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Stormarn Grabauer Aerobic-Video bald im TV
Lokales Stormarn Grabauer Aerobic-Video bald im TV
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20:20 23.12.2015
Stelldichein am Set: Elke Thirion, Inhaberin der Grabauer Bewegungsdeel, darf Adsche alias Peter Heinrich Brix interviewen. Quelle: Holch/hfr

Was Kuh „Liese“ dachte, als sie die fünf auffällig gekleideten Frauen so dicht bei ihrer Wiese beobachtete, wird man wohl nie erfahren. Auch Bulle „Fiete“ soll verdutzt ausgesehen haben beim Anblick der turnenden Gruppe. „Ein Glück war er eingezäunt“, erzählt Trainerin Elke Thirion lachend. Schließlich könne man nie genau wissen, wie so ein stämmiges Tier reagiere angesichts leuchtend bunter Aerobic-Anzüge.

In diesem Outfit vollführten die Damen der Grabauer Bewegungsdeel nämlich im vergangenen Sommer vor laufender Kamera Übungen. Für die TV-Serie „Neues aus Büttenwarder“ absolvierten sie zwischen Treckern und Baumstämmen ein Trainingsprogramm im Stil von Fitness-Ikone Jane Fonda.

„Kneelift, Leg-Curl — Kneelift Leg-Curl“, schollen die anfeuernden Kommandos durch die ländlichen Idylle. Die Leibesübungen — durchaus zum Mitturnen — werden demnächst öfters auf bundesdeutschen TV-Bildschirmen zu sehen sein. Und das sogar recht bald. Schon am ersten Weihnachtsfeiertag werden neue Folgen der beliebten Serie „Neues aus Büttenwarder“ ausgestrahlt. Ein wichtiger Bestandteil — für die Sportlerinnen natürlich fast der wichtigste — wird das Fitness-Video sein, das mit ihrer Hilfe in Grabau gedreht wurde.

„Ich bin ein richtiger Fan der Serie, und als Adsche in einer Folge Rückenprobleme hatte, da habe ich an den Sender geschrieben und vorgeschlagen, ob er sich nicht bei uns in der Bewegungsdeel fit machen will“, erzählt Elke Thirion, wie es überhaupt zu den Filmaufnahmen kam.

Die Reha-Behandlung ließ sich wohl beim besten Willen nicht einrichten. Aber dann bekam die Trainerin einen Anruf vom Produzenten der Büttenwarder-Serie mit dem Angebot, bei einem Aerobic-Video im Stil der 70er-Jahre mitzuwirken. Drehtermin sollte schon zwei Tage später sein. Spontan trommelte die Grabauerin ihre emsigsten Schülerinnen zusammen und sagte zu.

„Frau Thirions Brief kam für mich wie ein Geschenk des Himmels“, erinnert sich Produzent Valentin Holch. Aufgrund der Olympiabewerbung von Hamburg sollte Sport eine größere Rolle in den neuen Folgen spielen. Und da Brackmann und Adsche lieber zuschauten als den eigenen Körper zu bewegen, wählte Holch einen anderen Weg, das Thema in die Serie einzubinden.

Die Sequenz einer Fitness-Sendung im Fernsehen sollte eingespielt werden. Eine solche Szene existierte zwar schon, aber im alten Format. Denn Büttenwarder ist laut Holch eine der letzten Serien, die noch auf 35-Millimeter-Film gedreht wurde. Also musste ein Video her.

„Es war einfach großartig und hat eine Menge Spaß gemacht“, erinnert sich Holch an die Dreharbeiten in Grabau. „Etwas absurd mit den bunten Kostümen und den Übungen im Wald — aber so ist Büttenwarder eben“, sagt er lachend. Die einzelnen Szenen seien so perfekt choreografiert gewesen, dass dass Material fast vollständig verwendet werden konnte. Um dem Ganzen die charakteristische 70er-Jahre-Note zu verleihen, seien die Farben etwas entsättigt und „ein gewisser Altersfaktor“ hinzugefügt worden. Auch die Musik à la Easy Listening passe perfekt.

Als Dankeschön, dass sie so spontan und kreativ beim Dreh mitgewirkt hat, bekam Trainerin Elke Thirion übrigens noch eine eigene Rolle auf den Leib geschrieben. Sie durfte eine Reporterin in der Folge „Olympische Rekorde“ spielen. Sportsfreund Adsche gibt ihr ein kleines Interview.

„Ich kann mir das noch gar nicht vorstellen. Ich glaub es erst, wenn ich uns im Fernsehen sehe“, sagt Maike Schmandtke, die ebenfalls beim Fitness-Video mitgewirkt hat. Sie und ihre Freundinnen werden die neuen Büttenwarder-Folgen zu Weihnachten erst einmal im Kreise ihrer Familie anschauen. Im Hintergrund läuft aber der Rekorder mit. Und wenn die ganze Feierei zu Hause vorbei ist, setzen sich alle in der Bewegungsdeel zusammen und führen sich die Serie noch einmal ganz in Ruhe zu Gemüte. „Dazu gibt‘s Hugo und Knabberzeug“, sagt Elke Thirion.

Programmtipps
63. Folge:
„Olympische Rekorde“ wird am Freitag, 25. Dezember, von 20.15 bis 21.05 im NDR-Fernsehen gezeigt. Adsche und seine Kumpel beschließen das große Sportevent auf Büttenwarder Art zu feiern. Das soll ein unvergessliches Erlebnis werden.
66. Folge: „Rosenkrieg“ ist am Donnerstag, 31. Dezember, von 19.15 Uhr bis 19.40 Uhr im NDR zu sehen. Brakelmann und Adsche geraten so richtig in Streit. Letzterer zieht beleidigt in den Schuppen. Die Freunde versuchen verzweifelt zu vermitteln. Auch in dieser Situation läuft natürlich wieder das beliebte Fitness-Video.

Dorothea von Dahlen

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