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Stormarn Großhansdorf wählt den Bürgermeister
Lokales Stormarn Großhansdorf wählt den Bürgermeister
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21:16 18.09.2013
Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß stellt sich am Sonntag zur Wiederwahl. Quelle: Foto: Bettina Albrod

wählt am Sonntag nicht nur Abgeordnete für den Bundestag, sondern auch den Bürgermeister. Einziger Kandidat ist Janhinnerk Voß (48), der seit 2002 im Amt ist und beim letzten Wahlgang 97 Prozent der Stimmen erreicht hat. Alle vier Fraktionen in der Gemeinde unterstützen den parteilosen Verwaltungschef, für den man auf den Wahlunterlagen nur Ja oder Nein ankreuzen kann. „Gegenkandidaten gibt es nicht“, sagt Voß, „zwar haben zwei Bewerber Unterlagen angefordert, sie aber nicht eingereicht.“ Er gewinnt die Wahl, wenn es eine Ja-Stimme mehr als Nein-Stimmen gibt.

Es sieht nach einem sicheren Wahlsieg aus, aber Voß rechnet dennoch mit Gegenwind. „Ich werde oft darauf angesprochen, dass man bei einem Bewerber ja gar keine Wahl hat“, sagt er, „aber es ist nicht meine Schuld. Man hat keine Auswahl, aber man hat die Wahl.“ Die 97 Prozent vom letzten Mal werden allerdings schwer zu wiederholen sein, so Voß: „Ich habe mich in den letzten sechs Jahren klar positioniert, und meine Position hat nicht allen gefallen.“

Da gab es den Bau des Solarparks nahe der Autobahn, der auch Gegner hatte. „Damit möchte die Gemeinde einen Beitrag zum Umweltschutz leisten“, rechtfertigt Voß den Bau, „zudem bekommen wir dadurch die Pachteinnahmen.“ Windkraft und Biogas seien dagegen für Großhansdorf tabu. Umstritten waren auch der Bau eines Supermarkts im Wald am Ortseingang und der Bau eines Discounters am Eilbergweg. „Auch die Kindertagesstätten waren ein Streitthema. Aber ich denke, es ist besser, wenn man sich klar positioniert als immer drumrum zu reden. Ich muss sehen, wie die Leute damit umgehen.“

Schwerpunkt der neuen Amtsperiode ist die Überplanung des Reha-Geländes am Eilbergweg mit Wohnungen. „Gerüchte, dass dort ein weiterer Discounter hin soll, sind falsch. Dort sind Wohnhäuser geplant, und zwar so, dass der Charakter der Waldgemeinde erhalten bleibt.“ Straßen- und Wegeausbau, Ausbau der Sportstätten und die Stärkung des Einzelhandels in Schmalenbeck sowie der Bau eines Ärztehauses stehen mit auf der Agenda. „Die Schulen müssen dringend modernisiert und zeitgemäß ausgestattet werden, sie stammen fast alle aus den 70er-Jahren.“ Parkgebühren im Eilbergweg werde es weiterhin nicht geben, „auch die Steuern werden nicht erhöht“, verspricht Voß.

51 Prozent bringen den Sieg, aber Voß hat persönliche Ziele, die er erreichen möchte: „Ich wünsche mir schon ein gutes Ergebnis. Das zeigt einem, wo man steht.“ Dazu gehört auch eine hohe Wahlbeteiligung. „Wir beobachten, dass die Briefwahl-Unterlagen für die Bürgermeisterwahl liegen bleiben. Die meisten denken, dass eine Wahl da ja gar nicht nötig ist.“ ba

Seit 1992 im Rathaus
Janhinnerk Voß wurde in Westerland auf Sylt geboren und wuchs in Plön auf. 1992 wechselte er ins Rathaus Großhansdorf und stieg dort zum Amtsleiter auf. 2002 wurde er Bürgermeister und 2008 mit 97 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

LN

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