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Großfeuer zerstört Halle mit Oldtimern

Reinfeld Großfeuer zerstört Halle mit Oldtimern

Über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Reinfeld und Umgebung kämpften in der Nacht zu Montag mit einem Großfeuer, bei dem eine etwa 1500 Quadratmeter große Halle in Schutt und Asche gelegt wurde.

Über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Reinfeld und Umgebung kämpften in der Nacht zu Montag mit einem Großfeuer

Quelle: JEB

Reinfeld. Über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Reinfeld und der Umgebung kämpften in der Nacht zu Montag mit einem Großfeuer, bei dem eine etwa 1500 Quadratmeter große Halle in Schutt und Asche gelegt wurde. Eine Streife der Autobahnpolizei hatte am Sonntagabend gegen 23.30 Uhr den Feuerschein bemerkt und sofort die Feuerwehr gerufen. In der Halle wurden Oldtimer, alte Lkw, Motorräder und Ersatzteile wie Motoren und Getriebe oder Achsen gelagert.

Über 100 Einsatzkräfte waren die ganze Nacht mit dem Feuer beschäftigt.

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Die Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe löste Großalarm für die Feuerwehren Reinfeld, Bad Oldesloe und die umliegenden Wehren aus. Aus Lübeck kam eine Drehleiter der Berufsfeuerwehr dazu. Am Ende waren es über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, die mit mehreren Strahlrohren gegen die Flammen vorgingen. Dabei war aber nicht nur das Löschen des Feuers das oberste Gebot, sondern die Männer und Frauen der Feuerwehr mussten auch eine angrenzende Halle der Reinfelder Spedition Bode schützen. Retten konnten die Feuerwehrleute trotz eines massiven Löschangriffs nichts, doch sie verhinderten das Übergreifen der Flammen auf die angrenzende Halle der Spedition. Eine Brandschutzwand trug dazu bei, dass die Halle zwar teilweise verqualmt war, aber vom Feuer verschont blieb.

Klaus T., dem die in Flammen stehende Halle seit vielen Jahren gehört, war aus Hamburg zu seinem Grundstück gekommen und musste mit ansehen, wie nicht nur die Halle, sondern auch die vielen untergestellten Fahrzeuge verbrannten. Gemeinsam mit Reinfelds Polizeichef Stephan Albrecht verschaffte er sich einen Überblick.

Am Morgen danach war Eigentümer T. mit seinem Enkel an der Brandruine und sprach mit Beamten der Kriminalpolizei aus Bad Oldesloe, die dort erste Spuren sicherten. Gegenüber den Lübecker Nachrichten sagte der 82-jährige Hamburger: „Ich muss erst überprüfen, welche Fahrzeuge genau in der Halle standen. Daher kann ich zu dem Umfang oder Höhe des Schadens noch nichts sagen. Schade ist aber, dass sämtliche Papiere und Schlüssel aller Fahrzeuge verbrannt sind.“ Die Schlüssel und die Unterlagen hätten sich in zwei Containern befunden, die als Büro in der Halle genutzt worden seien.

Auch in den Containern hätten die Flammen alles zerstört, so der Besitzer weiter.

Fest steht derzeit nur, dass mindestens zwei Motorräder, mehrere IFA-Lkw aus der ehemaligen DDR und einige echte Raritäten, darunter zwei Oldtimer vom Typ „Ford T“ aus der Zeit um 1920, verbrannt sind.

„Jetzt gilt es zunächst, eine Bestandsaufnahme zu machen und dann zu sehen, wie es weitergeht. Die Versicherung haben wir bereits heute Morgen informiert“, machte der Autosammler deutlich. Die Polizei machte zur Brandursache zunächst noch keine Angaben. Der Kriminaldauerdienst aus Lübeck hatte noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen aufgenommen. Der Schaden, das wurde schon in der Nacht deutlich, dürfte mindestens in die Hunderttausende gehen. Eine genaue Schadenshöhe wollte noch niemand nennen.

Die Bundesstraße 75 war während der Dauer des Einsatzes im Bereich der Reinfelder Feldstraße komplett gesperrt. Anwohner im benachbarten Stubbendorf wurden mehrfach per Rundfunkdurchsage gebeten, Fenster und Türen wegen der starken Rauchentwicklung geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden des Montags an.

In den kommenden Tagen werden die Brandermittler der Oldesloer Kripo und des Landeskriminalamtes (LKA) in Kiel die Ermittlungen zur Brandursache fortführen. Möglicherweise kommen dabei auch Spezialhunde der Polizei zum Einsatz.

 Jens Burmester

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