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Großfeuer: Scheune brennt bis auf die Grundmauern nieder

Vinzier Großfeuer: Scheune brennt bis auf die Grundmauern nieder

Bei einem Großfeuer ist das Wirtschaftsgebäude eines landwirtschaftlichen Betriebes in Vinzier bei Bad Oldesloe bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Das Wirtschaftsgebäude des landwirtschaftlichen Betriebes brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Quelle: Jens Burmester

Vinzier. Ein Großfeuer im Ortsteil Vinzier in der Gemeinde Travenbrück hat in der Nacht zu gestern für einen Großeinsatz der Feuerwehren aus der Umgebung gesorgt. Eine riesige Scheune fiel den Flammen zum Opfer und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Schadenshöhe beträgt nach Polizeiangaben etwa 150 000 Euro. Große Probleme bei den Löscharbeiten hatten die Einsatzkräfte mit der Wasserversorgung.

LN-Bild

Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz – Probleme bei der Wasserversorgung – Wohnhaus gerettet.

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„Der Brand hatte sich schon weit ausgedehnt, bis die Löschmaßnahmen beginnen konnten.“ Gerd Riemann, Kreiswehrführer

Es war 3.47 Uhr, als die Meldeempfänger piepten und die Sirenen heulten. Insgesamt kamen mehr als 100 Feuerwehrleute zusammen, um das Feuer zu bekämpfen. Doch das gestaltete sich zunächst schwierig.

Nur ein Hydrant an der Ecke Lindenstraße und Vinziererstraße stand für die Wasserversorgung zur Verfügung. Doch die Einsatzkräfte hatten Probleme, dort Wasser zapfen zu können.

Statt einen nächtlichen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen zu organisieren, setzte die Einsatzleitung auf die Wasserentnahme an einem anderen, noch einmal knapp einen Kilometer weiter entfernten Hydranten an der Autobahnbrücke Nütschau. Die Leitungen dahin wurden mit einem speziellen Schlauchwagen verlegt, der bei der Oldesloer Ortswehr Seefeld stationiert ist.

„Der Wirtschaftsteil steht in Vollbrand und ist teilweise eingestürzt“, erklärte Kreiswehrführer Gerd Riemann an der Einsatzstelle. Das größte Problem sei die unzureichende Wasserversorgung. „Der Brand hatte sich schon weit ausgedehnt, bis die effektiven Löschmaßnahmen beginnen konnten“, so Riemann weiter.

Grundsätzlich sei die Wasserversorgung Sache der Gemeinde, allerdings könne das im Außenbereich auch dem Eigentümer zur Last fallen, erklärte Riemann. Ein offenes Gewässer in der Nähe konnte ebenfalls nicht genutzt werden, weil es völlig verschlammt ist.

Insgesamt waren zu dieser Zeit schon sieben Freiwillige Feuerwehren im Einsatz, darunter auch die Ortswehr Bad Oldesloe mit Tanklöschfahrzeugen und der Drehleiter. Doch das reichte offenbar noch nicht aus. Drei weitere Feuerwehren wurden noch nachalarmiert. Am Ende waren etwa 180 Einsatzkräfte vor Ort.

Gegen 6 Uhr am frühen Morgen wurden die ersten Einsatzkräfte entlassen. Doch eine Wehr wurde gleich wieder zurückbeordert und auch die Oldesloer Wehr musste bleiben. Der Grund: Aus dem Dachfirst des Wohnhauses drang plötzlich schwarzer Qualm. Im Innenangriff und von außen gingen die Feuerwehrleute vor, löschten die Glutnester ab. Dabei wurde auch ein Teil des Daches abgedeckt.

Nach einer Kontrolle mit einer Wärmebildkamera konnten dann auch die noch verblieben Wehren gegen 8.45 Uhr ihre Gerätschaften einpacken und abrücken. Lediglich eine Brandwache blieb zurück.

Der Betreuungszug des ASB sorgte für die Verpflegung der Einsatzkräfte. Die Polizei nahm noch während des Feuerwehreinsatzes die Ermittlungen zur Brandursache auf. Am Vormittag rückten dann Brandursachenermittler der Kriminalpolizei Bad Oldesloe an. Der Auslöser für das Feuer blieb jedoch bis gestern Abend unklar.

Das Gehöft in Vinzier hatten die Eigentümer in der letzten Zeit erst renovieren lassen. Die große Scheune, die jetzt abgebrannt ist, diente als Lagerraum und stand zur Zeit bis auf ein paar Werkzeuge leer. Ein Pferdeanhänger und zwei Autos konnten in Sicherheit gebracht werden. Menschen oder Tiere wurden nicht verletzt. Das Wohnhaus ist vorerst auf Grund des Wasserschadens nicht bewohnbar. Die Bewohner sind bei Verwandten untergekommen.

 Jens Burmester

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