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Stormarn 30 Hektar für neue Betriebe
Lokales Stormarn 30 Hektar für neue Betriebe
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16:34 06.11.2018
Knapp 30 Hektar sollen als neue Gewerbeflächen erschlossen werden. Quelle: M. Thormählen
Bad Oldesloe

 Landwirt Peter Eggers hat klare Vorstellungen: „Wir möchten ein attraktives und lebendiges Gewerbegebiet schaffen.“ Nahe der Anschlussstelle zur A 1 werden derzeit in Bad Oldesloe knapp 30 Hektar als neue Gewerbeflächen von privater Seite erschlossen.

Der Landwirt aus Rethwisch, dem die bisher als landwirtschaftliche Flächen genutzten Grundstücke gehören, hat sich als Geschäftsführer des Unternehmens PHE einen versierten Berater mit ins Boot geholt –Gerhard Heyer, bis 1990 Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS). Und der weist auf das gute Verhältnis zwischen PHE, der Stadt und der WAS hin. Die geplante Erschließung erfolge im Einvernehmen.

Auch ein Unternehmen hat bereits entschieden, ein Grundstück in dem neuen Gewerbegebiet zu kaufen – es handelt sich dabei um die Vereinigten Stadtwerke. „Wir verhandeln zurzeit mit sieben Firmen“, erläutert Gerhard Heyer. Sie kämen aus der Region und auch darüber hinaus. Die Planer wollen auch auf die Wünsche der Interessenten eingehen: „Die Grundstücke werden nach dem Bedarf des Käufers zugeschnitten.“ Auch Betriebe, die mit ganz konkreten Vorstellungen kämen, könnten einen neuen Standort finden.

Kein großer Einzelhandel

Zwei Eckpunkte sind bei den Verhandlungen gesetzt. Die veräußerten Grundstücke müssten eine Mindestgröße von 2500 Quadratmetern haben, und es dürfe kein großflächiger Einzelhandel angesiedelt werden, so der Berater. Die Gewerbebetriebe sollen ein erschlossenes Areal vorfinden. Im Untergrund der Teichkoppel befinden sich nach den Worten von Gerhard Heyer bereits die notwendigen Rohr- und Leitungssysteme. Geplant sei der Bau einer Erschließungsstraße. Und die fälligen Aufträge für dieses Vorhaben – auch hier müssen Versorgungsanlagen verlegt werden – sollen möglichst rasch vergeben werden: „Die Flächen an der Teichkoppel könnten sofort genutzt, die Grundstücke an der geplanten Erschließungsstraße ab Mitte kommenden Jahres.“ Möglicherweise folge später noch der Bau einer weiteren Erschließungsstraße.

Kein Hemmnis sehen Peter Eggers und Gerhard Heyer angesichts der Stromleitung, die über das neue Gewerbegebiet führt. Diese Leitung werde auf jeden Fall stehen bleiben. Unterhalb der 110-kV-Leitung könne immerhin bis zu einer Höhe von fünf bis 8,50 Metern gebaut werden: „In diesen Bereichen kann es mehr Straßenflächen oder auch Parkplätze geben.“ Es handele sich dabei um etwa zehn Prozent der Gesamtfläche. In den anderen Bereichen des gültigen Bebauungsplanes gestattet die Stadt eine Bauhöhe bis zu 15 Metern.

Der Grundeigentümer weist darauf hin, dass die gesamte Erschließung ohne öffentliche Zuschüsse realisiert werden müsse: „Es geht um einen mehrstelligen Millionenbetrag.“ Angesichts der notwendigen Refinanzierung lägen die Verkaufspreise auch über denen für die Grundstücke im Gewerbegebiet West in Bad Oldesloe, betont Gerhard Heyer.

Sehr gute Lage

Die Initiatoren gehen davon aus, dass der Bedarf an attraktiven Gewerbeflächen weiterhin groß sein werde. „Vor einigen Jahren wollte sich kaum ein Betrieb aus Hamburg in Ahrensburg ansiedeln“, erinnert sich der Berater. Dies habe sich deutlich geändert, und auch Bad Oldesloe sei mittlerweile verstärkt in den Fokus von Unternehmen geraten, die sich neu niederlassen wollten oder nach Erweiterungsmöglichkeiten suchten. Dabei spiele auch die Lage an der Autobahn 1 und in der Nähe der Autobahn 20 eine Rolle.

Die Flächen im Gewerbegebiet Südost wurden bisher ausschließlich für die Produktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen genutzt. „Und da ändert sich jetzt die Fruchtfolge wegen der Ansiedlung von Betrieben. Es werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen“, blickt Gerhard Heyer voraus.

Bisher Weizen angebaut

Rund 41 Hektar groß ist das Areal im Südosten von Bad Oldesloe. 13 Hektar werden künftig als ökologische Ausgleichsflächen dienen. Landwirt Peter Eggers hat noch in diesem Jahr Weizen eingefahren. Ob 2018 die letzte Ernte war, steht noch nicht fest: „Das kommt auf die Vermarktung der Grundstücke an.“ Vielleicht sei noch die Produktion von Grünfutter für Kühe möglich. Infos zu den Gewerbeflächen gibt es bei der Firma PHE, Telefon 04539/8889365, Mail info@phe-landundhaus.de

M. Thormählen

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