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Stormarn Grundschullehrer protestieren
Lokales Stormarn Grundschullehrer protestieren
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20:28 22.11.2016
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Bad Oldesloe

. Vor Unterrichtsbeginn wollen sich Grundschullehrer auch in Stormarn am Freitag vor Schulen versammeln. Sie fordern eine Angleichung ihrer Gehälter ans Einkommen von Grund- und Hauptschullehrern.

Auch für Lehrer an Grundschulen verlangt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine Besoldung nach der Besoldungsstufe A 13. „Zum 1. Dezember werden viele Grund- und Hauptschullehrkräfte an Gemeinschaftsschulen nach A 13 befördert, das ist endlich gut. Die Grundschullehrer aber schauen in die Röhre“, kritisiert der GEW-Kreisvorsitzende Heiko Winckel-Rienhoff aus Westerau. Grundschullehrer würden nach Besoldungsgruppe A 12 bezahlt werden. Alle anderen erhielten in der Regel eine Besoldungsgruppe mehr. Bei angestellten Lehrern erfolge die Eingruppierung entsprechend. Aber Ausbildung und Vorbereitungsdienst dauerten gleich lang, so Winckel-Rienhoff. „Das geht gar nicht. Schließlich wird in der Grundschule bei den Kleinsten der Grundstein für gute Bildung gelegt“, sagt Winckel-Rienhoff. Die Betroffenen würden am Freitag, 25. November, mit Plakaten vor etlichen Grundschulen ihrem Unmut gegen die Ungerechtigkeit Luft machen.

Der Freitag sei gewählt worden, weil von dem Tag an Lehrkräfte an Grundschulen in Schleswig-Holstein im Vergleich zu denjenigen mit der Besoldung A 13 sozusagen ohne Bezahlung arbeiteten. „Der Beruf der Grundschullehrerin 91 Prozent der Lehrkräfte an Grundschulen sind Frauen, verdient mehr Anerkennung. Die Anforderungen an die pädagogische Arbeit steigen kontinuierlich an. Ihre Arbeit ist genauso viel Wert wie die Arbeit der Lehrer an anderen Schularten“, argumentiert die Gewerkschaft. Es sei nicht einzusehen, warum Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen im Monat 350 bis 450 Euro weniger erhielten. „Die Arbeit“ sagt Winckel-Rienhoff, „ist nicht weniger wert, nur weil die Kinder kleiner sind, die unterrichtet werden.“

Doch aus dem Kieler Bildungsministerium heißt es: „Die Unterrichtstätigkeit in den Klassenstufen eins bis vier unterscheidet sich vom Unterricht in den Sekundarstufen, der eine Zugangsberechtigung zu Hochschulen ermöglichen und Berufsorientierung vermitteln soll.“ Grundschullehrkräfte, die an reinen Grundschulen arbeiten und die Jahrgangsstufen eins bis vier unterrichten, würden deshalb weiter nach A 12 bezahlt, wie in allen anderen Bundesländern auch.

Grund- und Hauptschullehrkräfte, die an Gemeinschafts- und Regionalschulen die gleichen Aufgaben wie Realschullehrer wahrnehmen, sollen schrittweise von A 12 nach A 13 befördert werden. Die Landesregierung stelle dafür weitere 3,9 Millionen Euro im Personalbudget bereit. ukk

LN

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