im Zuge einer regulären Kontrolluntersuchung nachgewiesen, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Das Friedrich-Loeffler-Institut, das Nationale Referenzlabor auf der Insel Riems, habe den Befund gestern bestätigt. Die Tiere wiesen zwar noch keinerlei Krankheitssymptome auf, trugen aber den Erreger in sich.

Der Bestand wurde durch die zuständige Behörde des Kreises unverzüglich gesperrt, die Tiere getötet. Der Kreis richtete rund um den Betrieb ein Sperrgebiet im Umkreis von einem Kilometer ein. Tiere aus diesem Gebiet werden zum Beispiel nicht in den Verkehr gebracht. Hinweise auf eine weitere Verbreitung des Erregers liegen nicht vor.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums gibt es mehrere Arten der Geflügelinfluenza. Die im Kreis Stormarn festgestellte Form (H5N3) ist niedrigpathogen, also gering krankmachend. Eine Ansteckung von Menschen sei nahezu ausgeschlossen, hieß es. Das Virus könne allerdings zur Geflügelpest oder Vogelgrippe mutieren. Um das zu verhindern, würden befallene Bestände unverzüglich getötet.

Die Influenzaviren können in Wildvögeln überleben. Das Virus kann auch bei Einhaltung der Schutzmaßnahmen auf Hausgeflügelhaltungen vor allem in Freilandhaltung übergreifen. Der größte Teil der Geflügelhaltungen in Schleswig-Holstein wird in Ställen gehalten. In Freilandhaltungen von Enten und Gänsen gibt es regelmäßig Kontrolluntersuchungen.

Auf dem Bioland-Hof bei Hamburg wird seit 23 Jahren Geflügel im Freiland gehalten. Noch nie habe es einen derartigen Vorfall gegeben, sagte Geschäftsführer Rolf Winter. Die Tiere hätten keinerlei Symptome gezeigt. Nach der Desinfektion, der Entsorgung des Mists und weiterer Kontrollen könne der Hof voraussichtlich im Februar schon wieder Geflügel halten, sagte Kreisveterinär Reisewitz.

LN

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