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Glocken in Trittau sind verstummt

Trittau Glocken in Trittau sind verstummt

Risse in Glockenturm und Kirchengebäude verhindern, dass das Geläut traditionell zur Messe rufen kann. Bereits in den vergangenen Jahren gab es Überlegungen, den Turm zu sanieren. Doch die Schäden sind mittlerweile zu groß, eine Alternative muss her.

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Die katholische Kirche Maria — Braut des Heiligen Geistes. 1973 wurde der Bau in der Hebbelstraße eingeweiht.

Quelle: Fotos: K. Kuhlmann-Schultz

Trittau. Jetzt schweigt auch die letzte der drei Glocken der katholischen Kirche Maria — Braut des Hl. Geistes in Trittau. Risse in Glockenturm und Kirchengebäude verhindern, dass das Geläut traditionell zur Messe rufen kann. Bereits in den vergangenen Jahren gab es Überlegungen, den Turm zu sanieren. Doch die Schäden sind mittlerweile zu groß, eine Alternative muss her. Daran arbeitet der Ortspastorlarat und stellt den Gemeindemitgliedern heute, 17. April, nach der Eucharistiefeier drei unterschiedliche Möglichkeiten vor, die Glocken außerhalb des maroden Turmes aufzuhängen.

 

LN-Bild

Drei Glocken hängen im Glockenturm. Darunter ist der Altarraum.

Quelle:
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„Unser Ziel ist es, die Glocken wieder zu hören.“Elisabeth Liebau, Ortspastoralrat

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Drei Glocken hängen im Glockenturm. Darunter ist der Altarraum.

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„Unser Ziel ist es, die Glocken wieder zu hören.“Elisabeth Liebau, Ortspastoralrat

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„Als erste Glocke hatte sich bereits 2009 die b‘, unsere mittlere Glocke, verabschiedet“, erklärt Elisabeth Liebau vom Ortspastorlarat. Ein Jahr später folgte c‘‘ und jetzt ist die größte Glocke, die g‘ mit einem Gewicht von 327 Kilogramm, verstummt. Die wurde jetzt allerdings mit Absicht stillgelegt, die Schäden am Gebäude sollen nicht noch größer werden. Die Sanierungspläne der vergangenen Jahre haben sich damit erübrigt. Für anfänglich 35000 Euro wollte die Gemeinde den Turm reparieren und die Glocken wieder zum Klingen bringen.

„Wir hätten Geld sowohl von unserer Pfarrei Seliger Niels Stensen als auch vom Bonifazius-Werk bekommen“, erklärt Liebau. Auch Spenden von einzelnen Gemeindemitgliedern seien bereits gesammelt worden. Doch dann, mit den neuen Schäden, sollte die Sanierung 60000 Euro kosten. „Das können wir nicht leisten“, erklärt Liebau. Jetzt der Lichtblick: Bei einem Neubau gebe es mehr Möglichkeiten, Fördergelder zu bekommen. Die Schattenseite: „Wir müssen noch mal von vorne anfangen und alles neu beantragen“, erklärt Elisabeth Liebau.

Gleich drei Vorschläge für einen separaten Glockenturm kommen von dem Architekturbüro MRP aus Geesthacht. Ein Turm, eine Pergola und eine Glasvitrine. Alle Ideen liegen preislich unter den Sanierungskosten von 60000 Euro. Der Favorit von Liebau und auch den beiden anderen Mitgliedern des Ortspastoralrates, der seperaten Stahlturm rechts vom Eingang zur Kirche, würde etwa 50000 Euro kosten. Der Turm hat deshalb die Herzen der drei gewonnen, weil „er so kirchenmäßig aussieht“, findet Liebau. Wobei auch die Glasvirtine oder die Pergola gut ins Bild passen würde — der Kirchenbau ist sachlich-modern, er stammt aus dem Jahr 1973.

Verzichten wollen die Katholiken auf ihre Glocken nicht, auch wenn nur noch sehr wenig Gläubige den Gottesdienst am Sonntag besuchen. Und davon wiederum nur ein sehr geringer Teil den Ruf zur Messe überhaupt hören kann. „Etwa 50 bis 60 Personen besuchen sonntags den Gottesdienst“, erklärt Elisabeth Liebau. Von 1600 Mitgliedern der katholischen Kirche, die zum Trittauer Einzugsgebiet gehören.

„Unser Einzugsgebiet ist mit 30 Orten recht groß“, so Liebau. Und reicht bis in den Kreis Herzogtum Lauenburg hinein. Gemeinden in Glinde und Reinbek, die ebenfalls zur Pfarrei gehören, haben mehr als 6000 Gläubige. „Unser Ziel ist es, die Glocken wieder zu hören“, erklärt Elisabeth Liebau.

Von K. Kuhlmann-Schultz

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