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Stormarn Gottesdienst für Mensch und Pferd in der Wüstenei
Lokales Stormarn Gottesdienst für Mensch und Pferd in der Wüstenei
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11:20 29.06.2017
Quelle: fotolia

Von einer Wüste kann bei der Wüstenei eigentlich keine Rede sein. Trotzdem will Zarpens Pastor Nils Wolffson am kommenden Sonntag, 2. Juli, in der Wüstenei über die Wüste predigen. Die Zarpener Kirchengemeinde lädt einem Open-Air-Gottesdienst der besonderen Art ein. Hinter dem Schlagbaum am Ende der Straße Zur Wüstenei in Badendorf wird ein Gottesdienst für Mensch und Pferd veranstaltet.

„Da durch dieses Badendorfer Teilstück der Wüstenei auch ein Reitweg führt, würde ich mich sehr freuen, wenn die Menschen auch mit ihren Pferden zum Gottesdienst kommen“, sagt Pastor Wolffson, der zwar selbst kein Reiter ist, aber seit Beginn seiner Amtszeit in Zarpen mehr mit Pferden und Reitern zu tun hat. „Badendorf ist ja ein richtiges Reiterdorf, deswegen kamen wir auf die Idee, dieses Jahr auch Pferde zum Gottesdienst einzuladen.“

„Soweit ich mich erinnere, ist es das erste Mal, dass in der Wüstenei ein Gottesdienst stattfindet“; erzählt Doris Hase, die nicht nur Badendorferin sondern auch Kirchenvorsteherin ist. Sie wird gemeinsam mit Pastor Wolffson und Kirchenmusikerin Katrin Jendrasiak die außergewöhnliche Idee in die Tat umsetzen. „Wir werden definitiv am Sonntag in der Wüstenei feiern. Bei jedem Wetter“, betont die engagierte Badendorferin.

Jedes Jahr ist die Kirche Zarpen „aus dem Häuschen“. Denn im Sommer wird Gottesdienst auf den Dörfern gefeiert, die zur Kirchengemeinde gehören. „Üblicherweise gehen wir in die Gemeinschaftshäuser“, erzählt Pastor Wolffson. „In diesem Jahr haben wir zwei besondere Orte unter freiem Himmel gefunden.“ Bereits am 18. Juni gab es einen Gottesdienst für Mensch und Hund in Rehhorst auf dem Hundeauslauf-Gelände von „Rehhorst bellt“. Am 9. Juli geht es noch zum Gottesdienst in das Dorfgemeinschaftshaus in Mönkhagen und am 23. Juli in das Gemeinschaftshaus in Ratzbek .

Die Wüstenei ist ein etwa 150 Hektar großes Forstgebiet am Rande der Stadt Lübeck nordwestlich des Autobahnkreuzes A 1 und A 20. Seit 1965 gehört es dem Bund und wird als Truppenübungsplatz genutzt. Der größte Teil der Wüstenei liegt auf Lübecker Stadtgebiet. Ein kleiner Teil gehört zur Gemeinde Badendorf. Mehr als zwei Drittel sind nach der EU-Richtlinie Flora-Fauna-Habitat (FFH) geschützt.

LN

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