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Grippe-Welle erreicht Stormarn

Bad Oldesloe Grippe-Welle erreicht Stormarn

Die Grippe ist in Stormarn angekommen. „Insgesamt haben wir jetzt 31 Fälle, allein letzte Woche wurden sieben neue durchs Labor bestätigte Grippefälle gemeldet“, teilt Andreas Musiol, Fachdienstleiter im Kreisgesundheitsamt in Bad Oldesloe mit. Die Dunkelziffer sei vermutlich erheblich höher.

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„Viele Stormarner sind wegen Bronchitis krankgeschrieben“, weiß Jens Kuschel von der AOK.

Bad Oldesloe.  „Es melden ja nicht alle Ärzte — viele diagnostizieren statt Grippe einen grippalen Infekt.“ Der Höhepunkt der Grippewelle sei noch nicht erreicht. „Im Januar hatten wir noch Ruhe, im Februar setzte die Grippe die ersten Stormarner außer Gefecht — es ist davon auszugehen, dass es noch ein bisschen so weiter geht“, so Musiol.

Doch nicht nur die Influenza grassiert, auch eine Erkältungswelle rollt durch den Kreis. „Die Stormarner sind aktuell vor allem wegen Bronchitis, Rachen- und Lungenentzündungen krankgeschrieben“, weiß Jens Kuschel, Sprecher der AOK Nordwest.

Das ist auch die Erfahrung, die die Apotheken derzeit machen. „Im Moment ist das ganz extrem. Viele Kunden berichten von Husten, den sie schon Wochen mit sich herumschleppen und nicht loswerden“, weiß Anne Rathjen von der Löwen-Apotheke in Bad Oldesloe. Sie empfiehlt in solchen Fällen das Komplett-Paket: Ein Mittel zum Lösen des Schleims in den Bronchien und gleichzeitig etwas, um die Abwehr zu stärken.

Arztpraxen sind derzeit vollkommen überlaufen. „Die Patienten kommen wegen Erkältungen, Magen-Darm — das komplette Programm“, teilt das Sprechstunden-Team des Bad Oldesloer Arztes Dr. Wolf von der Heydt mit. Ein Grippe-Kranker sei aber noch nicht unter den Patienten gewesen.

„Echte Grippe setzt schlagartig ein“, weiß Dr. Thorsten Maurer, Vorsitzender des Landes-Hausärzteverbandes. Innerhalb von einer Stunde könne man sich von total gesund auf todkrank fühlen. Bei den derzeit zirkulierenden Viren handele es sich um H1N1, auch bekannt als Schweinegrippe. Maurer rät chronisch Kranken und Älteren, die sich noch nicht infiziert haben, auch jetzt noch zur Impfung. Nach wenigen Tagen sei schon ein Schutz da. Wen es erwischt habe, der könne nur die Symptome bekämpfen — mit Nasenspray und schmerzlindernden Mitteln wie Paracetamol oder Aspirin. „Und ich empfehle meinen Patienten immer eine große Tüte Salbeibonbons statt Halstabletten, außerdem viel trinken und ins Bett.“

Auch die Schulen im Kreis hat es erwischt. „Erkältungen sind bei uns absolut auf dem Vormarsch. Wir haben auffällig viele Krankschreibungen. Jeden Tag rufen Eltern hier an, um ihre Kinder krankzumelden“, heißt es aus der Oldesloer Theodor-Mommsen-Schule. Auch Lehrer und das Sekretariat seien betroffen.

Die Grippe- und Erkältungszeit macht auch der Oldesloer Stadtverwaltung zu schaffen. „Ich lag letzte Woche flach — mit Bronchitis und Schnupfen. Eine Woche habe ich Antibiotika genommen, dann ging‘s wieder“, erzählt Bürgermeister Tassilo von Bary. Der Krankenstand der Stadtverwaltung liege bei zehn Prozent. „Im Vorjahr hatten wir aber deutlich mehr Krankmeldungen. Deshalb ist im Verhältnis noch alles im grünen Bereich.“

Ansteckung vermeiden

Die Erkältungserreger und Grippeviren lauern überall: auf Türklinken, Einkaufswagen, im Bus, im Büro. Händehygiene ist deshalb das A und O. Experten empfehlen, alle zwei Stunden die Hände zu waschen. Wer mit Bus und Bahn unterwegs war, sollte sich zeitnah die Hände waschen. Wer eine Begrüßungszeremonie mit Händeschütteln hinter sich hat, steckt sich besser nicht gleich das nächste Brötchen in den Mund. Beim Niesen empfiehlt es sich, den Kopf wegzudrehen und in die Ellenbogenbeuge oder in ein Taschentuch zu niesen. Benutzte Taschentücher gehören nicht in den offenen Papierkorb im Büro, sondern sie sollten bis Dienstschluss in einer kleinen Plastiktüte in der Handtasche aufbewahrt werden.

Britta Matzen

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