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Stormarn Glaube einfach: Kloster lädt Jugendliche zum Festival ein
Lokales Stormarn Glaube einfach: Kloster lädt Jugendliche zum Festival ein
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10:39 06.07.2017
Machen Reklame für das Jugendwochenende mit Workshops, Musik und Gottesdiensten im Kloster Nütschau: Bruder Lukas, Lukas Brinker, Sarah Mc Donnell und Laura Haustein (v.l.). Quelle: Foto: Von Dahlen
Nütschau

Der Titel des Festivals, das unter Mitwirkung der Mönche, der Freiwilligen, die ein soziales Jahr am Kloster absolvieren, und vieler anderer Helfer aus dem Freundeskreis des Klosters organisiert wurde, lautet JuStBe. Dieses Akronym spielt nicht nur auf die offene Einstellung der Gastgeber an, die jeden Besucher so akzeptieren, wie er ist, hinter der Abkürzung verbergen sich auch das Jugendhaus St. Benedikt, auf dessen Gelände die Veranstaltung steigt, und nicht zuletzt das Motto: Just Believe – Glaube einfach. Die Wortspiele stammen ohne Zweifel aus der Feder von Bruder Lukas, einst Werbefachmann, bevor er sich ganz dem Ordensleben zuwandte.

„Wir haben alles selbst entwickelt, auch die Themen der Workshops. Ganz allgemein geht es ums Erleben und Beten, aber auch um Feiern und Tanzen“, sagt Bruder Lukas. Damit möglichst für alle ein interessantes Thema dabei ist, hat das Vorbereitungsteam des Glaubens-Festivals ein buntes Programm von mehr als 20 Workshops ausgeklügelt, die parallel angeboten werden. 150 Jugendliche haben sich schon angemeldet und schlagen ihr Zelt von Freitag bis Sonntag vor dem Schloss auf. „Weitere Teilnehmer sind gern willkommen“, sagt der Mönch.

Das Festival startet Freitagabend mit einer Jugendvesper, bevor der große Star, Samuel Harfst, auftritt. Mit seiner Band wurde er 2009 unter die zehn erfolgreichsten Newcomer gewählt und als Vorgruppe von Whitney Houston engagiert. Er gilt als einer der bekanntesten christlichen Popmusiker.

Eingestimmt auf die Zielrichtung des Festivals widmen sich die Jugendlichen den Sonnabend über den Gesprächsgruppen und Workshops. Mit dem Smartphone etwa streifen sie, begleitet von Jugendreferentin Ann-Kathrin Berndmeyer, rund ums Kloster auf der Suche nach Motiven, die das Wunder der Schöpfung dokumentieren. Über das Kirchenasyl, das Nütschau schon seit längerem Menschen gewährt, die in ihren Heimatländern verfolgt werden oder anderen Gefahren ausgesetzt sind, spricht Bruder Benedikt mit den Jugendlichen. Als Gäste berichten Flüchtlinge, die im Kloster leben, von ihren Erfahrungen.

Peter Meinke, Diakon des Erzbistums Hamburg-Harburg, erzählt, wie er als Polizei- und Notfallseelsorger Menschen Trost spendet. Ganz im Zeichen Hildegard von Bingens erklärt Bruder Raphael – ein neuer Anwärter des Ordens – welche Heilwirkung von Kräutern ausgeht. Wer mag, kann auch unter kreativen Angeboten wie Tanzen, Basteln oder Poetry Slam wählen. Freilich geht es auch um Glaubensfragen und darum, wie jeder einzelne dazu beitragen kann, die Welt menschlicher zu gestalten.

Nach einem Tag intensiven Austauschs heißt es abends chillen und tanzen. Stargäste sind Leuchtfeuer – die Band der Stormarner Werkstätten –, der Chor OffBeats & PoPCoRn und die Band Rising Church.

Einen Nütschau-Song spielt Erlend, bestehend aus ehemaligen FSJlern. Gespannt darf man auch auf das Duo Sally und Sarah Mc Donnel sein. Die beiden Schwestern haben irische Wurzeln und bringen den Sensitive Folk also „naturgetreu“ rüber. Sarah ist übrigens Bildungsreferentin im Kloster.

Ein großer Open-Air-Gottesdienst mit allen Mönchen und Gästen beschließt das Festival am Sonntagmorgen.

Das Glaubensfestival in Nütschau auf einen Blick

150 Jugendliche haben sich bereits angemeldet, weitere sind willkommen.

Die Anreise ist für Freitag, 7. Juli, ab 17 Uhr vorgesehen. Nach dem Abendessen und einer Jugendvesper steigt ab 20 Uhr das Live-Konzert mit Samuel Harfst.

Die Workshops beginnen Sonnabend, 8. Juli, ab 10 Uhr und setzen sich in drei Blöcken bis 17 Uhr fort. Ab 19 Uhr treten Leuchtfeuer, OffBeats & PoPCoRn, Rising Church, Salla und Sarah Mc Donnel und Erlend auf.

Die Open-Air-Messe am Sonntag, 9. Juli, beginnt um 10 Uhr.

Anmeldung: www.kloster-nuetschau.de

 Dorothea von Dahlen

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